ESC 2011 in Düsseldorf: Ell & Nikki gewinnen mit „Running Scared“

ESC 2011 in Düsseldorf: Ell & Nikki gewinnen für Aserbaidschan mit „Running Scared“ und 221 Punkten. Alle Platzierungen, Lena auf Platz 10.

Aktualisiert am 5 Min. Lesezeit

Ell & Nikki in Weiß singen umgeben von Tänzerinnen auf der Bühne des Eurovision Song Contest 2011
Foto: JCS; Bearbeitung: César, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Den ESC 2011 gewann Aserbaidschan: Eldar Gasimov und Nigar Jamal holten als Duo Ell & Nikki mit „Running Scared“ am 14. Mai 2011 in Düsseldorf 221 Punkte. Es war der erste Sieg Aserbaidschans. Gastgeber Deutschland landete mit Titelverteidigerin Lena und „Taken by a Stranger“ auf Platz 10.

ESC 2011 auf einen Blick

  • Sieger: Ell & Nikki (Aserbaidschan)
  • Song: „Running Scared“, geschrieben von Stefan Örn, Sandra Bjurman und Iain James Farquharson
  • Punkte: 221
  • Austragungsort: Esprit Arena (während des ESC „Düsseldorf Arena“), Düsseldorf, Deutschland
  • Datum: Finale am 14. Mai 2011, Halbfinals am 10. und 12. Mai
  • Moderation: Anke Engelke, Judith Rakers und Stefan Raab
  • Teilnehmer: 43 Länder, 25 Beiträge im Finale
  • Deutschland: Lena mit „Taken by a Stranger“, Platz 10 mit 107 Punkten (Deutschland beim ESC 2011)

Die komplette Rangliste des ESC 2011

Alle 25 Finalbeiträge mit Platz und Punkten, dazu die im Halbfinale ausgeschiedenen Länder. Deutschland ist fett markiert.

Endergebnis des ESC 2011 in Düsseldorf, Finale am 14. Mai 2011 – Quellen: en- und de-Wikipedia, abgeglichen; Stand 14. Oktober 2026
PlatzLandInterpretSongPunkte
1AserbaidschanEll & Nikki„Running Scared“221
2ItalienRaphael Gualazzi„Madness of Love“189
3SchwedenEric Saade„Popular“185
4UkraineMika Newton„Angel“159
5DänemarkA Friend in London„New Tomorrow“134
6Bosnien und HerzegowinaDino Merlin„Love in Rewind“125
7GriechenlandLoukas Yorkas feat. Stereo Mike„Watch My Dance“120
8IrlandJedward„Lipstick“119
9GeorgienEldrine„One More Day“110
10DeutschlandLena„Taken by a Stranger“107
11Vereinigtes KönigreichBlue„I Can“100
12MoldauZdob și Zdub„So Lucky“97
13SlowenienMaja Keuc„No One“96
14SerbienNina„Čaroban“85
15FrankreichAmaury Vassili„Sognu“82
16RusslandAlexey Vorobyov„Get You“77
17RumänienHotel FM„Change“77
18ÖsterreichNadine Beiler„The Secret Is Love“64
19LitauenEvelina Sašenko„C'est ma vie“63
20IslandSjonni's Friends„Coming Home“61
21FinnlandParadise Oskar„Da Da Dam“57
22UngarnKati Wolf„What About My Dreams?“53
23SpanienLucía Pérez„Que me quiten lo bailao“50
24EstlandGetter Jaani„Rockefeller Street“44
25SchweizAnna Rossinelli„In Love for a While“19

Im Halbfinale ausgeschieden (18 Beiträge)

ESC 2011: nicht für das Finale qualifizierte Beiträge mit Platz und Punkten im Halbfinale – Quellen: en- und de-Wikipedia, abgeglichen; Stand 14. Oktober 2026
HalbfinalePlatzLandInterpretSongPunkte
Halbfinale 111MaltaGlen Vella„One Life“54
Halbfinale 112ArmenienEmmy„Boom Boom“54
Halbfinale 113TürkeiYüksek Sadakat„Live It Up“47
Halbfinale 114AlbanienAurela Gaçe„Feel the Passion“47
Halbfinale 115KroatienDaria„Celebrate“41
Halbfinale 116San MarinoSenit„Stand By“34
Halbfinale 117NorwegenStella Mwangi„Haba Haba“30
Halbfinale 118PortugalHomens da Luta„A luta é alegria“22
Halbfinale 119PolenMagdalena Tul„Jestem“18
Halbfinale 211BelgienWitloof Bay„With Love Baby“53
Halbfinale 212BulgarienPoli Genova„Na inat“48
Halbfinale 213SlowakeiTwiins„I'm Still Alive“48
Halbfinale 214BelarusAnastasia Vinnikova„I Love Belarus“45
Halbfinale 215IsraelDana International„Ding Dong“38
Halbfinale 216MazedonienVlatko Ilievski„Rusinka“36
Halbfinale 217LettlandMusiqq„Angel in Disguise“25
Halbfinale 218ZypernChristos Mylordos„San aggelos s'agapisa“16
Halbfinale 219Niederlande3JS„Never Alone“13

So lief der ESC 2011

Lenas Sieg brachte den ESC 2011 nach Deutschland. Es war die 56. Ausgabe und nach 1957 und 1983 das dritte Mal, dass der Wettbewerb hier stattfand, zum ersten Mal seit der Wiedervereinigung. Offiziell beworben hatten sich Berlin, Hamburg, Hannover und Düsseldorf. Den Zuschlag bekam Düsseldorf mit seiner Fußballarena, die für die ESC-Wochen „Düsseldorf Arena“ hieß. Fortuna Düsseldorf wich für drei Heimspiele in ein mobiles Stadion nebenan aus. Die ersten 32.000 Tickets für das Finale waren schon am ersten Verkaufstag, dem 12. Dezember 2010, weg.

