Beim ESC 2024 hat Isaak Deutschland mit „Always on the Run“ vertreten und kam am 11. Mai 2024 in Malmö auf Platz 12 von 25 mit 117 Punkten. 99 Punkte kamen von den Jurys, 18 aus dem Publikumsvoting. Es war das beste deutsche Ergebnis seit Platz 4 von Michael Schulte 2018.
- Interpret: Isaak (Isaak Guderian)
- Song: „Always on the Run“ (auf Englisch gesungen)
- Komponist/Autoren: Isaak Guderian, Kevin Lehr, Leo Salminen (Leo Jupiter), Greg Taro
- Platz: Platz 12 von 25
- Punkte: 117 (99 von den Jurys, 18 vom Publikum)
- Austragungsort: Malmö, Schweden (Malmö Arena), Finale am 11. Mai 2024
- Vorentscheid: „Eurovision Song Contest – Das deutsche Finale 2024“ am 16. Februar 2024 in Berlin
Wie Isaak ausgewählt wurde: Das deutsche Finale 2024
Den deutschen Beitrag für Malmö suchten NDR und ARD in der Show „Das deutsche Finale 2024“. Sie lief am 16. Februar 2024 live aus dem Studio Berlin in Adlershof, moderiert von Barbara Schöneberger. 9 Acts traten an. Gewertet wurde zur Hälfte von Jurys aus 8 Ländern und zur Hälfte vom Publikum über Telefon, SMS und online.
Isaak war kein gesetzter Kandidat. Er kam über die Vorrunde „Ich will zum ESC!“ ins Finale. Dort gewann er beide Wertungen und holte jeweils die Höchstpunktzahl:
| Platz | Act | Song | Jury | Publikum | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Isaak | Always on the Run | 12 | 12 | 24 |
| 2 | Max Mutzke | Forever Strong | 10 | 10 | 20 |
| 3 | Ryk | Oh Boy | 5 | 8 | 13 |
Zweiter wurde ausgerechnet Max Mutzke, der Deutschland schon 2004 beim ESC vertreten hatte: Deutschland beim ESC 2004. Isaak selbst hatte vorher vor allem als Straßenmusiker gespielt. Bekannt wurde er 2011 durch die deutsche Ausgabe von „The X Factor“. Wie der Vorentscheid seitdem funktioniert, steht auf unserer Seite zum ESC-Vorentscheid.
So lief der ESC 2024 in Malmö
Als Big-Five-Land war Deutschland direkt für das Finale qualifiziert. Das fand am 11. Mai 2024 in der Malmö Arena statt. Isaak sang mit Startnummer 3.
Die Jurys mochten den Song deutlich mehr als das Publikum: 99 Punkte kamen von den nationalen Jurys, 18 aus dem Televoting. Mit 117 Punkten landete „Always on the Run“ auf Platz 12 von 25.
Gewonnen hat die Schweiz: Nemo holte mit „The Code“ 591 Punkte. Der Sieg brachte den ESC 2025 nach Basel.
Was der ESC 2024 für Deutschland bedeutet
Platz 12 war ein echter Schritt nach vorn. Zwischen 2019 und 2023 war Deutschland nie besser als Platz 25, 2022 und 2023 sogar Letzter. Isaak brach diese Serie und landete erstmals seit 2018 wieder in der oberen Tabellenhälfte.
Gleichzeitig zeigt die Verteilung der Punkte das bekannte deutsche Problem: Beim Publikum in Europa kam der Song kaum an. Ein Jahr später holten Abor & Tynna mit Platz 15 zwar mehr Punkte, aber einen schlechteren Platz. Alle Ergebnisse stehen in der Übersicht ESC-Platzierungen Deutschlands.
ESC 2024 bei uns im Podcast
Dieser Abschnitt ist unsere Meinung als Podcast „Germany 12 Points!“. Unseren Podcast gibt es seit Februar 2025. Den Vorentscheid 2024 haben wir aber schon privat verfolgt und später darauf zurückgeblickt.
In Folge 17 ging es um die Frage, wie Acts überhaupt in den deutschen Vorentscheid kommen. Alex erinnerte an 2024:
„Absolut. Das haben wir auch schon 2024 analysiert für den Vorentscheid.“
Alexander in Folge 17, 01:47
Als „Baller“ 2025 in die Charts einstieg, hat Katja in Folge 8 den Vergleich zu Isaak gezogen:
„[…] der schaffte es letztes Jahr übrigens nur auf Platz 22. Also nicht mit dem Einstieg, sondern es war seine höchste Chartposition.“
Katja in Folge 8, 06:53
Und nach dem ESC 2025 hat Katja in Folge 24 klargestellt, warum mehr Punkte nicht automatisch ein besseres Ergebnis sind:
„Aber das eine ist Platz 12, das andere Platz 15.“
Katja in Folge 24, 02:37
Unsere Einschätzung: Isaak hat die Jurys überzeugt, das Publikum in Europa nicht. Für einen Platz ganz vorne braucht Deutschland beides. Mehr dazu auf Warum verliert Deutschland beim ESC?.
Deutschland beim ESC: davor und danach
Davor: Lord of the Lost mit „Blood & Glitter“ auf Deutschland beim ESC 2023. Danach: Abor & Tynna mit „Baller“ auf Deutschland beim ESC 2025. Die ganze Geschichte seit 1956 steht auf Deutschland beim ESC.

