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Folge 26: Abor & Tynna von internationalem Vocal-Coach auseinandergenommen!

Cover: Abor & Tynna vom internationalen Vocal-Coach analysiert
ESC-Podcast: Germany 12 Points!
Folge 26: Abor & Tynna von internationalem Vocal-Coach auseinandergenommen!
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Was sagt ein internationaler Vocal-Coach zum ESC-Auftritt von Abor & Tynna? In Folge 26 hörst du die Antwort von Ken Tamplin, Gründer der Ken Tamplin Vocal Academy aus Los Angeles. Wir haben ihn bei unserem Besuch in den Dierks Studios bei Köln getroffen und ihm das Finale von „Baller“ vorgespielt. Dazu gibt es das ganze Gespräch mit Gabriela Gunčíková, die 2016 für Tschechien beim ESC stand, und ein Gerücht um Ed Sheeran.

Die wichtigsten Aussagen

Ein Abend in den Dierks Studios

Die Einladung kam von Michael Dierks, der schon mehrfach bei uns zu Gast war. Sein Vater Dieter Dierks hat in seinen Studios unter anderem mit Michael Jackson und Tina Turner gearbeitet.

„Und Michael hat tatsächlich sein Versprechen eingelöst und hat uns vor zwei Wochen eingeladen in die Studios.“

Katja, 5:12

Von außen wirkt das Gelände unscheinbar, dahinter liegen mehrere Studios. Im größten, Studio 3 mit eigener Bühne, sahen wir ein Live-Konzert, das auch gestreamt wurde, mit Rock-Klassikern wie „Rock You Like a Hurricane“.

Gabriela Gunčíková über das ESC-Rezept

Mitten im Konzert stand plötzlich eine ehemalige ESC-Teilnehmerin auf der Bühne:

„Ihr ganzer Name ist Gabriela Gončíkova und sie hat 2016 Tschechien zum ersten Mal in das Finale des Eurovision Song Contest geführt.“

Alexander, 6:16

Im Interview, das wir auf Englisch einspielen, erzählt Gabriela, dass ihr damaliger Song „I Stand“ eine Pop-Ballade war, bevor sie sich ganz dem Rock zugewandt hat. Ihr Rezept für den ESC: etwas Faszinierendes, gern ein bisschen albern, das sich im Kopf festsetzt und Aufmerksamkeit erzeugt. Musik allein reiche nicht, es gehe um Performance und Showmanship. Als Beispiel nennt sie „Espresso Macchiato“. Für die Karriere sei der ESC kein Risiko, wenn man authentisch auftritt. Sie schwärmt von Måneskin und Lordi, würde selbst aber nicht noch einmal antreten.

Ken Tamplins Urteil über „Baller“

Ken Tamplin hat Schülerinnen und Schüler in Castingshows wie „The Voice“ und „American Idol“ gebracht. Im eingespielten Gespräch sagt er, dass solche Shows ihre Favoriten oft schon früh im Kopf haben, und lobt den ESC dafür, dass er Außenseitern eine weltweite Bühne gibt. Den Song „Baller“ vergleicht er mit Dua Lipa, die House macht: zu repetitiv, er wünscht sich mehr Melodie. Einen Siegersong sieht er darin nicht. Die Stimme findet er „okay“, er würde gern mehr Umfang aus ihr herausholen. Katja fühlt sich bestätigt:

„Ja, Alex, im Prinzip hat er das gesagt, was wir ja die ganze Zeit auch schon immer vorher gesagt haben, dass man das Ding vielleicht einfach ein bisschen melodischer hätte singen müssen und ein bisschen mehr Power in der Stimme.“

Katja, 21:37

Alex liest zwischen den Zeilen noch etwas deutlicher:

„Und es wiederholt sich. Also im Prinzip hat er durch die Blume gesagt, es ist langweilig.“

Alexander, 22:15

Das Gerücht: Ed Sheeran beim ESC?

