Beim ESC 2006 trat Deutschland mit Texas Lightning und „No No Never“ an und landete am 20. Mai 2006 in Athen auf Platz 14 von 24 mit 36 Punkten, punktgleich mit Norwegen. Den Song schrieb Jane Comerford, die Sängerin der Band. Im Vorentscheid setzte sich die Band gegen zwei bekannte Namen durch: Thomas Anders und Vicky Leandros.
- Interpreten: Texas Lightning
- Song: „No No Never“
- Komponist/Autoren: Jane Comerford (Musik und Text)
- Platz: Platz 14 von 24 (geteilt mit Norwegen)
- Punkte: 36
- Austragungsort: Athen, Griechenland, 20. Mai 2006
- Vorentscheid: „Der deutsche Vorentscheid 2006 – 50 Jahre Grand Prix“ am 9. März 2006 in Hamburg
Wie Texas Lightning ausgewählt wurde
Der Vorentscheid 2006 war kleiner als in den Jahren davor. Unter dem Titel „Der deutsche Vorentscheid 2006 – 50 Jahre Grand Prix“ traten am 9. März 2006 im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg nur drei Acts an: Texas Lightning, Thomas Anders und Vicky Leandros. Thomas Hermanns moderierte, entschieden hat allein das Publikum.
Vicky Leandros brachte ESC-Erfahrung mit. 1972 hatte sie den ESC für Luxemburg gewonnen, mit „Après toi“. Trotzdem ging der Sieg an Texas Lightning. Die Band bekam 365.361 Stimmen. Wie Thomas Anders und Vicky Leandros untereinander abschnitten, wurde nicht offiziell veröffentlicht.
„No No Never“ stammt komplett von Jane Comerford, die Musik und Text schrieb und den Song auch selbst sang.
So lief der ESC 2006 in Athen
Das Finale fand am 20. Mai 2006 in Athen statt. Deutschland war als „Big Four“-Land direkt im Finale und hatte Startnummer 8.
Texas Lightning holten 36 Punkte. Das reichte für Platz 14 von 24, gleichauf mit Norwegen. Gewonnen hat Finnland: Lordi holten mit „Hard Rock Hallelujah“ 292 Punkte.
Was von „No No Never“ bleibt
In Deutschland war der Song ein Hit. „No No Never“ erreichte Platz 1 der deutschen Singlecharts. Beim ESC sah es anders aus: Platz 14 lag im Mittelfeld. Das zeigt eine Lücke, die Deutschland beim ESC oft begleitet: Was zu Hause funktioniert, funktioniert nicht automatisch in ganz Europa.
Im Vergleich zu 2005 war es trotzdem ein Schritt nach vorn. Ein Jahr vorher war Gracia mit „Run & Hide“ Letzte geworden. Alle deutschen Ergebnisse stehen in der Übersicht ESC-Platzierungen Deutschlands.
ESC 2006 bei uns im Podcast
Dieser Abschnitt ist unsere Einordnung als Podcast „Germany 12 Points!“. Über Texas Lightning haben wir noch keine Folge gemacht.
Der Jahrgang 2006 kam bei uns trotzdem vor, wegen des Siegers. In Folge 27 über die besten ESC-Songs aller Zeiten hat Alex mit Lordi angefangen:
„Ich steige direkt ganz groß ein, und zwar mit Lordi, Hard Rock Hallelujah. Die haben 2006 in Athen den ersten Platz für Finnland gemacht.“
Alexander in Folge 27, 02:01
„Die standen da gar nicht als normale Menschen auf der Bühne, sondern als Monster.“
Katja in Folge 27, 02:26
Unsere Einschätzung: Im selben Finale traten mit Lordi und Texas Lightning zwei Gegensätze an. Lordi setzten auf ein Bild, das niemand vergisst. Texas Lightning setzten auf einen eingängigen, freundlichen Song. Beim ESC gewinnt eher, wer auffällt. Mehr dazu auf Warum verliert Deutschland beim ESC?
Deutschland beim ESC: davor und danach
Davor: Gracia mit „Run & Hide“ auf Deutschland beim ESC 2005. Danach: Roger Cicero mit „Frauen regier’n die Welt“ auf Deutschland beim ESC 2007. Die ganze Geschichte seit 1956 steht auf Deutschland beim ESC.
