ESC 2005 in Kiew: Helena Paparizou gewinnt mit „My Number One“

ESC 2005 in Kiew: Helena Paparizou gewinnt mit „My Number One“ und 230 Punkten den ersten Titel für Griechenland. Alle Platzierungen, Gracia wird Letzte.

Aktualisiert am 4 Min. Lesezeit

Der Sportpalast in Kiew mit weißen Zelten davor während des Eurovision Song Contest 2005
Foto: NickK, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Den ESC 2005 gewann Griechenland: Helena Paparizou holte am 21. Mai 2005 in Kiew mit „My Number One“ 230 Punkte. Es war der erste griechische ESC-Sieg. Für Deutschland endete der Abend dagegen bitter: Gracia wurde mit „Run & Hide“ und 4 Punkten Letzte.

ESC 2005 auf einen Blick

  • Sieger: Helena Paparizou (Griechenland)
  • Song: „My Number One“, u. a. von Christos Dantis und Natalia Germanou
  • Punkte: 230
  • Austragungsort: Palace of Sports (Sportpalast), Kiew, Ukraine
  • Datum: Halbfinale 19. Mai 2005, Finale 21. Mai 2005
  • Moderation: Maria Efrosinina und Pavlo Shylko
  • Teilnehmer: 39 Länder (Rekord), 24 Beiträge im Finale
  • Deutschland: Gracia mit „Run & Hide“, Platz 24 mit 4 Punkten (Deutschland beim ESC 2005)

Die komplette Rangliste des ESC 2005

Alle 24 Beiträge des Finales mit Platz und Punkten, dazu die 15 Länder, die im Halbfinale ausgeschieden sind. Deutschland ist fett markiert.

Endergebnis des ESC 2005 in Kiew, Finale am 21. Mai 2005 – Quellen: en- und de-Wikipedia, abgeglichen; Stand 14. Oktober 2026
PlatzLandInterpretSongPunkte
1GriechenlandHelena Paparizou„My Number One“230
2MaltaChiara„Angel“192
3RumänienLuminița Anghel and Sistem„Let Me Try“158
4IsraelShiri Maimon„HaSheket SheNish'ar“154
5LettlandWalters and Kazha„The War Is Not Over“153
6MoldauZdob și Zdub„Boonika bate doba“148
7Serbien und MontenegroNo Name„Zauvijek moja“137
8SchweizVanilla Ninja„Cool Vibes“128
9NorwegenWig Wam„In My Dreams“125
9DänemarkJakob Sveistrup„Talking to You“125
11KroatienBoris Novković feat. Lado members„Vukovi umiru sami“115
12UngarnNox„Forogj, világ“97
13TürkeiGülseren„Rimi Rimi Ley“92
14Bosnien und HerzegowinaFeminnem„Call Me“79
15RusslandNatalia Podolskaya„Nobody Hurt No One“57
16AlbanienLedina Çelo„Tomorrow I Go“53
17MazedonienMartin Vučić„Make My Day“52
18ZypernConstantinos Christoforou„Ela Ela“46
19SchwedenMartin Stenmarck„Las Vegas“30
19UkraineGreenJolly„Razom nas bahato“30
21SpanienSon de Sol„Brujería“28
22Vereinigtes KönigreichJavine„Touch My Fire“18
23FrankreichOrtal„Chacun pense à soi“11
24DeutschlandGracia„Run & Hide“4

Im Halbfinale ausgeschieden (15 Beiträge)

ESC 2005: nicht für das Finale qualifizierte Beiträge mit Platz und Punkten im Halbfinale – Quellen: en- und de-Wikipedia, abgeglichen; Stand 14. Oktober 2026
HalbfinalePlatzLandInterpretSongPunkte
Halbfinale11PolenIvan and Delfin„Czarna dziewczyna“81
Halbfinale12SlowenienOmar Naber„Stop“69
Halbfinale13BelarusAngelica Agurbash„Love Me Tonight“67
Halbfinale14NiederlandeGlennis Grace„My Impossible Dream“53
Halbfinale14IrlandDonna and Joe„Love?“53
Halbfinale16IslandSelma„If I Had Your Love“52
Halbfinale17Portugal2B„Amar“51
Halbfinale18FinnlandGeir Rönning„Why“50
Halbfinale19BulgarienKaffe„Lorraine“49
Halbfinale20EstlandSuntribe„Let's Get Loud“31
Halbfinale21ÖsterreichGlobal.Kryner„Y así“30
Halbfinale22BelgienNuno Resende„Le Grand Soir“29
Halbfinale23AndorraMarian van de Wal„La mirada interior“27
Halbfinale24MonacoLise Darly„Tout de moi“22
Halbfinale25LitauenLaura and the Lovers„Little by Little“17

