BELA ist ein Popsänger aus München, der beim deutschen ESC-Vorentscheid 2026 mit seinem deutschsprachigen Song „Herz“ angetreten ist. Im deutschen Finale am 28. Februar 2026 eröffnete er mit Startnummer 1 und schied in der ersten Runde aus, in der eine internationale Jury drei Acts für das Superfinale wählte. Vorher haben wir BELA für „Germany 12 Points!“ interviewt. Die Plattenfirma bat uns danach, die Folge nicht zu senden. Wir haben sie trotzdem veröffentlicht, als „verbotenes“ Interview.
Steckbrief BELA
- Herkunft: aufgewachsen in München, lebt laut eigener Aussage im Podcast inzwischen in Berlin
- Alter: laut Abendzeitung 23 Jahre (Stand Vorentscheid, Februar 2026)
- ESC-Song: „Herz“, erschienen am 30. Januar 2026 bei Good Kid Records/Polydor (Universal Music)
- Vorentscheid 2026: Startnummer 1 von 9, Aus in Runde 1 (Jury); eine Platzierung wurde nicht veröffentlicht
- Weitere Singles: u. a. „An mich“ und „Versetzt“ (2026)
- Bei uns im Podcast: S2 E04 (Februar 2026, vor dem Vorentscheid)
Quellen: Wikipedia: Germany in the Eurovision Song Contest 2026, Eurovisionworld, Abendzeitung München, Universal Music. Stand: Oktober 2026.
Das Interview: die wichtigsten Aussagen
Alle Zitate stammen wörtlich aus S2 E04 (Zeitangabe = Stelle in der Folge).
„Hier gibt es diesen Künstler, der macht so deutsche Musik und es könnte dir gefallen, weil es klingt gar nicht so deutsch.“
So würde BELA sich einem Italiener vorstellen. Seinen Stil nennt er klar Deutsch-Pop, mit einer Stärke: „Aber ich finde, was ich dann doch immer ganz gut hinbekomme, ist irgendwie Deutsch zu einer relativ coolen Sprache zu verwenden.“ (6:20)
„Aber Herz ist tatsächlich eher die Geschichte, wo es auf jeden Fall nicht funktioniert hat.“
Ob sein Herz gerade vergeben ist, kommentiert er nicht. Über den Song verrät er aber, dass er sich in der Geschichte dahinter „ein bisschen zu sehr verstellt“ hat.
„Es ist auf jeden Fall nie der richtige Weg, sich zu verstellen. Da stehe ich hinter. Sei du selbst.“
„Ich bin aber kein riesen ESC-Kenner, muss ich auch ganz ehrlich sagen.“
Den ESC kannte er vor allem aus YouTube-Ausschnitten. Zum Vorentscheid kam er über seine Plattenfirma, durch die Teilnahme sei er dann „sehr tief in diese Bubble gekommen“.
„Ich sage es immer wieder, Lena. Ich fand, sie war sehr inspirierend in dem, wie sie auf die Bühne gekommen ist“
„Für ESC finde ich Sarah Engels auf der Eins, weil ich einfach weiß, was sie für eine ambitionierte Künstlerin ist“
Seine Top 3 im Feld, ausdrücklich nicht als Konkurrenzranking: Sarah Engels, die „Ragatzkis“ um Marti Fischer und wavvyboi. Mit Sarah Engels lag er richtig: Sie gewann den Vorentscheid.
„Leute, ich brauche unbedingt einen Geschirrspüler.“
Der Running Gag der Folge. BELA macht in seiner Berliner Wohnung Musik, mit Wäscheständer neben sich, und hat keine Spülmaschine.
Die Folge im Überblick
S2 E04: Das „verbotene“ Interview mit BELA
In S2 E04 sprechen wir mit BELA wenige Tage vor dem deutschen Finale. Zum Einstieg erklären wir, warum die Folge „verboten“ heißt: Die Plattenfirma bat nachträglich darum, sie nicht zu senden, eine Freigabe war aber nie vereinbart. Danach geht es um sein Leben zwischen München und Berlin („Ich wohne mitten in Berlin.“, 3:32), um den Song „Herz“, um Lena als Vorbild und um seine Chancen in Wien. Im Schnellfragen-Spiel „Bela-Blitz“ outet er sich als Nachtmensch und Telefonierer. Zum Schluss nennt er sein Ziel für das Jahr: „Aber mein großes Ziel ist es natürlich, eine Tour dieses Jahr zu spielen.“ (15:09)
Spannend im Rückblick: Molly Sue erzählt in unserem Interview mit ihr, dass der Vorentscheid BELAs allererster Live-Auftritt war: „Bela hatte da seinen allerersten Auftritt jemals.“ (S2 E09, 14:52)
BELA beim deutschen Finale 2026
Neun Acts kämpften am 28. Februar 2026 im Studio Berlin in Adlershof um das deutsche ESC-Ticket. BELA eröffnete die Show mit Startnummer 1. In der ersten Runde bestimmte eine 20-köpfige internationale Jury die drei Acts für das Superfinale: wavvyboi, Sarah Engels und Molly Sue. BELA schied, wie auch Ragazzki, Dreamboys The Band, MYLE, Laura Nahr und Malou Lovis, in dieser Runde aus. Eine Rangfolge der Ausgeschiedenen wurde nicht veröffentlicht. Im Superfinale entschied das Publikum für Sarah Engels mit „Fire“, die BELA im Interview selbst auf Platz 1 gesetzt hatte. In Wien wurde sie 23. von 25.
Unsere Einschätzung
Das ist unsere Meinung, keine Tatsachenbehauptung. BELA ist sympathisch, schlagfertig und schreibt deutsche Texte, die nicht nach Schulbuch klingen. „Herz“ ist ein kurzer, radiotauglicher Deutsch-Pop-Song. Für den ESC fehlte uns aber der große Moment: kein Aufbau, kein Bild, das nach drei Minuten hängen bleibt. Dazu kommt fehlende Live-Erfahrung. Wenn der Vorentscheid der erste Auftritt überhaupt ist, wäre Wien als zweiter Auftritt ein riesiger Sprung. Dass die internationale Jury ihn nicht ins Superfinale gewählt hat, hat uns deshalb nicht überrascht. Wir sind gespannt, was BELA mit mehr Bühnenerfahrung macht. Mehr zum Ablauf findest du auf unserer Seite zum ESC-Vorentscheid.