Ed Sheeran hat in einem Interview mit einem italienischen Radiosender gesagt, er würde gern zum ESC fahren, schaue ihn jedes Jahr und glaube, Großbritannien werde aus politischen Gründen schlecht bewertet. Eine Teilnahme ist reine Spekulation. Uns fällt vor allem die Parallele auf:

„Ja, das sagen alle Deutschen auch über Deutschland, dass es aus politischen Gründen Deutschland nicht gewählt wird.“

Alexander, 16:48

Katja hält dagegen, dass Politik nicht der Grund für schlechte Ergebnisse ist:

„Denn wir haben ja anhand unserer Bewertungskriterien herausgefunden, dass es eben nicht daran liegt.“

Katja, 17:04

Unsere Einordnung

Ken Tamplins Einschätzung ist die eines Gesangsexperten, der den Auftritt einmal gehört hat. Sie deckt sich mit dem, was wir seit dem Vorentscheid sagen: Der Song hat Potenzial, die Live-Umsetzung ließ es liegen. Beim ESC 2025 in Basel landeten Abor & Tynna mit „Baller“ auf Platz 15. Mehr dazu auf der Seite zu Abor & Tynna und im Artikel Warum verliert Deutschland beim ESC?

Gabrielas Hinweis auf Rock passt zur ESC-Geschichte: Lordi gewannen 2006 für Finnland, Måneskin 2021 für Italien. Alle Sieger findest du in der ESC-Gewinner-Liste. Den ersten Ausschnitt aus dem Gespräch mit Gabriela hörst du in Folge 25, mehr über Michael Dierks in Folge 11.

Häufige Fragen zur Folge

Was sagt Vocal-Coach Ken Tamplin zu „Baller“ von Abor & Tynna?
Ken Tamplin findet den Song zu repetitiv und wünscht sich mehr Melodie. Einen Siegersong sieht er darin nicht. Die Stimme nennt er „okay“, er würde gern mehr Umfang herausholen.
Wer ist Gabriela Gunčíková?
Gabriela Gunčíková vertrat Tschechien 2016 in Stockholm mit „I Stand“ beim ESC und brachte das Land damit erstmals ins Finale. Heute macht sie Rockmusik.

Die Folge auf YouTube

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Transkript der Folge

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Katja: Als erster Programmpunkt, guten Tag, steht die Begrüßung auf dem Plan. Guten Tag, meine Damen und Herren, herzlich willkommen zum offiziellen, zum offiziellen, nein das stimmt ja nicht, wir sind ja nicht der offizielle ESC-Podcast, wir wären es aber gern, wenn wir ehrlich sind, Alex, oder?

Alexander: Ja, wir sind der fast offizielle, der ESC-Podcast der Herzen sind wir auf jeden Fall.

Katja: Sozusagen, genau. Germany 12 Points heißt our Podcast. Es ist einfach zu heiß draußen. Ich weiß nicht, wie viel Grad bei euch in Frankfurt, in München, in Köln, in Hamburg und so weiter sind, teilweise ja heute am Sonntag bis zu vier Uhr. 40 Grad, schreibt das gerne mal bei uns in die Kommentare rein. Wie viel Grad ist bei euch? Ich sag mal, bei mir geht es noch, sind 25,7 Grad hier im Wohnzimmer drin, gefühlt irgendwie 80. Wir haben jetzt auch tatsächlich, Alex und ich, über zwei Stunden, ich glaube zweieinhalb Stunden haben wir jetzt versucht, uns zusammenzuschalten.

Alexander: Die Leitungen glühen, deswegen haben wir das nicht geschafft.

Katja: Die Leitungen glühen auch schon, es ist einfach alles zu heiß, keine Technik funktioniert so richtig, beziehungsweise das Internet, irgendwie spinnt heute alles. Ja, genau. Die Leine ist auch schon viel zu warm und schön, dass ihr auf jeden Fall getreten seid.

Alexander: In der heutigen Folge haben wir ein Vogelcoach. Ich kriege hier gerade die Moderation nicht mehr durch.

Katja: Wir sind so fertig, Leute, ihr könnt euch das nicht vorstellen. Wir haben hier wirklich alles versucht. Der Alex sitzt ja in Essen, ich in Düsseldorf. Das heißt, viele Grüße an euch raus, wo auch immer ihr seid, in Brasilien, in den USA, in Finnland, wo wir gerade, Kerr ja auch, quasi. Indirekt zugeschaltet haben, weil wir haben uns gerade mit Kerr ja und dem Eurodap in Stimmung gebracht, um jetzt wieder Kraft und Energie zu haben, bei gefühlt 80 Grad draußen.

