ESC 2014 in Kopenhagen: Conchita Wurst gewinnt mit „Rise Like a Phoenix“

ESC 2014 in Kopenhagen: Conchita Wurst gewinnt für Österreich mit „Rise Like a Phoenix“ und 290 Punkten. Alle Platzierungen, Elaiza auf Platz 18.

Aktualisiert am 5 Min. Lesezeit

Conchita Wurst im goldenen Abendkleid singt mit erhobenem Arm im Scheinwerferlicht, ESC 2014
Foto: Albin Olsson, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Den ESC 2014 gewann Conchita Wurst für Österreich: Mit „Rise Like a Phoenix“ holte sie am 10. Mai 2014 in Kopenhagen 290 Punkte. Für Österreich war es der zweite Sieg, 48 Jahre nach Udo Jürgens 1966. Zweite wurden The Common Linnets aus den Niederlanden. Deutschland landete mit Elaiza und „Is It Right“ auf Platz 18.

ESC 2014 auf einen Blick

  • Sieger: Conchita Wurst (Österreich)
  • Song: „Rise Like a Phoenix“, geschrieben von Charley Mason, Joey Patulka, Ali Zuckowski und Julian Maas
  • Punkte: 290
  • Austragungsort: B&W Hallerne, Kopenhagen, Dänemark
  • Datum: Finale am 10. Mai 2014, Halbfinals am 6. und 8. Mai
  • Moderation: Lise Rønne, Nikolaj Koppel und Pilou Asbæk
  • Teilnehmer: 37 Länder, 26 Beiträge im Finale
  • Deutschland: Elaiza mit „Is It Right“, Platz 18 mit 39 Punkten (Deutschland beim ESC 2014)

Die komplette Rangliste des ESC 2014

Alle 26 Finalbeiträge mit Platz und Punkten, dazu die im Halbfinale ausgeschiedenen Länder. Deutschland ist fett markiert.

Endergebnis des ESC 2014 in Kopenhagen, Finale am 10. Mai 2014 – Quellen: en- und de-Wikipedia, abgeglichen; Stand 14. Oktober 2026
PlatzLandInterpretSongPunkte
1ÖsterreichConchita Wurst„Rise Like a Phoenix“290
2NiederlandeThe Common Linnets„Calm After the Storm“238
3SchwedenSanna Nielsen„Undo“218
4ArmenienAram Mp3„Not Alone“174
5UngarnAndrás Kállay-Saunders„Running“143
6UkraineMariya Yaremchuk„Tick-Tock“113
7RusslandTolmachevy Sisters„Shine“89
8NorwegenCarl Espen„Silent Storm“88
9DänemarkBasim„Cliche Love Song“74
10SpanienRuth Lorenzo„Dancing in the Rain“74
11FinnlandSoftengine„Something Better“72
12RumänienPaula Seling and Ovi„Miracle“72
13SchweizSebalter„Hunter of Stars“64
14PolenDonatan and Cleo„My Słowianie – We Are Slavic“62
15IslandPollapönk„No Prejudice“58
16BelarusTeo„Cheesecake“43
17Vereinigtes KönigreichMolly„Children of the Universe“40
18DeutschlandElaiza„Is It Right“39
19MontenegroSergej Ćetković„Moj svijet“37
20GriechenlandFreaky Fortune feat. RiskyKidd„Rise Up“35
21ItalienEmma„La mia città“33
22AserbaidschanDilara Kazimova„Start a Fire“33
23MaltaFirelight„Coming Home“32
24San MarinoValentina Monetta„Maybe“14
25SlowenienTinkara Kovač„Round and Round“9
26FrankreichTwin Twin„Moustache“2

Im Halbfinale ausgeschieden (11 Beiträge)

ESC 2014: nicht für das Finale qualifizierte Beiträge mit Platz und Punkten im Halbfinale – Quellen: en- und de-Wikipedia, abgeglichen; Stand 14. Oktober 2026
HalbfinalePlatzLandInterpretSongPunkte
Halbfinale 111PortugalSuzy„Quero ser tua“39
Halbfinale 112EstlandTanja„Amazing“36
Halbfinale 113LettlandAarzemnieki„Cake to Bake“33
Halbfinale 114BelgienAxel Hirsoux„Mother“28
Halbfinale 115AlbanienHersi„One Night's Anger“22
Halbfinale 116MoldauCristina Scarlat„Wild Soul“13
Halbfinale 211LitauenVilija„Attention“36
Halbfinale 212IrlandCan-linn feat. Kasey Smith„Heartbeat“35
Halbfinale 213MazedonienTijana„To the Sky“33
Halbfinale 214IsraelMei Finegold„Same Heart“19
Halbfinale 215GeorgienThe Shin and Mariko„Three Minutes to Earth“15

So lief der ESC 2014

Der ESC 2014 war die 59. Ausgabe. Dänemark baute dafür die B&W Hallerne um, alte Werfthallen auf der Insel Refshaleøen in Kopenhagen. Das ganze Gelände wurde zur „Eurovision Island“, das Motto lautete #JoinUs. Moderiert haben Lise Rønne, Nikolaj Koppel und Pilou Asbæk.

Mit 37 Ländern waren so wenige dabei wie zuletzt 2006. Polen und Portugal kehrten zurück, mehrere Länder vor allem aus Südosteuropa sagten ab. Bei den Jurys wurde es transparenter: Die Namen der Jurorinnen und Juroren standen vorab fest, ihre Einzelwertungen wurden nach dem Finale veröffentlicht. Konsequenzen gab es auch: Die georgische Jurywertung wurde für ungültig erklärt, für Georgien zählte nur das Televoting.