So lief der ESC 2005

Zur 50. Ausgabe kam der ESC in die Ukraine, in den Sportpalast von Kiew. Mit 39 Ländern gab es wieder einen Teilnehmerrekord. Bulgarien und Moldau waren zum ersten Mal dabei, Ungarn kehrte zum ersten Mal seit 1998 zurück. Der Libanon hatte schon einen Beitrag ausgewählt, zog dann aber zurück, weil das Land den israelischen Beitrag nicht hätte senden dürfen.

Die Show selbst war ein Schaufenster für die Ukraine. Eigentlich sollte Vorjahressiegerin Ruslana moderieren, sie sagte aber ab und trat dafür im Rahmenprogramm auf und führte Interviews im Greenroom. Die Boxer Vitali und Wladimir Klitschko eröffneten das Televoting, Präsident Wiktor Juschtschenko überreichte der Siegerin eine Auszeichnung. Technisch neu: Erstmals lief der ESC im Breitbildformat 16:9.

Das Halbfinale am 19. Mai brachte eine Debüt-Überraschung: Moldau schaffte es mit Zdob și Zdub direkt ins Finale und wurde dort Sechster. Hinter Griechenland landeten Malta mit Chiara und Rumänien. Ganz hinten standen ausgerechnet die vier großen Geldgeber: Deutschland, Frankreich, Spanien und das Vereinigte Königreich belegten die letzten vier Plätze.

Der Siegersong: „My Number One“

„My Number One“ stammt unter anderem von Christos Dantis und Natalia Germanou. Helena Paparizou war keine Unbekannte: 2001 hatte sie Griechenland schon als Teil von Antique vertreten, damals Platz 3. Vier Jahre später holte sie solo den ersten Sieg für ihr Land.

Helena Paparizou singt im bunten Seidenkleid mit Mikrofon bei einem Konzert 2005
Helena Paparizou bei einem Konzert in Chicago, September 2005Foto: HawkeyE, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Unsere Einschätzung: Ein Popsong mit griechischen Klängen, eine Sängerin, die tanzen und singen kann, und eine Choreo, die bis zum letzten Takt durchgezogen wird. Hier stimmt fast alles, was wir in Wie gewinnt man den ESC? als Erfolgsfaktoren beschreiben. Und Paparizou zeigt, dass ein zweiter Anlauf beim ESC kein Makel ist, sondern Erfahrung.

YouTube · Eurovision Song ContestHelena Paparizou – „My Number One“ (ESC 2005)

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Der Siegerauftritt beim ESC 2005, offizielles Video der EBU.

Deutschland beim ESC 2005

Gracia trat mit „Run & Hide“ an und wurde mit 4 Punkten Letzte, Platz 24 von 24. Schon vorher war die Teilnahme umstritten: Produzent David Brandes hatte zugegeben, den Song durch gezielte CD-Käufe in die Charts gebracht zu haben, und wurde aus der deutschen Delegation ausgeschlossen. Die ganze Geschichte steht auf Deutschland beim ESC 2005.

Vorher und nachher

Davor: Ruslana und das erste Halbfinale beim ESC 2004 in Istanbul. Danach: Athen und der Monster-Sieg von Lordi beim ESC 2006. Alle Siegerinnen und Sieger stehen in unserer ESC-Gewinnerliste.

Häufige Fragen

Wer hat den ESC 2005 gewonnen?
Griechenland mit Helena Paparizou und „My Number One“. Sie holte im Finale am 21. Mai 2005 in Kiew 230 Punkte, den ersten griechischen ESC-Sieg.
Wie viele Länder waren beim ESC 2005 dabei?
39 Länder, so viele wie nie zuvor. 25 sangen im Halbfinale, 24 Beiträge standen im Finale. Bulgarien und Moldau waren zum ersten Mal dabei.
Welchen Platz belegte Deutschland beim ESC 2005?
Platz 24 von 24, also Letzter. Gracia bekam mit „Run & Hide“ nur 4 Punkte.

Quellen

  1. en.wikipedia.org/wiki/Eurovision_Song_Contest_2005
  2. de.wikipedia.org/wiki/Eurovision_Song_Contest_2005
  3. eurovision.com/eurovision-song-contest/kyiv-2005/

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