ESC-Gewinner: die komplette Liste von 1956 bis 2026

Alle ESC-Gewinner von 1956 bis 2026 in einer Liste. Zuletzt siegte Bulgarien mit Dara. Deutschland gewann zweimal: Nicole 1982 und Lena 2010.

Aktualisiert am 5 Min. Lesezeit

Die ESC-Gewinner-Liste umfasst 73 Siegerbeiträge aus 70 Wettbewerben von 1956 bis 2026. Zuletzt gewann Bulgarien: Dara siegte 2026 in Wien mit „Bangaranga“. Deutschland hat den ESC zweimal gewonnen, 1982 mit Nicole und 2010 mit Lena. Die meisten Siege haben Irland und Schweden mit je sieben.

Die ESC-Gewinner der letzten 10 Jahre

Die letzten zehn ausgetragenen Wettbewerbe reichen von 2016 bis 2026, denn 2020 fiel der ESC wegen der Corona-Pandemie aus. Nur die Ukraine hat in dieser Zeit zweimal gewonnen (2016 und 2022). Die Punktzahlen sind seit 2016 deutlich höher als früher, weil Jury und Publikum seitdem getrennt Punkte vergeben.

ESC-Gewinner der letzten 10 Wettbewerbe 2016–2026 (Stand: 14. Oktober 2026)
JahrAustragungsortSiegerlandInterpretTitelPunkte
2026WienBulgarienDara„Bangaranga“516
2025BaselÖsterreichJJ„Wasted Love“436
2024MalmöSchweizNemo„The Code“591
2023LiverpoolSchwedenLoreen„Tattoo“583
2022TurinUkraineKalush Orchestra„Stefania“631
2021RotterdamItalienMåneskin„Zitti e buoni“524
2019Tel AvivNiederlandeDuncan Laurence„Arcade“498
2018LissabonIsraelNetta„Toy“529
2017KiewPortugalSalvador Sobral„Amar pelos dois“758
2016StockholmUkraineJamala„1944“534

Wie oft hat Deutschland den ESC gewonnen?

Deutschland hat den ESC zweimal gewonnen:

  • 1982: Nicole mit „Ein bißchen Frieden“ in Harrogate (Vereinigtes Königreich), 161 Punkte.
  • 2010: Lena mit „Satellite“ in Oslo (Norwegen), 246 Punkte.

Zwischen den beiden Siegen lagen 28 Jahre. Auf jeden Sieg folgte ein ESC in Deutschland: 1983 in München und 2011 in Düsseldorf. Den ersten ESC in Deutschland gab es schon 1957 in Frankfurt am Main, damals ganz ohne vorherigen Sieg. Wie Deutschland in allen anderen Jahren abgeschnitten hat, zeigt unsere Übersicht ESC Deutschland: alle Platzierungen.

Deutsche ESC-Gewinner: Nicole und Lena

Nicole – „Ein bißchen Frieden“ (1982)

Nicole holte den ersten deutschen ESC-Sieg mit einer ruhigen Friedensballade von Ralph Siegel (Musik) und Bernd Meinunger (Text). Der Titel wurde damals mit ß geschrieben, heute liest man oft „Ein bisschen Frieden“. Für Deutschland war es der Durchbruch nach vielen Jahren knapp vorbei: 1980 und 1981 war Deutschland jeweils Zweiter geworden.

Lena – „Satellite“ (2010)

28 Jahre später gewann Lena mit dem englischsprachigen Popsong „Satellite“. Es war der erste Sieg eines Landes mit festem Finalplatz, seit es diese Regel ab 2000 gibt. Erst 2021 gelang das mit Italien einem zweiten Land. Lena trat 2011 beim Heim-ESC in Düsseldorf noch einmal an und wurde mit „Taken by a Stranger“ Zehnte.

Alle ESC-Gewinner von 1956 bis 2026

Die komplette Liste aller Siegerinnen und Sieger mit Austragungsort, Land und Song. Die neuesten Jahre stehen oben.