Zwei kleine Länder schrieben Geschichte, denn Montenegro und San Marino erreichten erstmals ein Finale. Die Stimmung in der Halle war nicht nur fröhlich. Wenige Wochen nach der russischen Annexion der Krim wurden die Tolmachevy Sisters aus Russland ausgebuht, als ihr Finaleinzug verkündet wurde.

Im Finale war die Sache früh klar: Schon nach der 34. von 37 Länderwertungen, den Punkten aus der Ukraine, stand Conchita Wurst als Siegerin fest. Nach EBU-Angaben sahen 195 Millionen Menschen zu.

Der Siegersong: „Rise Like a Phoenix“

„Rise Like a Phoenix“ schrieben Charley Mason, Joey Patulka, Ali Zuckowski und Julian Maas. Conchita Wurst ist die Drag-Kunstfigur des Österreichers Tom Neuwirth, eine Frau mit Bart. 2012 war sie im österreichischen Vorentscheid noch knapp Zweite hinter Trackshittaz geworden, zwei Jahre später holte sie mit 290 Punkten den Sieg. Auf Platz 2 und 3 folgten The Common Linnets mit „Calm After the Storm“ und Sanna Nielsen für Schweden.

Unsere Einschätzung: „Rise Like a Phoenix“ ist ein Paradebeispiel für einen Song, der als großer TV-Moment funktioniert. Eine Ballade im Stil eines Filmsongs, eine Interpretin mit unverwechselbarem Bild und eine Inszenierung, die alles auf Stimme und Ausdruck setzt. Mehr zu diesen Erfolgsfaktoren steht auf Wie gewinnt man den ESC?.

Conchita Wurst drückt lächelnd die gläserne Mikrofon-Trophäe an sich, Sieger-Pressekonferenz 2014
Conchita Wurst mit der Siegertrophäe bei der Pressekonferenz nach ihrem Sieg beim ESC 2014Foto: Albin Olsson, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
YouTube · Eurovision Song ContestConchita Wurst – „Rise Like a Phoenix“ (ESC 2014)

Beim Laden werden Daten an YouTube übertragen. Direkt auf YouTube ansehen

Der Siegerauftritt beim ESC 2014, offizielles Video der EBU.

Deutschland beim ESC 2014

Für Deutschland fuhren Elaiza, das Trio um Sängerin Ela Steinmetz mit Natalie Plöger am Kontrabass und Yvonne Grünwald am Akkordeon. Die Band hatte sich über das Clubkonzert eine Wildcard für „Unser Song für Dänemark“ gesichert und setzte sich dort in der Endrunde gegen Unheilig durch. In Kopenhagen reichte „Is It Right“ für Platz 18 mit 39 Punkten. Mehr dazu auf Deutschland beim ESC 2014.

ESC 2014 bei uns im Podcast

Dieser Abschnitt ist unsere Meinung als Podcast „Germany 12 Points!“. Für Katja gehört der Siegersong zu den ganz Großen, das hat sie in Folge 27 klargemacht:

„[…] Conchita Wurst mit Rise Like a Phoenix. Das ist ja nun wirklich episch. Das könnte im Film James Bond gespielt werden. […] Also auch dieser Song erfüllt alle ESC-Kriterien.“

Katja in Folge 27, 12:50

Auch unser Gast Molly Sue, beim deutschen Vorentscheid 2026 Dritte, hatte den Auftritt noch im Kopf, als wir in S2 E11 über Shows beim ESC gesprochen haben:

„[…] Rise Like a Phoenix bei Conchita fand ich einfach auch schon mega für damals, sag ich jetzt mal so.“

Molly Sue in S2 E11, 02:25

Das ganze Gespräch gibt es in unserem Interview mit Molly Sue.

Vorher und nachher

Davor: Emmelie de Forest gewinnt für Dänemark beim ESC 2013 in Malmö. Danach: Österreich richtet zum Jubiläum aus, beim ESC 2015 in Wien gewinnt Måns Zelmerlöw. Alle Siegerinnen und Sieger seit 1956 stehen in unserer ESC-Gewinnerliste.

Häufige Fragen

Wer hat den ESC 2014 gewonnen?
Conchita Wurst für Österreich mit „Rise Like a Phoenix“. Sie holte 290 Punkte, Zweite wurden The Common Linnets aus den Niederlanden mit 238 Punkten. Für Österreich war es der zweite Sieg nach 1966.
Welcher Song hat den ESC 2014 gewonnen?
„Rise Like a Phoenix“, geschrieben von Charley Mason, Joey Patulka, Ali Zuckowski und Julian Maas und gesungen von Conchita Wurst.
Welchen Platz belegte Deutschland beim ESC 2014?
Platz 18 von 26. Elaiza bekamen mit „Is It Right“ 39 Punkte.

Quellen

  1. en.wikipedia.org/wiki/Eurovision_Song_Contest_2014
  2. de.wikipedia.org/wiki/Eurovision_Song_Contest_2014
  3. en.wikipedia.org/wiki/Conchita_Wurst
  4. de.wikipedia.org/wiki/Eurovision_Song_Contest_2012
  5. en.wikipedia.org/wiki/Germany_in_the_Eurovision_Song_Contest_2014

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