Durch die Shows führten Anke Engelke, Judith Rakers und Stefan Raab, der Deutschland 2000 selbst beim ESC vertreten hatte. Mehr über ihn steht auf unserer Seite über Stefan Raab.

43 Länder nahmen teil, so viele wie bis dahin nur 2008. Italien kehrte nach 14 Jahren zurück und machte aus den „Big Four“ die „Big Five“. Auch Österreich, Ungarn und San Marino waren wieder dabei. Mit Dana International, der Siegerin von 1998, und Lena standen gleich zwei frühere Gewinnerinnen auf der Bühne.

Das Ergebnis war gespalten: Aserbaidschan gewann das Televoting, die Jurys lagen bei Italien. Raphael Gualazzi wurde mit „Madness of Love“ Zweiter, Eric Saade für Schweden Dritter. Die Punkte verteilten sich ungewöhnlich breit, selbst Estland auf dem vorletzten Platz kam noch auf 44 Punkte. Für zwei Länder war 2011 ein Novum: Die Türkei und Armenien schieden zum ersten Mal im Halbfinale aus. Die Show selbst wurde ausgezeichnet, unter anderem mit der Goldenen Rose (Rose d’Or) in der Kategorie Live-Event.

Der Siegersong: „Running Scared“

„Running Scared“ stammt von Stefan Örn, Sandra Bjurman und Iain James Farquharson. Gesungen haben es Eldar Gasimov und Nigar Jamal als Duett. Eldar Gasimov blieb dem ESC treu: Ein Jahr später moderierte er den Wettbewerb in Baku mit.

Unsere Einschätzung: „Running Scared“ war kein Sieg mit Ansage, sondern ein knapper Sieg in einem offenen Jahr. 221 Punkte sind für einen Sieger wenig, und die Jurys hatten einen anderen Favoriten. Gewonnen hat das Duo beim Publikum, mit einem Duett, das die Geschichte des Songs auf der Bühne erzählt. Wie wichtig die Show neben dem Song ist, beschreiben wir auf Wie gewinnt man den ESC?.

Lächelnder Eldar Gasimov bei einer ESC-Pressekonferenz 2011, neben ihm die Flagge Aserbaidschans
Eldar Gasimov bei einer Pressekonferenz des ESC 2011 in DüsseldorfFoto: Christoph Henrichs from Germany, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons
YouTube · Eurovision Song ContestEll & Nikki – „Running Scared“ (ESC 2011)

Beim Laden werden Daten an YouTube übertragen. Direkt auf YouTube ansehen

Live-Auftritt beim ESC 2011, offizielles Video der EBU.

Deutschland beim ESC 2011

Als Gastgeber war Deutschland direkt im Finale. Lena trat als Titelverteidigerin an, mit „Taken by a Stranger“, ausgewählt in der Show „Unser Song für Deutschland“. Damit war sie nach Lys Assia und Corry Brokken erst die dritte Siegerin, die im Jahr nach ihrem Sieg erneut antrat. Mit Startnummer 16 wurde sie Zehnte mit 107 Punkten. Mehr dazu auf Deutschland beim ESC 2011.

Vorher und nachher

Davor: Lena gewinnt für Deutschland beim ESC 2010 in Oslo. Danach: Der ESC zieht nach Aserbaidschan, beim ESC 2012 in Baku gewinnt Loreen. Alle Siegerinnen und Sieger seit 1956 stehen in unserer ESC-Gewinnerliste.

Häufige Fragen

Wer hat den ESC 2011 gewonnen?
Aserbaidschan mit Ell & Nikki und „Running Scared“. Das Duo holte 221 Punkte, Italien wurde mit 189 Punkten Zweiter. Es war der erste Sieg Aserbaidschans.
Wo fand der ESC 2011 statt?
In Düsseldorf, in der Esprit Arena, die während des ESC „Düsseldorf Arena“ hieß. Die Halbfinals liefen am 10. und 12. Mai, das Finale am 14. Mai 2011. Moderiert haben Anke Engelke, Judith Rakers und Stefan Raab.
Welchen Platz belegte Deutschland beim ESC 2011?
Platz 10 von 25. Lena trat als Titelverteidigerin mit „Taken by a Stranger“ an und bekam 107 Punkte.

Quellen

  1. en.wikipedia.org/wiki/Eurovision_Song_Contest_2011
  2. de.wikipedia.org/wiki/Eurovision_Song_Contest_2011
  3. eurovisionworld.com/eurovision/2011/azerbaijan
  4. en.wikipedia.org/wiki/Eurovision_Song_Contest_2012
  5. en.wikipedia.org/wiki/Germany_in_the_Eurovision_Song_Contest_2011

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