Ja, was haben wir mit euch vor? Wir haben heute ganz, ganz tolle Sachen vorbereitet. Wir haben einen international sehr anerkannten Vogelcoach kennengelernt in den Dirk Studios und der nimmt heute Abba und Tünner auseinander. Ja, aber sowas von. Den Auftritt, den ESC-Auftritt von Abba. Ja. Abba und Tünner vorgestellt. Und dann, Alex, was haben wir noch? Ein Gerücht.

Alexander: Dann haben wir noch ein ganz heißes Gerücht mit Ed Sheeran, aber mehr dazu sagen wir später. Mehr gibt es jetzt nicht zu hören. Katja, hast du eigentlich gelesen in der Radio-Szene, wer ist auf der Nummer 1? Wer ist auf der Nummer 1, Katja? Beim ESC, bei den ESC-Podcasts, wer? Sag es.

Katja: Du meinst bei Apple, in der Plattform Apple. Bei Apple, genau. Ich glaube, Alex, ich glaube, es sind wir. Es sind wir! Ich hoffe, niemand von euch, da sind jetzt die Kopfhörer aus den Ohren gefallen. Aber wir haben uns wirklich sehr, sehr, sehr darüber gefreut, dass wir auf Platz 1 der ESC-Podcast sind.

Alexander: Danke, danke, danke an euch.

Katja: Sogar noch vor dem offiziellen Podcast.

Alexander: Ja, das muss man echt mal sagen.

Katja: Das NDR, das offizielle ESC-Podcast des Norddeutschen Rundfunks, haben wir es geschafft. Wenn ihr in die Suche ESC eingebt. Wir sind wirklich der Nummer 1-Podcast bei Apple-Podcast. Und das haben wir nur euch zu verdanken. Dankeschön, Dankeschön. Danke, auf jeden Fall. Ja, für alle, die nicht wissen, was die Radio-Szene ist, das ist eine ganz, ganz große Plattform im Internet. Die gab es schon vor Google. Die ist richtig, richtig alt. Die wird 30 Jahre alt. Ich glaube, seit 1997 gibt es die.

Und dort ist die gesamte Audio- und Radio-Szene vertreten. Deswegen heißt die Plattform auch radioszene.de. Und dort sind wirklich alle, es sind wirklich alle, die Rang und Namen haben im Audio- und Radiobereich. Und ihr könnt dort den Bericht über uns lesen. Klickt euch mal rein auf radioszene.de und dann findet ihr unseren Podcast da auch unter den News auf der Startseite. Wir freuen uns über euch, dass ihr regelmäßig zuhört und dass es immer mehr Hörer werden.

Das ist vor allem das Tolle. Wahnsinn. Also, wenn es euch gefällt und ihr zum ersten, zum zweiten oder dritten Mal dabei seid und noch nicht abonniert habt, ihr wisst ja, was es zu tun gibt. Folgt uns, abonniert uns und das Tolle bei unserem Podcast. Drückt das Pluszeichen. Genau. Keine Folge geht länger als 20 Minuten. Richtig. Das heißt, ihr könnt uns auch mal schnell irgendwo zwischendurch hören. Alex, heute ist ja ein ganz besonderer Podcast und den widmen wir Michael Dierks.

Diese Folge speziell nochmal unserem...

Alexander: Er hat sein Versprechen eingelöst.

Katja: Fast schon Freund. So kann man das ja fast schon sagen. Michael Dierks aus London. Er war im April schon in zwei Podcast-Folgen dabei. Dann nochmal im Mai quasi als meine Vertretung, als ich krank war. Und Michaels Papa ist ein ganz, ganz, ganz, ganz weltberühmter Musikproduzent. Er hat Tynna Turner und Michael Jackson produziert und hat ein riesengroßes Musikproduktionsstudio. Und Michael hatte uns, als er bei uns im Podcast im April war, quasi versprochen,

dass er Papa mal fragt, ob wir mal kommen dürfen. Und Michael hat tatsächlich sein Versprechen eingelöst und hat uns vor zwei Wochen eingeladen in die Studios. Er ist selber auch aus London sogar gekommen. Nicht wegen uns. Das sei dahingesagt, weil die ganze Familie war auch da. Wir haben die ganze Familie Dierks kennengelernt. Papa Dierks, liebe Grüße auch an dich. Dankeschön, dass wir da sein durften, dass es so leckeres Essen gab und dass wir so einen schönen Abend hatten, alle miteinander.

