ESC 2006 in Athen: Lordi gewinnen mit „Hard Rock Hallelujah“

ESC 2006 in Athen: Lordi gewinnen mit „Hard Rock Hallelujah“ und 292 Punkten Finnlands ersten Titel. Alle Platzierungen, Texas Lightning auf Platz 14.

Aktualisiert am 4 Min. Lesezeit

Menschenmenge vor einer Bühne auf dem Marktplatz Kauppatori in Helsinki beim Lordi-Empfang 2006
Foto: pan-opticon, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Den ESC 2006 gewann Finnland: Lordi holten am 20. Mai 2006 in Athen mit „Hard Rock Hallelujah“ 292 Punkte. Das war ein neuer Punkterekord, der erste Sieg einer Hard-Rock-Band und der erste finnische ESC-Sieg überhaupt. Deutschland landete mit Texas Lightning und „No No Never“ auf Platz 14.

ESC 2006 auf einen Blick

  • Sieger: Lordi (Finnland)
  • Song: „Hard Rock Hallelujah“, Musik und Text Mr. Lordi
  • Punkte: 292
  • Austragungsort: O.A.C.A. Olympic Indoor Hall, Athen, Griechenland
  • Datum: Halbfinale 18. Mai 2006, Finale 20. Mai 2006
  • Moderation: Maria Menounos und Sakis Rouvas
  • Teilnehmer: 37 Länder, 24 Beiträge im Finale
  • Deutschland: Texas Lightning mit „No No Never“, Platz 14 mit 36 Punkten (Deutschland beim ESC 2006)

Die komplette Rangliste des ESC 2006

Alle 24 Beiträge des Finales mit Platz und Punkten, dazu die 13 Länder, die im Halbfinale ausgeschieden sind. Deutschland ist fett markiert.

Endergebnis des ESC 2006 in Athen, Finale am 20. Mai 2006 – Quellen: en- und de-Wikipedia, abgeglichen; Stand 14. Oktober 2026
PlatzLandInterpretSongPunkte
1FinnlandLordi„Hard Rock Hallelujah“292
2RusslandDima Bilan„Never Let You Go“248
3Bosnien und HerzegowinaHari Mata Hari„Lejla“229
4RumänienMihai Trăistariu„Tornerò“172
5SchwedenCarola„Invincible“170
6LitauenLT United„We Are the Winners“162
7UkraineTina Karol„Show Me Your Love“145
8ArmenienAndré„Without Your Love“129
9GriechenlandAnna Vissi„Everything“128
10IrlandBrian Kennedy„Every Song Is a Cry for Love“93
11TürkeiSibel Tüzün„Süper Star“91
12MazedonienElena Risteska„Ninanajna“56
12KroatienSeverina„Moja štikla“56
14NorwegenChristine Guldbrandsen„Alvedansen“36
14DeutschlandTexas Lightning„No No Never“36
16Schweizsix4one„If We All Give a Little“30
16LettlandVocal Group Cosmos„I Hear Your Heart“30
18DänemarkSidsel Ben Semmane„Twist of Love“26
19Vereinigtes KönigreichDaz Sampson„Teenage Life“25
20MoldauArsenium feat. Natalia Gordienko and Connect-R„Loca“22
21SpanienLas Ketchup„Bloody Mary“18
22FrankreichVirginie Pouchain„Il était temps“5
23IsraelEddie Butler„Together We Are One“4
24MaltaFabrizio Faniello„I Do“1

Im Halbfinale ausgeschieden (13 Beiträge)

ESC 2006: nicht für das Finale qualifizierte Beiträge mit Platz und Punkten im Halbfinale – Quellen: en- und de-Wikipedia, abgeglichen; Stand 14. Oktober 2026
HalbfinalePlatzLandInterpretSongPunkte
Halbfinale11PolenIch Troje„Follow My Heart“70
Halbfinale12BelgienKate Ryan„Je t'adore“69
Halbfinale13IslandSilvía Night„Congratulations“62
Halbfinale14AlbanienLuiz Ejlli„Zjarr e ftohtë“58
Halbfinale15ZypernAnnet Artani„Why Angels Cry“57
Halbfinale16SlowenienAnžej Dežan„Mr Nobody“49
Halbfinale17BulgarienMariana Popova„Let Me Cry“36
Halbfinale18EstlandSandra„Through My Window“28
Halbfinale19PortugalNonstop„Coisas de nada“26
Halbfinale20NiederlandeTreble„Amambanda“22
Halbfinale21MonacoSéverine Ferrer„La Coco-Dance“14
Halbfinale22BelarusPolina Smolova„Mum“10
Halbfinale23AndorraJenny„Sense tu“8

So lief der ESC 2006

Zur 51. Ausgabe richtete Griechenland den ESC aus, in der Olympiahalle von Athen. Moderiert haben Maria Menounos und Sakis Rouvas, der 2004 selbst Dritter für Griechenland geworden war. 37 Länder machten mit, Armenien zum ersten Mal. Serbien und Montenegro zog nach einem Streit um den eigenen Vorentscheid zurück, durfte aber trotzdem abstimmen.

