ESC 2021 in Rotterdam: Måneskin gewinnen mit „Zitti e buoni“

ESC 2021 in Rotterdam: Måneskin gewinnen mit „Zitti e buoni“ und 524 Punkten für Italien. Alle Platzierungen, Jury gegen Publikum, Deutschland auf 25.

Aktualisiert am 4 Min. Lesezeit

Pyrotechnik und Lichteffekte auf der ESC-Bühne in Rotterdam beim Auftritt Italiens, 2021
Foto: Sietske, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Den ESC 2021 gewann Italien: Måneskin holten am 22. Mai 2021 in Rotterdam mit „Zitti e buoni“ 524 Punkte. Zweite wurde Barbara Pravi mit „Voilà“ für Frankreich, Dritter Gjon's Tears für die Schweiz. Deutschland kam mit Jendrik und „I Don't Feel Hate“ auf Platz 25.

ESC 2021 auf einen Blick

  • Sieger: Måneskin (Italien)
  • Song: „Zitti e buoni“, geschrieben von der Band selbst
  • Punkte: 524 (206 von den Jurys, 318 vom Publikum)
  • Austragungsort: Rotterdam Ahoy, Rotterdam, Niederlande
  • Datum: Halbfinale am 18. und 20. Mai, Finale am 22. Mai 2021
  • Moderation: Chantal Janzen, Edsilia Rombley, Jan Smit und Nikkie de Jager
  • Teilnehmer: 39 Länder, 26 Beiträge im Finale
  • Deutschland: Jendrik mit „I Don't Feel Hate“, Platz 25 mit 3 Punkten (Deutschland beim ESC 2021)

Die komplette Rangliste des ESC 2021

Alle 26 Finalisten mit Gesamtpunkten, Jury- und Publikumspunkten, dazu die Länder, die im Halbfinale ausgeschieden sind. Deutschland ist fett markiert.

Endergebnis des ESC 2021 in Rotterdam, Finale am 22. Mai 2021 – Quellen: en- und de-Wikipedia, abgeglichen; Stand 14. Oktober 2026
PlatzLandInterpretSongPunkteJuryPublikum
1ItalienMåneskin„Zitti e buoni“524206318
2FrankreichBarbara Pravi„Voilà“499248251
3SchweizGjon's Tears„Tout l'univers“432267165
4IslandDaði og Gagnamagnið„10 Years“378198180
5UkraineGo_A„Shum“36497267
6FinnlandBlind Channel„Dark Side“30183218
7MaltaDestiny„Je me casse“25520847
8LitauenThe Roop„Discoteque“22055165
9RusslandManizha„Russian Woman“204104100
10GriechenlandStefania„Last Dance“1709179
11BulgarienVictoria„Growing Up Is Getting Old“17014030
12PortugalThe Black Mamba„Love Is on My Side“15312627
13MoldauNatalia Gordienko„Sugar“1155362
14SchwedenTusse„Voices“1094663
15SerbienHurricane„Loco loco“1022082
16ZypernElena Tsagrinou„El Diablo“945044
17IsraelEden Alene„Set Me Free“937320
18NorwegenTix„Fallen Angel“751560
19BelgienHooverphonic„The Wrong Place“74713
20AserbaidschanEfendi„Mata Hari“653233
21AlbanienAnxhela Peristeri„Karma“572235
22San MarinoSenhit„Adrenalina“503713
23NiederlandeJeangu Macrooy„Birth of a New Age“11110
24SpanienBlas Cantó„Voy a quedarme“660
25DeutschlandJendrik„I Don’t Feel Hate“330
26Vereinigtes KönigreichJames Newman„Embers“000

Im Halbfinale ausgeschieden (13 Beiträge)

ESC 2021: nicht für das Finale qualifizierte Beiträge mit Platz und Punkten im Halbfinale – Quellen: en- und de-Wikipedia, abgeglichen; Stand 14. Oktober 2026
HalbfinalePlatzLandInterpretSongPunkte
Halbfinale 111KroatienAlbina„Tick-Tock“110
Halbfinale 112RumänienRoxen„Amnesia“85
Halbfinale 113SlowenienAna Soklič„Amen“44
Halbfinale 114AustralienMontaigne„Technicolour“28
Halbfinale 115NordmazedonienVasil„Here I Stand“23
Halbfinale 116IrlandLesley Roy„Maps“20
Halbfinale 211DänemarkFyr og Flamme„Øve os på hinanden“89
Halbfinale 212ÖsterreichVincent Bueno„Amen“66
Halbfinale 213EstlandUku Suviste„The Lucky One“58
Halbfinale 214PolenRafał„The Ride“35
Halbfinale 215TschechienBenny Cristo„Omaga“23
Halbfinale 216GeorgienTornike Kipiani„You“16
Halbfinale 217LettlandSamanta Tīna„The Moon Is Rising“14

So lief der ESC 2021: Rotterdam, ein Jahr später

Nach der Absage 2020 bekam Rotterdam eine zweite Chance. Der 65. Eurovision Song Contest fand unter Corona-Auflagen statt: Pro Show waren 3.500 Zuschauerinnen und Zuschauer mit negativem Test in der Halle erlaubt. 26 Acts, die schon für 2020 ausgewählt waren, traten mit neuen Songs an. Daði og Gagnamagnið aus Island konnten nach einem positiven Test in der Band nicht live auftreten, gezeigt wurde eine Probenaufnahme.

