Beim ESC 2023 hat die Band Lord of the Lost Deutschland mit „Blood & Glitter“ vertreten und landete am 13. Mai 2023 in Liverpool auf Platz 26 von 26 mit 18 Punkten. Das war der letzte Platz. 3 Punkte kamen von den Jurys, 15 aus dem Publikumsvoting. Den deutschen Vorentscheid hatte die Band zuvor klar über das Publikum gewonnen.
- Interpreten: Lord of the Lost
- Song: „Blood & Glitter“ (auf Englisch gesungen)
- Komponist/Autoren: Musik Chris Harms und Rupert Keplinger, Text Anthony James Brown, Chris Harms, Pi Stoffers und Rupert Keplinger
- Platz: Platz 26 von 26 (letzter Platz)
- Punkte: 18 (3 von den Jurys, 15 vom Publikum)
- Austragungsort: Liverpool, Vereinigtes Königreich, Finale am 13. Mai 2023
- Vorentscheid: „Unser Lied für Liverpool“ am 3. März 2023 in Köln
Wie Lord of the Lost ausgewählt wurden: „Unser Lied für Liverpool“
Den deutschen Beitrag für 2023 suchte der NDR in der Show „Unser Lied für Liverpool“. Sie lief am 3. März 2023 aus den MMC Studios in Köln, 8 Acts traten an. Gewertet wurde zur Hälfte von 8 internationalen Jurys und zur Hälfte vom Publikum über Online-Voting, Telefon und SMS.
Bei den Jurys lagen Lord of the Lost nur auf Platz 5. Das Publikum gab ihnen dagegen die meisten Punkte. Am Ende hatte die Band 189 Punkte: 43 von den Jurys und 146 vom Publikum. Dahinter folgten Will Church und Ikke Hüftgold mit je 111 Punkten.
Die Musik von „Blood & Glitter“ stammt von Chris Harms und Rupert Keplinger, am Text schrieben außerdem Anthony James Brown und Pi Stoffers mit. Wie der deutsche Vorentscheid seitdem aussieht, erklären wir auf der Seite zum ESC-Vorentscheid.
So lief der ESC 2023 in Liverpool
Als Big-Five-Land war Deutschland direkt für das Finale qualifiziert. Das fand am 13. Mai 2023 in Liverpool statt. Lord of the Lost bekamen 3 Punkte von den nationalen Jurys und 15 Punkte aus dem Publikumsvoting.
Mit 18 Punkten landete „Blood & Glitter“ auf Platz 26 von 26. Für Deutschland war es der zweite letzte Platz in Folge, nach Malik Harris 2022.
Gewonnen hat Schweden: Loreen holte mit „Tattoo“ 583 Punkte und damit ihren zweiten ESC-Sieg nach 2012.
Was der ESC 2023 für Deutschland bedeutet
2023 zeigte ein Muster, das sich durch viele deutsche Jahre zieht. Im eigenen Vorentscheid entscheidet oft das deutsche Publikum. Im ESC-Finale zählen aber die Jurys und das Publikum der anderen Länder. Lord of the Lost waren in Köln der Publikumsliebling und bei den Jurys nur Fünfte. In Liverpool reichte das für den letzten Platz.
Ein Jahr später ging es aufwärts: Isaak kam 2024 auf Platz 12. Alle Ergebnisse seit 1956 stehen in der Übersicht ESC-Platzierungen Deutschlands.
ESC 2023 bei uns im Podcast
Dieser Abschnitt ist unsere Meinung als Podcast „Germany 12 Points!“. Unseren Podcast gibt es seit Februar 2025. Über Lord of the Lost haben wir rückblickend in mehreren Folgen gesprochen, mit der Band selbst nicht.
Als wir in Folge 9 den Klang der Beiträge im Schnelldurchlauf verglichen haben, kam Katja auf 2023 zurück:
„Der Sound war total schwach und vor uns im Schnelldurchlauf war so ein fetter Beat, so richtig so.“
Katja in Folge 9, 15:12
Auch die Bühne hat uns nicht überzeugt. In Folge 25 hat Katja den Auftritt mit der Show von Malta 2025 verglichen:
„Und dann schau dir im Vergleich an mit Lord of the Lost von 2023, die da einfach nur auf der Bühne standen. Dann war da gefühlt ein Gerüst und das war's.“
Katja in Folge 25, 06:21
Bei den Hot Takes in Folge 28 war die Frage, wer nie wieder zum ESC zurückkehren sollte. Katjas Antwort:
„Ich würde tatsächlich unseren ESC-Auftritt von 2023 nicht nochmal schicken.“
Katja in Folge 28, 04:45
Und zum Sieg von Loreen hat Alex in Folge 14 gesagt, woher die Punkte kamen:
„Sie hat nicht mit den Zuschauerpunkten gewonnen, sondern Loreen hat mit den Expertenjurypunkten gewonnen.“
Alexander in Folge 14, 06:46
Unsere Einschätzung: Ein Publikumsliebling im Vorentscheid ist noch kein Kandidat für die Jurys in Europa. Wer gewinnen will, braucht beides, und dazu eine Inszenierung, die für die Kamera gebaut ist. Mehr dazu auf Warum verliert Deutschland beim ESC?.
Deutschland beim ESC: davor und danach
Davor: Malik Harris mit „Rockstars“ auf Deutschland beim ESC 2022. Danach: Isaak mit „Always on the Run“ auf Deutschland beim ESC 2024. Die ganze Geschichte seit 1956 steht auf Deutschland beim ESC.
