ESC 2023 in Liverpool: Loreen gewinnt mit „Tattoo“ für Schweden

ESC 2023 in Liverpool: Loreen gewinnt mit „Tattoo“ und 583 Punkten für Schweden, Käärijä holt das Televoting. Alle Platzierungen, Deutschland Letzter.

Aktualisiert am 5 Min. Lesezeit

Loreen liegt in ihrer Choreografie auf einer Box unter einer leuchtenden Platte, ESC 2023 in Liverpool
Foto: Michael Doherty, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Den ESC 2023 gewann Schweden: Loreen holte am 13. Mai 2023 in Liverpool mit „Tattoo“ 583 Punkte. Zweiter wurde Käärijä mit „Cha Cha Cha“ für Finnland, der das Publikumsvoting gewann, Dritte Noa Kirel für Israel. Deutschland wurde mit Lord of the Lost Letzter.

ESC 2023 auf einen Blick

  • Sieger: Loreen (Schweden)
  • Song: „Tattoo“, geschrieben von Loreen mit Jimmy Thörnfeldt, Jimmy Jansson, Moa Carlebecker, Peter Boström und Thomas G:son
  • Punkte: 583 (340 von den Jurys, 243 vom Publikum)
  • Austragungsort: M&S Bank Arena, Liverpool, Vereinigtes Königreich (im Auftrag der Ukraine)
  • Datum: Halbfinale am 9. und 11. Mai, Finale am 13. Mai 2023
  • Moderation: Alesha Dixon, Hannah Waddingham und Julia Sanina, im Finale zusätzlich Graham Norton
  • Teilnehmer: 37 Länder, 26 Beiträge im Finale
  • Deutschland: Lord of the Lost mit „Blood & Glitter“, Platz 26 (Letzter) mit 18 Punkten (Deutschland beim ESC 2023)

Die komplette Rangliste des ESC 2023

Alle 26 Finalisten mit Gesamtpunkten, getrennt nach Jurys und Publikum, darunter die Länder, die im Halbfinale ausgeschieden sind. Deutschland ist fett markiert.

Endergebnis des ESC 2023 in Liverpool, Finale am 13. Mai 2023 – Quellen: en- und de-Wikipedia, abgeglichen; Stand 14. Oktober 2026
PlatzLandInterpretSongPunkteJuryPublikum
1SchwedenLoreen„Tattoo“583340243
2FinnlandKäärijä„Cha Cha Cha“526150376
3IsraelNoa Kirel„Unicorn“362177185
4ItalienMarco Mengoni„Due vite“350176174
5NorwegenAlessandra„Queen of Kings“26852216
6UkraineTvorchi„Heart of Steel“24354189
7BelgienGustaph„Because of You“18212755
8EstlandAlika„Bridges“16814622
9AustralienVoyager„Promise“15113021
10TschechienVesna„My Sister's Crown“1299435
11LitauenMonika Linkytė„Stay“1278146
12ZypernAndrew Lambrou„Break a Broken Heart“1266858
13KroatienLet 3„Mama ŠČ!“12311112
14ArmenienBrunette„Future Lover“1226953
15ÖsterreichTeya and Salena„Who the Hell Is Edgar?“12010416
16FrankreichLa Zarra„Évidemment“1045450
17SpanienBlanca Paloma„Eaea“100955
18MoldauPasha Parfeni„Soarele și luna“962076
19PolenBlanka„Solo“931281
20SchweizRemo Forrer„Watergun“926131
21SlowenienJoker Out„Carpe Diem“783345
22AlbanienAlbina and Familja Kelmendi„Duje“761759
23PortugalMimicat„Ai coração“594316
24SerbienLuke Black„Samo mi se spava“301416
25Vereinigtes KönigreichMae Muller„I Wrote a Song“24159
26DeutschlandLord of the Lost„Blood & Glitter“18315

Im Halbfinale ausgeschieden (11 Beiträge)

ESC 2023: nicht für das Finale qualifizierte Beiträge mit Platz und Punkten im Halbfinale – Quellen: en- und de-Wikipedia, abgeglichen; Stand 14. Oktober 2026
HalbfinalePlatzLandInterpretSongPunkte
Halbfinale 111LettlandSudden Lights„Aijā“34
Halbfinale 112IrlandWild Youth„We Are One“10
Halbfinale 113NiederlandeMia Nicolai and Dion Cooper„Burning Daylight“7
Halbfinale 114AserbaidschanTuralTuranX„Tell Me More“4
Halbfinale 115MaltaThe Busker„Dance (Our Own Party)“3
Halbfinale 211IslandDiljá„Power“44
Halbfinale 212GeorgienIru„Echo“33
Halbfinale 213GriechenlandVictor Vernicos„What They Say“14
Halbfinale 214DänemarkReiley„Breaking My Heart“6
Halbfinale 215RumänienTheodor Andrei„D.G.T. (Off and On)“0
Halbfinale 216San MarinoPiqued Jacks„Like an Animal“0

So lief der ESC 2023 in Liverpool

Eigentlich hätte die Ukraine nach dem Sieg von Kalush Orchestra Gastgeber sein müssen. Wegen des russischen Angriffskriegs entschied die EBU, dass das nicht sicher möglich ist. Die BBC sprang ein, weil das Vereinigte Königreich 2022 Zweiter geworden war, und richtete den 67. Eurovision Song Contest im Namen der Ukraine aus. Erstmals seit 1980 war damit nicht der Vorjahressieger Gastgeber. Für das Vereinigte Königreich war es der neunte ESC im eigenen Land.