Und es waren ganz, ganz viele verschiedene Menschen da. Und wir haben dich, der May, du warst ja auch schon bei uns Gast. Im Podcast als Sängerin von Fragma mit Talkers Miracle. Dich haben wir auch wieder getroffen. Es war so schön vor zwei Wochen. Und heute gehen wir da nochmal ein bisschen näher drauf ein. Um das nochmal vorzustellen. Es ging tatsächlich auch um den ESC. Wir hätten es nicht gedacht, weil wir wussten ja gar nicht, wer alles da sein wird.

Und plötzlich treffen wir eine ehemalige ESC-Teilnehmerin an, die auch wirklich den ESC in ihrem Land, wir haben beim letzten Mal schon darüber gesprochen, ganz, ganz weit nach vorne. gebracht hat.

Alexander: Ihr ganzer Name ist Gabriela Gončíkova und sie hat 2016 Tschechien zum ersten Mal in das Finale des Eurovision Song Contest geführt. Und seitdem ist in Tschechien richtiges ESC-Fieber ausgebrochen. Jedes Jahr ging das richtig ab.

Einspieler: So what is it now? Almost nine years. Yeah, for Czech Republic. For Czech Republic, right, yeah, it was a song called I Stand. And it was before I fully embraced who I am, which is the rock and metal singer, I would say. And a rock musician.

Katja: And that song, which you performed, was also rock or not?

Einspieler: It was a pop song, actually. It was a ballad. It was the first time we made it into the final in the history. And after that, like, the other contestants were amazing and they made it even further. So since then, it kind of was the curse that we never made it to the final. And after that year, Czech Republic finally started to really embrace the final. It was very magical. I mean, you have an arena. Full of 25, 30 thousand people. It was in Stockholm back then. It was in the globe.

Katja: So what do you think, what does it need to win the Eurovision Song Contest?

Einspieler: I don't know, because I didn't win it. But I think you need to come up with something that is intriguing, maybe a little silly. You know, some lyrics or something that will kind of just get into your head. And you kind of don't know if it's meant seriously or a little silly. But it gets under your skin and grabs attention. That's what it's about. It's not just music, it's also performance and the showmanship, I think. So have you seen the ESC this year?

I haven't watched it. I haven't watched it. I heard a few of the espresso, no? Macchiato. Macchiato. Espresso, macchiato, macchiato, macchiato. So that was a little bit silly too. So see, so see. So that's like the recipe, I would say. Till this day, I cannot really tell if he meant it or he was just... making a joke and now he will have to sing it for the rest of his life. As a punishment.

Katja: So what do you think, for a popular musician, is it dangerous to go there and to be on the stage?

Einspieler: For your career maybe, if you don't win or if you lose? No, no, no, no. I mean, again, look at some of the bands that came out of it. I think you have to know who you are as an artist. And if you are authentic, if you feel like this is you, this is how you want to present yourself for the rest of your life, you go and you do it. And maybe you win.

Alexander: Außerdem hat sie uns gesagt, dass sie die Rockband Måneskin total gut findet. Die hat für Italien 2021 den ESC gewonnen. I remember Måneskin. Do you remember that?

Einspieler: Wonderful band that came out of it, 100%. That immediately caught my attention. I was very happy that it was like a rock band. I remember when Lordi won when I was a kid. Hard rock, hallelujah, amazing. So would you ever go there again?

Katja: If you get the possibility?

Einspieler: I don't think so. There were circumstances back then in 2016 that led me to do it. I don't think I belong in that world anymore. I'm working on my own stuff and it's a different kind of music. But I feel like I'm finally kind of embracing like me authentically. So it just feels a little bit more like what I really want to do and what I want to create.