Mit 39 Ländern war das Feld kleiner als geplant. Armenien zog zurück, Belarus wurde disqualifiziert, weil auch der zweite eingereichte Song gegen die Regeln verstieß. Und Australien verpasste zum ersten Mal das Finale.

Das Voting wurde zum Duell zwischen Jury und Publikum. Die Jurywertung gewann die Schweiz mit Gjon's Tears (267 Punkte), Måneskin lagen bei den Jurys nur auf Platz 4. Beim Publikum holte die Band dann 318 Punkte und zog an Frankreich vorbei, das mit 499 Punkten Zweiter wurde. Zum ersten Mal seit 1995 sang keiner der ersten drei auf Englisch: Italienisch, Französisch, Französisch.

Am anderen Ende der Tabelle wurde es historisch. Deutschland, Spanien, die Niederlande und das Vereinigte Königreich bekamen im Finale 0 Punkte aus dem Televoting. Das Vereinigte Königreich blieb sogar ganz ohne Punkte, als erstes Land seit Einführung des aktuellen Voting-Systems 2016.

Der Siegersong: „Zitti e buoni“

„Zitti e buoni“ haben die vier Bandmitglieder von Måneskin selbst geschrieben, ein Rocksong auf Italienisch. Für Italien war es der dritte Sieg und der erste seit 1990. Nach Deutschland 2010 gewann damit erst zum zweiten Mal ein Land der Big Five, die automatisch im Finale stehen.

Unsere Einschätzung: Måneskin sind das beste Argument dafür, dass Landessprache beim ESC kein Nachteil sein muss. Entscheidend war, dass die Band eine klare Identität hatte und der Auftritt wie ein Rockkonzert wirkte, nicht wie ein Wettbewerbsbeitrag. Das sind genau die Punkte USP und Show aus unseren Erfolgsfaktoren auf Wie gewinnt man den ESC?.

YouTube · Eurovision Song ContestMåneskin – „Zitti e buoni“ (ESC 2021)

Beim Laden werden Daten an YouTube übertragen. Direkt auf YouTube ansehen

Der Siegerauftritt beim ESC 2021, offizielles Video der EBU.

Deutschland beim ESC 2021

Jendrik sang „I Don't Feel Hate“ und wurde 25. von 26. Seine 3 Punkte kamen alle von den Jurys, aus dem Televoting gab es nichts. Wie Jendrik ausgewählt wurde und was beim Auftritt passierte, steht auf Deutschland beim ESC 2021. Den Überblick über alle Jahre findest du auf ESC-Platzierungen Deutschlands.

ESC 2021 bei uns im Podcast

Unseren Podcast „Germany 12 Points!“ gibt es seit Februar 2025. Auf den ESC 2021 kommen wir trotzdem immer wieder zurück.

Als es in Folge 14 um Songs in Landessprache ging, nannte Alex Italien als Beispiel:

„2021 Italien, aber auch auf Italienisch.“

Alexander in Folge 14, 12:04

Und in Folge 1 erinnerte sich Katja an den zweiten Platz von Barbara Pravi:

„Aber ich habe das noch im Hinterkopf von 2021. Das war ein Bombenauftritt.“

Katja in Folge 1, 06:47

Vorher und nachher

Davor fiel der ESC wegen Corona aus: ESC 2020. Danach ging es nach Turin, wo Kalush Orchestra für die Ukraine gewannen: ESC 2022. Alle Siegerinnen und Sieger seit 1956 stehen in der ESC-Gewinnerliste.

Häufige Fragen

Wer hat den ESC 2021 gewonnen?
Måneskin für Italien mit „Zitti e buoni“. Die Band holte 524 Punkte, davon 318 aus dem Televoting. Bei den Jurys lag sie auf Platz 4, die Jurywertung gewann die Schweiz.
Wo fand der ESC 2021 statt?
Im Rotterdam Ahoy in Rotterdam, Niederlande. Das Finale lief am 22. Mai 2021, unter Corona-Auflagen mit 3.500 Zuschauern pro Show.
Welchen Platz belegte Deutschland beim ESC 2021?
Platz 25 von 26. Jendrik bekam mit „I Don't Feel Hate“ 3 Punkte, alle von den Jurys.

Quellen

  1. en.wikipedia.org/wiki/Eurovision_Song_Contest_2021
  2. de.wikipedia.org/wiki/Eurovision_Song_Contest_2021
  3. eurovisionworld.com/eurovision/2021

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