ESC 1966 in Luxemburg: Udo Jürgens gewinnt mit „Merci, Chérie“

ESC 1966 in Luxemburg: Udo Jürgens gewinnt für Österreich mit „Merci, Chérie“ und 31 Punkten, im dritten Anlauf. Alle Platzierungen, Deutschland.

Aktualisiert am 3 Min. Lesezeit

Symbolbild: ESC-Bühne im Stil der 1960er-Jahre
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Den ESC 1966 gewann Österreich: Udo Jürgens siegte am 5. März 1966 in Luxemburg mit „Merci, Chérie“ und 31 Punkten. Fast doppelt so viele wie Schweden auf Platz 2 mit 16 Punkten. Es war Udos dritter Anlauf in Folge und Österreichs erster ESC-Sieg, zugleich der erste Siegertitel auf Deutsch.

ESC 1966 auf einen Blick

  • Sieger: Udo Jürgens (Österreich)
  • Song: „Merci, Chérie“, Musik Udo Jürgens, Text Udo Jürgens und Thomas Hörbiger
  • Punkte: 31
  • Austragungsort: Villa Louvigny, Luxemburg, Luxemburg
  • Datum: 5. März 1966
  • Moderation: Josiane Shen
  • Teilnehmer: 18 Länder, alle 18 Beiträge im Finale
  • Deutschland: Margot Eskens mit „Die Zeiger der Uhr“, Platz 10 mit 7 Punkten (alle deutschen Platzierungen)

Die komplette Rangliste des ESC 1966

Alle 18 Beiträge des ESC 1966 mit Platz und Punkten. Italien und Monaco blieben ohne Punkte.

Endergebnis des ESC 1966 in Luxemburg, Finale am 5. März 1966 – Quellen: en- und de-Wikipedia, abgeglichen; Stand 14. Oktober 2026
PlatzLandInterpretSongPunkte
1ÖsterreichUdo Jürgens„Merci, Chérie“31
2SchwedenLill Lindfors and Svante Thuresson„Nygammal vals“16
3NorwegenÅse Kleveland„Intet er nytt under solen“15
4BelgienTonia„Un peu de poivre, un peu de sel“14
4IrlandDickie Rock„Come Back to Stay“14
6SchweizMadeleine Pascal„Ne vois-tu pas ?“12
7JugoslawienBerta Ambrož„Brez besed“9
7SpanienRaphael„Yo soy aquél“9
9Vereinigtes KönigreichKenneth McKellar„A Man Without Love“8
10DeutschlandMargot Eskens„Die Zeiger der Uhr“7
10LuxemburgMichèle Torr„Ce soir je t'attendais“7
10FinnlandAnn-Christine„Playboy“7
13PortugalMadalena Iglésias„Ele e ela“6
14DänemarkUlla Pia„Stop – mens legen er go'“4
15NiederlandeMilly Scott„Fernando en Philippo“2
16FrankreichDominique Walter„Chez nous“1
17MonacoTéréza„Bien plus fort“0
17ItalienDomenico Modugno„Dio, come ti amo“0

So lief der ESC 1966

Luxemburg richtete aus, weil France Gall 1965 mit „Poupée de cire, poupée de son“ für das Großherzogtum gewonnen hatte. Gespielt wurde in der Villa Louvigny, durch den Abend führte Josiane Shen. Es traten dieselben 18 Länder an wie im Vorjahr.

Eine Regel kam zurück: Jedes Land musste wieder in einer seiner Landessprachen singen. Auslöser war Schweden, das 1965 auf Englisch angetreten war. Gewertet wurde wie seit 1964: Jede Jury gab 5, 3 und 1 Punkt an ihre drei Favoriten.

Auch abseits der Wertung schrieb 1966 Geschichte: Milly Scott aus den Niederlanden war die erste schwarze Sängerin beim ESC. Und die großen ESC-Nationen Frankreich, Italien und das Vereinigte Königreich landeten diesmal nicht vorne, Italien ging sogar leer aus.

Udo Jürgens war nicht der einzige Rückkehrer. Auch Domenico Modugno, 1958 mit „Nel blu, dipinto di blu“ Dritter, trat zum dritten Mal für Italien an. Mit „Dio, come ti amo“ blieb er diesmal ohne einen einzigen Punkt.

Udo Jürgens beim ESC 1966: „Merci, Chérie“

Udo Jürgens war kein Neuling. Er hatte Österreich schon 1964 (Platz 6) und 1965 (Platz 4) vertreten, 1966 klappte es im dritten Anlauf. Die Musik schrieb er selbst, den Text zusammen mit Thomas Hörbiger. Trotz des französischen Titels ist „Merci, Chérie“ ein deutschsprachiges Lied, und es war das erste auf Deutsch gesungene Siegerlied der ESC-Geschichte.

Unsere Einschätzung: ein Künstler, der seinen Song selbst geschrieben hat, und eine unverwechselbare Handschrift. Udo war schon damals ein Künstler mit klarem Profil, und genau dieses Profil zählt bis heute zu den wichtigsten Punkten in unseren Erfolgsfaktoren für den ESC. Dass es drei Versuche brauchte, macht den Sieg für uns nur sympathischer: Dranbleiben lohnt sich, auch beim ESC.

Udo Jürgens singt 1966 in der Fernsehshow „Hits a Gogo“
Udo Jürgens singt 1966 in der Fernsehshow „Hits a Gogo“ im Road Shark ClubFoto: Comet Photo AG (Zürich), CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
YouTube · Eurovision Song ContestUdo Jürgens – „Merci, Chérie“ (ESC 1966)

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Der Siegerauftritt beim ESC 1966, offizielles Video der EBU.

Deutschland beim ESC 1966

Nach zwei Jahren mit 0 Punkten (1964 und 1965) schickte Deutschland Margot Eskens mit „Die Zeiger der Uhr“. Sie holte 7 Punkte und landete auf dem geteilten Platz 10, punktgleich mit Luxemburg und Finnland. Alle deutschen Ergebnisse findest du in der Übersicht der ESC-Platzierungen Deutschlands.

Vorher und nachher

Davor: Gigliola Cinquettis Kantersieg beim ESC 1964 in Kopenhagen. Danach: Österreich richtet aus, beim ESC 1967 in Wien gewinnt Sandie Shaw. Alle Siegerinnen und Sieger seit 1956 stehen in unserer ESC-Gewinnerliste.

Häufige Fragen

Wann hat Udo Jürgens den ESC gewonnen?
Beim ESC 1966 am 5. März 1966 in Luxemburg. Mit „Merci, Chérie“ holte er 31 Punkte für Österreich, fast doppelt so viele wie Schweden auf Platz 2.
Wie oft war Udo Jürgens beim ESC?
Dreimal hintereinander für Österreich: 1964 wurde er Sechster, 1965 Vierter und 1966 gewann er.
Welchen Platz belegte Deutschland beim ESC 1966?
Den geteilten Platz 10 mit 7 Punkten. Margot Eskens sang „Die Zeiger der Uhr“.

Quellen

  1. en.wikipedia.org/wiki/Eurovision_Song_Contest_1966
  2. de.wikipedia.org/wiki/Eurovision_Song_Contest_1966
  3. de.wikipedia.org/wiki/Merci,_Ch%C3%A9rie
  4. en.wikipedia.org/wiki/List_of_Eurovision_Song_Contest_winners
  5. de.wikipedia.org/wiki/Deutschland_beim_Eurovision_Song_Contest

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