Alle ESC-Gewinner 1956–2026 (Stand: 14. Oktober 2026)
JahrAustragungsortSiegerlandInterpretTitel
2026WienBulgarienDara„Bangaranga“
2025BaselÖsterreichJJ„Wasted Love“
2024MalmöSchweizNemo„The Code“
2023LiverpoolSchwedenLoreen„Tattoo“
2022TurinUkraineKalush Orchestra„Stefania“
2021RotterdamItalienMåneskin„Zitti e buoni“
2020Rotterdamabgesagt (Corona-Pandemie)––
2019Tel AvivNiederlandeDuncan Laurence„Arcade“
2018LissabonIsraelNetta„Toy“
2017KiewPortugalSalvador Sobral„Amar pelos dois“
2016StockholmUkraineJamala„1944“
2015WienSchwedenMåns Zelmerlöw„Heroes“
2014KopenhagenÖsterreichConchita Wurst„Rise Like a Phoenix“
2013MalmöDänemarkEmmelie de Forest„Only Teardrops“
2012BakuSchwedenLoreen„Euphoria“
2011DüsseldorfAserbaidschanEll & Nikki„Running Scared“
2010OsloDeutschlandLena„Satellite“
2009MoskauNorwegenAlexander Rybak„Fairytale“
2008BelgradRusslandDima Bilan„Believe“
2007HelsinkiSerbienMarija Šerifović„Molitva“
2006AthenFinnlandLordi„Hard Rock Hallelujah“
2005KiewGriechenlandHelena Paparizou„My Number One“
2004IstanbulUkraineRuslana„Wild Dances“
2003RigaTürkeiSertab Erener„Everyway That I Can“
2002TallinnLettlandMarie N„I Wanna“
2001KopenhagenEstlandTanel Padar, Dave Benton & 2XL„Everybody“
2000StockholmDänemarkOlsen Brothers„Fly on the Wings of Love“
1999JerusalemSchwedenCharlotte Nilsson„Take Me to Your Heaven“
1998BirminghamIsraelDana International„Diva“
1997DublinVereinigtes KönigreichKatrina and the Waves„Love Shine a Light“
1996OsloIrlandEimear Quinn„The Voice“
1995DublinNorwegenSecret Garden„Nocturne“
1994DublinIrlandPaul Harrington & Charlie McGettigan„Rock 'n' Roll Kids“
1993MillstreetIrlandNiamh Kavanagh„In Your Eyes“
1992MalmöIrlandLinda Martin„Why Me?“
1991RomSchwedenCarola„Fångad av en stormvind“
1990ZagrebItalienToto Cutugno„Insieme: 1992“
1989LausanneJugoslawienRiva„Rock Me“
1988DublinSchweizCéline Dion„Ne partez pas sans moi“
1987BrüsselIrlandJohnny Logan„Hold Me Now“
1986BergenBelgienSandra Kim„J'aime la vie“
1985GöteborgNorwegenBobbysocks!„La det swinge“
1984LuxemburgSchwedenHerreys„Diggi-Loo Diggi-Ley“
1983MünchenLuxemburgCorinne Hermès„Si la vie est cadeau“
1982HarrogateDeutschlandNicole„Ein bißchen Frieden“
1981DublinVereinigtes KönigreichBucks Fizz„Making Your Mind Up“
1980Den HaagIrlandJohnny Logan„What's Another Year“
1979JerusalemIsraelMilk and Honey„Hallelujah“
1978ParisIsraelIzhar Cohen and the Alphabeta„A-Ba-Ni-Bi“
1977LondonFrankreichMarie Myriam„L'Oiseau et l'Enfant“
1976Den HaagVereinigtes KönigreichBrotherhood of Man„Save Your Kisses for Me“
1975StockholmNiederlandeTeach-In„Ding-a-dong“
1974BrightonSchwedenABBA„Waterloo“
1973LuxemburgLuxemburgAnne-Marie David„Tu te reconnaîtras“
1972EdinburghLuxemburgVicky Leandros„Après toi“
1971DublinMonacoSéverine„Un banc, un arbre, une rue“
1970AmsterdamIrlandDana„All Kinds of Everything“
1969MadridFrankreichFrida Boccara„Un jour, un enfant“
1969MadridNiederlandeLenny Kuhr„De troubadour“
1969MadridSpanienSalomé„Vivo cantando“
1969MadridVereinigtes KönigreichLulu„Boom Bang-a-Bang“
1968LondonSpanienMassiel„La La La“
1967WienVereinigtes KönigreichSandie Shaw„Puppet on a String“
1966LuxemburgÖsterreichUdo Jürgens„Merci, Chérie“
1965NeapelLuxemburgFrance Gall„Poupée de cire, poupée de son“
1964KopenhagenItalienGigliola Cinquetti„Non ho l'età“
1963LondonDänemarkGrethe & Jørgen Ingmann„Dansevise“
1962LuxemburgFrankreichIsabelle Aubret„Un premier amour“
1961CannesLuxemburgJean-Claude Pascal„Nous les amoureux“
1960LondonFrankreichJacqueline Boyer„Tom Pillibi“
1959CannesNiederlandeTeddy Scholten„Een beetje“
1958HilversumFrankreichAndré Claveau„Dors, mon amour“
1957Frankfurt am MainNiederlandeCorry Brokken„Net als toen“
1956LuganoSchweizLys Assia„Refrain“

Welches Land hat den ESC am häufigsten gewonnen?