Die ukrainische Rundfunkanstalt war an der Ausrichtung beteiligt, und auch in der Moderation stand neben Alesha Dixon und Hannah Waddingham mit Julia Sanina eine Ukrainerin auf der Bühne, im Finale kam Graham Norton dazu. 37 Länder nahmen teil, Bulgarien, Montenegro und Nordmazedonien sagten aus finanziellen Gründen ab.

Auch das Voting änderte sich. Nach dem Jury-Skandal von 2022 entschied in den Halbfinalen erstmals seit 2007 allein das Publikum. Und Fans aus Ländern, die nicht teilnehmen, durften erstmals online als „Rest der Welt“ mitstimmen.

Loreen gegen Käärijä

Im Finale lief es auf ein Duell hinaus. Loreen gewann die Jurywertung deutlich mit 340 Punkten, Käärijä aus Finnland holte mit „Cha Cha Cha“ das Publikumsvoting mit 376 Punkten. Am Ende lag Schweden mit 583 zu 526 Punkten vorn.

Der Siegersong: „Tattoo“

„Tattoo“ hat Loreen mit Jimmy „Joker“ Thörnfeldt, Jimmy Jansson, Moa „Cazzi Opeia“ Carlebecker, Peter Boström und Thomas G:son geschrieben. Loreen gewann damit nach „Euphoria“ 2012 in Baku zum zweiten Mal. Das hatte vor ihr nur Johnny Logan geschafft. Für Schweden war es der siebte Sieg, damit zog das Land mit Irland gleich.

Unsere Einschätzung: Loreen ist der Beweis, wie viel Vorab-Status und Netzwerk beim ESC ausmachen. Sie ging als die Favoritin ins Rennen, und die Jurys haben das bestätigt. Käärijä dagegen zeigt, was ein Song mit eigenem Move und hohem Wiedererkennungswert beim Publikum auslösen kann. Beide Wege beschreiben wir auf Wie gewinnt man den ESC?.

Loreen steht im Nebel auf einer Box zwischen zwei Bühnenelementen, ESC 2023 in Liverpool
Loreen mit „Tattoo“ bei der Generalprobe zum Finale des ESC 2023 in LiverpoolFoto: Michael Doherty, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
YouTube · Eurovision Song ContestLoreen – „Tattoo“ (ESC 2023)

Beim Laden werden Daten an YouTube übertragen. Direkt auf YouTube ansehen

Der Siegerauftritt beim ESC 2023, offizielles Video der EBU.

Deutschland beim ESC 2023

Lord of the Lost wurden mit „Blood & Glitter“ Letzter von 26. Von den Jurys kamen 3 Punkte, vom Publikum 15, zusammen 18. Es war der neunte letzte Platz Deutschlands und der zweite in Folge nach 2022. Mehr auf Deutschland beim ESC 2023 und in der Übersicht ESC-Platzierungen Deutschlands.

ESC 2023 bei uns im Podcast

Unseren Podcast „Germany 12 Points!“ gibt es seit Februar 2025. Das Finale von Liverpool ist für uns trotzdem eines der wichtigsten Lehrstücke.

In Folge 14 haben wir über die Rolle von PR und Favoritenstatus gesprochen. Katja:

„Wir erinnern uns noch an Loreen, als die gewonnen hatte vorletztes Jahr. Da gab es von vornherein nur eine Bezeichnung Favoritin.“

Katja in Folge 14, 05:36

Alex hat in derselben Folge auf den Unterschied zwischen Jury und Publikum geschaut:

„Das ist ein absoluter Publikumsfavorit gewesen, während Loreen der Juryfavorit gewesen ist.“

Alexander in Folge 14, 07:17

Vorher und nachher

Davor gewannen Kalush Orchestra in Turin: ESC 2022. Danach ging es nach Malmö, wo Nemo für die Schweiz gewann: ESC 2024. Alle Siegerinnen und Sieger seit 1956 stehen in der ESC-Gewinnerliste.

Häufige Fragen

Wer hat den ESC 2023 gewonnen?
Loreen für Schweden mit „Tattoo“. Sie holte 583 Punkte und gewann die Jurywertung mit 340 Punkten. Nach 2012 war es ihr zweiter Sieg, das hatte vorher nur Johnny Logan geschafft.
Welchen Platz hat Finnland beim ESC 2023 gemacht?
Platz 2. Käärijä holte mit „Cha Cha Cha“ 526 Punkte und gewann mit 376 Punkten das Publikumsvoting.
Welchen Platz belegte Deutschland beim ESC 2023?
Den letzten, Platz 26 von 26. Lord of the Lost bekamen mit „Blood & Glitter“ 18 Punkte, 3 von den Jurys und 15 vom Publikum.

Quellen

  1. en.wikipedia.org/wiki/Eurovision_Song_Contest_2023
  2. de.wikipedia.org/wiki/Eurovision_Song_Contest_2023
  3. eurovisionworld.com/eurovision/2023
  4. en.wikipedia.org/wiki/Tattoo_(Loreen_song)
  5. eurovisionworld.com/esc/sweden-loreen-wins-melodifestivalen-2023-with-tattoo

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