Katja: Das war Gabriela Gunschikova, die wir rein zufällig in den Dirk Studios getroffen haben. Ja, und plötzlich steht man, der Alex, vor so einem großen ESC-Star, die jetzt sich gefunden hat und eine Rocksängerin ist.

Alexander: Wir haben Gabriela ja auch live im Studio 3 der Dirk Studios gehört. Sie hat live gesungen, ihr neues Ich haben wir sozusagen, ihr neues Musik-Ich haben wir kennengelernt. In einem exklusiven Konzert, könnte man sagen.

Katja: Aber es wurde auch gestreamt, da gehen wir gleich nochmal drauf ein, denn das war der Stream von diesem ganz berühmten Vocal Coach. Ja. Da sagen wir gleich nochmal, wer das ist. Aber Alex, hättest du erwartet, dass die Dirk Studios so groß sind? Also das ist ja wirklich Wahnsinn.

Alexander: Also das ist total krass, was sie da an Technik haben. Ich habe nur schon, als wir in diesem Studio 3 waren, nach den Kameras Ausschau gehalten. Und die hatten so viele Kameras, um das zu filmen. Obwohl das ja eigentlich ein Musikstudio ist. Es geht ja eigentlich gar nicht um Video. Aber die Dirk Studios machen tatsächlich nicht nur Audio-Produktion, sondern die machen tatsächlich auch Musik. Musikproduktion. Videoproduktion. Große Videoproduktion.

Große Videoproduktion. Die haben auch Videos für Michael Jackson damals produziert. In HD und zwar 1997, wo HD überhaupt noch gar kein Thema war. Total krass, oder?

Katja: Und der Papa Dierks, also der Dieter Dierks, der hatte auch richtig krasse Übertragungstrucks. Also die großen Ölwagen, die sind ja sehr, sehr teuer. Die kosten mehrere Millionen Euro. Also der kann da richtig was stemmen. Das ist ein richtiger Medienmodus. Das sind Experten, also nicht nur mit Musik, sondern auch eben mit Fernsehen. Und wir waren ganz ehrlich, wir waren doch ziemlich aufgeregt, als wir dahin gefahren sind, oder? Ja, wir waren total aufgeregt.

Alexander: Wir wussten überhaupt nicht, was uns erwartet, wie es da aussieht. Wir haben auch auf Google Maps vorher nach dem Eingang gesucht und haben ihn nicht gefunden. Das kann ja jetzt auch nicht der Eingang sein, haben wir uns erst gedacht.

Katja: Du musst beschreiben, wie das auf Google Maps aussieht. Das ist von außen, von der Straße aussieht das aus wie so ein kleines Siedlerhaus aus den 30er oder 50er Jahren. Die es auch in Deutschland zuhauf gibt, in Dörfern oder in kleineren Städten. Also wirklich so von außen, von der Straße, total unscheinbar. Und dann ist da nebenauf so eine Kiesauffahrt, ist das glaube ich, auf Kies mit einem großen Parkplatz. Und hinter diesem Haus sind dann noch ganz, ganz viele andere Häuser, die dann wahrscheinlich im Nachgang alle angebaut wurden.

Und da verbergen sich dann eben auch die zahlreichen Studios. Also du hast ja gerade schon von Studio 3 gesprochen, das ist das Größte. Genau. War das das Größte? Das ist das Größte, ja. Ja, genau. Und wenn es ein Studio 3 gibt, dann gibt es auch garantiert ein Studio 1.

Alexander: Da waren wir auch, genau. Und da führt eine Treppe runter.

Katja: Das war doch schon groß, das Studio 1.

Alexander: Da führt eine Marmortreppe runter und der Handlauf, wo man normalerweise sich festhalten kann, der war einfach so eine langgezogene E-Gitarre.

Einspieler: Das ist ja richtig irre.

Katja: Ja, so vier Meter, dieser Handlauf von der Gitarre und dann am Ende war eben diese E-Gitarre. Das war sehr lustig. Genau. Und das Studio 1, das war schon so groß, also wie eine ganze Wohnung, also ohne Technik. Also Technik da, wo die Produzenten sitzen, alleine dort nur die Aufnahmen.

