Michael Dierks ist ein deutsch-britischer Schauspieler und Comedian aus Köln, bekannt als Marco Mommsen aus der RTL-Comedy „T.V. Kaiser“ und Sohn des Scorpions-Produzenten Dieter Dierks. Für den deutschen ESC-Vorentscheid 2025, Stefan Raabs „Chefsache ESC“, hat er sich beworben und eine Absage bekommen. Genau deshalb haben wir ihn in „Germany 12 Points!“ eingeladen: zwei Folgen über Bewerbung, Absage und Kindheit im Tonstudio, dazu eine dritte Folge, in der er mit Alex den ESC-Sieg von JJ analysiert.
Steckbrief Michael Dierks
- Geboren: 21. Juli 1970 in Köln, lebt heute in London
- Familie: Sohn von Dieter Dierks, Musikproduzent und Gründer der Dierks Studios, der die Scorpions entdeckt hat
- Ausbildung: Studium an der UCLA in Los Angeles (u. a. Schauspiel, Gesang, Regie)
- TV-Rollen: Marco Mommsen in „T.V. Kaiser“ (RTL, 1996–1999), Nachbar Sascha in „Hausmeister Krause – Ordnung muss sein“ (Sat.1)
- Musik: laut Wikipedia auch Produzent, Komponist und DJ, vor allem House
- ESC: Bewerbung bei „Chefsache ESC 2025“, einer von 3.281 Bewerbern; ausgewählt wurden 24 Acts, er nicht
- Bei uns im Podcast: Folge 11, Folge 12 und Folge 20 (März bis Mai 2025)
Quellen: Wikipedia: Michael Dierks, Crew United, fernsehserien.de, evangelisch.de. Stand: Oktober 2026.
Das Interview: die wichtigsten Aussagen
Alle Zitate stammen wörtlich aus unseren drei Folgen mit Michael Dierks (Zeitangabe = Stelle in der Folge).
„der hat mich darauf gebracht, da sagt er einfach, bewirb dich doch bei Stefan Raab.“
Den Anstoß gab ein Verwandter, der ihm den Bewerbungslink per WhatsApp schickte. Michael drehte in London ein kurzes Video vor dem Elizabeth Tower und füllte das Bewerbungsformular aus: „Das hat wirklich drei Stunden gedauert.“ (5:42)
„Und dann aber mit dem netten, versuch es doch nächstes Jahr nochmal.“
So beschreibt er die Absage, die nach seiner Erinnerung etwa Mitte Januar 2025 kam und sich wie eine Rundmail las.
„if you like it or you hate it, aber es ist eine wahnsinnsgigantische, bombastische Megaproduktion.“
Trotz Absage bleibt er ESC-Fan: Ihn begeistern das Gemeinschaftsgefühl und die Botschaften, die über Musik transportiert werden.
„Harry Styles hat mich erkannt und Stefan Raab nicht.“
Die Pointe zu seiner Geschichte aus London: Beim Joggen in Hampstead habe ihn ein Mann auf seinen Groove angesprochen, der sich am Ende als Harry Styles herausstellte. Das ist seine Schilderung, unabhängig belegt ist die Begegnung nicht.
„aber das war mal echt einmalig, eine Premiere“
Sein Urteil über JJs Siegersong „Wasted Love“ beim ESC 2025. Bei hohen Tönen gehe es nicht nur ums Erreichen, sondern ums Halten: „Das sollte sich ja nicht anhören wie eine ausgeblasene Kerze.“ (5:20)
„Weil im Endeffekt bestimmt, wie gesagt, das Publikum, ob jemand ein Star ist oder wird oder nicht.“
Das sagt er zur Schweizerin Zoë Më, die von den Jurys viele Punkte und vom Publikum keine bekam.
„Dieser Gewinn ist mehr als nur ein Gewinn. Ich glaube an die Menschheit.“
Die drei Folgen im Überblick
Folge 11: Stefan Raab hat ihn für den ESC nicht gewollt
In Folge 11, unserer ersten Folge mit Gast überhaupt, erzählt Michael, wie er von London aus zur Bewerbung für „Chefsache ESC 2025“ kam, was im dreistündigen Formular abgefragt wurde und wie die Absage aussah. Wir sprechen darüber, ob das Alter ein Auswahlkriterium war. Michael antwortet mit Humor und verrät sein Alter nicht. Er singt uns seinen Bewerbungssong vor, einen Schlager, den er „Mein Herz-Song für unseren Erdenplaneten.“ (14:17) nennt. Alex sieht darin ESC-Potenzial, weil Schlager typisch deutsch ist.
Folge 12: Raab schmeißt mich raus, doch Harry Styles liebt mich
In Folge 12 geht es um seinen Weg ins Fernsehen: Ausbildung in Los Angeles, ein selbst geschriebener Schlager-Parodie-Song auf VHS und daraus die Rolle bei „T.V. Kaiser“ („wurde dann diese Rolle Marco Mommsen kreiert“, 3:58). Dazu Geschichten aus den Dierks Studios, in denen er als Kind Bands wie die Scorpions erlebte („die fetteste Band, würde ich mal sagen, sind die Scorpions“, Folge 11, 3:31), und seine verpasste Begegnung mit Michael Jackson in Pulheim. Höhepunkt ist die Harry-Styles-Anekdote aus London.
Folge 20: Siegersong-Analyse nach dem ESC 2025
In Folge 20, aufgenommen in der Nacht nach dem Finale in Basel, ist Michael Alex' Sparringspartner, während Katja krank ist. Die beiden analysieren den Sieg von JJ aus Österreich mit „Wasted Love“, die Nullpunkte im Televoting für die Schweiz, den starken Auftritt der Ukraine und warum allzu sexualisierte Inszenierungen beim Publikum nicht mehr ziehen. Deutschland landete mit Abor & Tynna auf Platz 15.
Unsere Einschätzung
Das ist unsere Meinung, keine Tatsachenbehauptung. Michael Dierks ist der beste Beweis, dass ein ESC-Vorentscheid mehr Geschichten hat als die, die im Fernsehen landen. Bei „Chefsache ESC 2025“ wurden aus 3.281 Bewerbungen 24 Acts ausgewählt. Das Feld war uns damals zu einseitig jung, wir hätten gern auch Acts über 30 oder 35 gesehen. Ob Michael mit seinem Schlager in Basel gepunktet hätte, weiß niemand. Wir finden aber, dass moderner Schlager als typisch deutsches Genre beim ESC eine Chance verdient, weil nationale Eigenheiten international oft gut ankommen. Bühnenpräsenz und Entertainer-Gen bringt Michael jedenfalls mit. Mehr zur Auswahl der deutschen Acts liest du auf unserer Seite zum ESC-Vorentscheid, die Ergebnisse aller Jahre unter Deutschland beim ESC.