Irland und Schweden teilen sich den Rekord mit je sieben Siegen. Irland holte allein in den 1990ern vier Titel, darunter drei in Folge von 1992 bis 1994. Schwedens letzter Sieg kam 2023 mit Loreen. Insgesamt haben 28 Länder den ESC mindestens einmal gewonnen. Mehr als einmal gewonnen haben als Interpreten nur Johnny Logan (1980, 1987) und Loreen (2012, 2023).

Länder mit mindestens drei ESC-Siegen (Stand: 14. Oktober 2026)
LandSiegeJahre
Irland71970, 1980, 1987, 1992, 1993, 1994, 1996
Schweden71974, 1984, 1991, 1999, 2012, 2015, 2023
Frankreich51958, 1960, 1962, 1969, 1977
Luxemburg51961, 1965, 1972, 1973, 1983
Niederlande51957, 1959, 1969, 1975, 2019
Vereinigtes Königreich51967, 1969, 1976, 1981, 1997
Israel41978, 1979, 1998, 2018
Dänemark31963, 2000, 2013
Italien31964, 1990, 2021
Norwegen31985, 1995, 2009
Schweiz31956, 1988, 2024
Ukraine32004, 2016, 2022
Österreich31966, 2014, 2025

Besonderheiten: 1956, 1969 und 2020

  • 1956: Beim ersten ESC in Lugano traten sieben Länder mit je zwei Liedern an. Bekanntgegeben wurde nur die Siegerin, Lys Assia für die Schweiz. Eine offizielle Rangliste gibt es nicht.
  • 1969: In Madrid lagen vier Länder punktgleich vorn: Frankreich, die Niederlande, Spanien und das Vereinigte Königreich. Alle vier gelten als Sieger.
  • 2020: Der ESC in Rotterdam wurde wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Es gibt keinen Sieger. Die Niederlande richteten den Wettbewerb 2021 in Rotterdam aus.

Unsere Einschätzung

Schaut man auf die Siegersongs der letzten Jahre, fällt auf: Gewonnen haben selten die Songs, die am glattesten produziert waren. Gewonnen haben Beiträge mit einer klaren Idee, die man nach drei Minuten nicht mehr vergisst, ob Rock aus Italien, Folk-Rap aus der Ukraine oder Pop mit Opernstimme aus Österreich. Für Deutschland heißt das: Ein solider Radiosong reicht nicht.

Welche Songs aus der langen Gewinner-Liste wir selbst für die besten halten, besprechen wir in Folge 27: Die besten ESC-Songs aller Zeiten. Den Sieg von JJ für Österreich 2025 haben wir mit Michael Dierks analysiert: Folge 20: ESC-Siegersong-Analyse mit Michael Dierks.

Nach dem Sieg von Bulgarien geht es 2027 nach Burgas. Alles zum nächsten Wettbewerb findest du auf unserer Seite zum ESC 2027.

Häufige Fragen

Wie oft hat Deutschland den ESC gewonnen?
Zweimal: 1982 mit Nicole und „Ein bißchen Frieden“ in Harrogate und 2010 mit Lena und „Satellite“ in Oslo.
Wer hat den ESC 2026 gewonnen?
Bulgarien. Dara gewann das Finale in Wien mit „Bangaranga“ und 516 Punkten. Es war der erste ESC-Sieg für Bulgarien.
Welches Land hat den ESC am häufigsten gewonnen?
Irland und Schweden mit je sieben Siegen. Dahinter folgen Frankreich, Luxemburg, die Niederlande und das Vereinigte Königreich mit je fünf.
Wo findet der ESC 2027 statt?
Nach dem Sieg von Bulgarien findet der ESC 2027 in Burgas statt.

Quellen

  1. en.wikipedia.org/wiki/List_of_Eurovision_Song_Contest_winners
  2. de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Sieger_und_Veranstaltungen_des_Eurovision_Song_Contests
  3. eurovisionworld.com/eurovision
  4. eurovisionworld.com/eurovision/2026
  5. en.wikipedia.org/wiki/List_of_host_cities_of_the_Eurovision_Song_Contest
  6. en.wikipedia.org/wiki/Eurovision_Song_Contest_2008
  7. en.wikipedia.org/wiki/Eurovision_Song_Contest_2018
  8. de.wikipedia.org/wiki/Deutschland_beim_Eurovision_Song_Contest
  9. en.wikipedia.org/wiki/Germany_in_the_Eurovision_Song_Contest
  10. eurovision.de/zahlenspiele/Alle-Ergebnisse-fuer-Deutschland-beim-ESC,deutschland744.html

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