Im Halbfinale am 18. Mai gab es ein Jubiläum: Brian Kennedy sang für Irland das 1000. Lied der ESC-Geschichte. Neu war auch die Wertung im Finale. Um Zeit zu sparen, verlasen die Punktesprecher nur noch die 8, 10 und 12 Punkte, die kleineren Wertungen erschienen automatisch auf der Tafel. Das Televoting eröffnete Nana Mouskouri.

Hinter Lordi wurde Russland mit Dima Bilan Zweiter, Bosnien und Herzegowina mit Hari Mata Hari Dritter. Der Abstand war deutlich: Lordi lagen 44 Punkte vor Russland.

Der Siegersong: „Hard Rock Hallelujah“

„Hard Rock Hallelujah“ schrieb Mr. Lordi, der Sänger der Band, selbst. Für Finnland endete damit nach 45 Jahren Teilnahme die längste Durststrecke ohne Sieg, die es bis dahin gab. Und zum ersten Mal gewann eine Hard-Rock-Band, in Monsterkostümen und mit einem Refrain zum Mitgrölen.

Mr. Lordi im Monsterkostüm mit großen Flügeln singt 2006 auf einer Konzertbühne
Mr. Lordi mit Flügeln bei einem Konzert im Jahr 2006Foto: Zarex, Public domain, via Wikimedia Commons

Unsere Einschätzung: Lordi sind der Beweis, dass beim ESC nicht das Genre entscheidet, sondern das Gesamtpaket. Ein Bild, das niemand vergisst, ein Refrain, der nach einmal Hören sitzt, und eine Band, die genau das ist, was sie verkörpert. Mehr dazu in Wie gewinnt man den ESC?

YouTube · Eurovision Song ContestLordi – „Hard Rock Hallelujah“ (ESC 2006)

Beim Laden werden Daten an YouTube übertragen. Direkt auf YouTube ansehen

Der Siegerauftritt beim ESC 2006, offizielles Video der EBU.

Deutschland beim ESC 2006

Texas Lightning holten mit „No No Never“ 36 Punkte und Platz 14, punktgleich mit Norwegen. Damit war Deutschland 2006 das beste Land der Big Four. Den Song hatte Sängerin Jane Comerford geschrieben, zu Hause stand er auf Platz 1 der Singlecharts. Mehr dazu auf Deutschland beim ESC 2006.

ESC 2006 bei uns im Podcast

Dieser Abschnitt ist unsere Meinung als Podcast „Germany 12 Points!“.

In Folge 27 haben wir unsere liebsten ESC-Songs aller Zeiten gesammelt, und Alex hat direkt mit Lordi angefangen:

„[…] Das hat wirklich auch einige unserer ESC-Kriterien schon damals eben erfüllt, und deswegen waren das ein verdienter Sieg.“

Alexander in Folge 27, 02:01

Katja erinnerte sich vor allem an den Überraschungseffekt:

„Also sowas gab es halt noch nie. Und das war, glaube ich, ein Schock für ganz Europa.“

Katja in Folge 27, 02:41

Vorher und nachher

Davor: Helena Paparizou und der Rekord mit 39 Ländern beim ESC 2005 in Kiew. Danach: Helsinki, Verka Serduchka und der Sieg von Marija Šerifović beim ESC 2007. Alle Siegerinnen und Sieger stehen in unserer ESC-Gewinnerliste.

Häufige Fragen

Wer hat den ESC 2006 gewonnen?
Finnland mit der Hard-Rock-Band Lordi und „Hard Rock Hallelujah“. Die Band holte im Finale am 20. Mai 2006 in Athen 292 Punkte, damals Rekord, und den ersten finnischen ESC-Sieg.
Welchen Platz hat Lordi beim ESC 2006 gemacht?
Platz 1. Lordi gewannen mit 292 Punkten vor Russland mit Dima Bilan (248 Punkte) und Bosnien und Herzegowina.
Welchen Platz belegte Deutschland beim ESC 2006?
Platz 14 von 24, punktgleich mit Norwegen. Texas Lightning holten mit „No No Never“ 36 Punkte und waren damit das beste Land der Big Four.

Quellen

  1. en.wikipedia.org/wiki/Eurovision_Song_Contest_2006
  2. de.wikipedia.org/wiki/Eurovision_Song_Contest_2006
  3. eurovision.com/eurovision-song-contest/athens-2006/

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