Alexander: Da können wir dann eine Küche reinbauen, damit wir dort aufzeichnen können. Ja, genau.

Katja: Also so groß empfand ich das schon, den Aufnahmebereich, wie eine ganze Wohnung. Und Studio 3, ja das war ein Konzertraum. Mit Bühne. Mit Bühne. Mit einer Bühne.

Alexander: Und irre, also irre. Kann man nur sagen, das ist völlig abgefahren. Und wir wurden da einfach reingeschubst. Wir sind da angekommen, wurden da reingewunken. Wir wussten überhaupt nicht, was auf uns zukommt.

Katja: Wir wussten gar nicht, wo wir hingehen sollten.

Alexander: Und dann steht da Gabriella auf der Bühne mit unseren Musikexperten zusammen. Und das ging halt direkt ab mit Rock You Like A Hurricane und anderen Rocktiteln, die die da gespielt haben. Also unfassbar. Übrigens, Rock You Like A Hurricane ist auch in den Dirk Studios entstanden, tatsächlich, der Song. Von der Netflix-Serie. Du musst mal erklären.

Katja: Genau, das wollte ich gerade sagen. Ja, genau. Und was halt auch krass war, dass wir diese ganzen goldenen Schallplatten, Platin-Schallplatten und, weiß ich, wir haben die ganze Kollektion gesehen, die da die Wände zierte.

Alexander: Und überall drüber thronte Herbert Grönemeyer in Jung.

Katja: Nein, auch Michael Jackson. Ja, ja. Ja, der auch. Der auch ist cool.

Alexander: Der unwichtige Nebenmusiker Michael Jackson. Ja, genau.

Katja: Der hatte tatsächlich Dieter Dierks, also dem die Studios gehören, einen sehr, sehr ausführlichen, na Brief kann man das gar nicht schreiben, aber eine sehr, sehr ausführliche Signatur gegeben vom Plattencover. Die hängt dort auch an der Wand mit dir, Dieter, ich weiß gar nicht mehr, was da alles drauf stand, aber sie war sehr, sehr ausführlich. Ja. Und man hat gemerkt, dass Michael Jackson sehr angetan war, dort in den Studios zu sein. Ja, also es war schon ein toller Abend.

Dankeschön nochmal an alle, dass wir eingeladen wurden. Dankeschön, Damei, dass wir dich getroffen haben. Dankeschön, Michael. Dankeschön, Dieter, falls du unseren Podcast auch hörst. Wir wissen es ja nicht. Wir hoffen es.

Einspieler: Wir hoffen es, genau.

Katja: Und an das gesamte Team, das wir dort getroffen haben. Ja, das war total herzlich und nett. Sehr, sehr herzliche, sehr, sehr nette Menschen. Und wir haben ja vor Ort, eben jetzt kommen wir endlich hin, einen, auch wieder eben durch Zufall, wir wussten ja nicht, was uns alles erwartet. Einen wirklich international renommierten Vocal Coach getroffen.

Alexander: Ja, Katja, da muss ich dich mal noch ein bisschen zurückhalten, denn es gibt ja noch ein Gerücht, das wir erzählen wollen. Uh, schon wieder ein Gerücht. Und zwar Ed Sheeran. Ja, denn es wird derzeit spekuliert, jetzt halte ich fest, es wird spekuliert, ob Ed Sheeran nächstes Jahr beim ESC teilnimmt. Ist das was?

Katja: Ja, das wäre natürlich, das wäre ein Knaller. Ja. Das wäre ein echter Knaller. Was meinst du, was dann los wäre bei den ganzen Girlies?

Einspieler: Ja, eben, eben, eben.

Alexander: Der hat nämlich ein Interview einem italienischen Radiosender gegeben. Dort hat er unter anderem das hier gesagt. I'd like to go.

Einspieler: I watch it every year and have done as a kid. Like it's one of my favorite things to do. Britain has quite a like bad relationship with the Eurovision. It's always like some political thing, where even if we have a good song from our underground, it's usually not voted for because of us being Britain.

Alexander: Also, um das nochmal ganz kurz zusammenzufassen. Er würde gerne zum ESC hingehen. Es ist schon seit Jahren ein großer ESC-Fan. Das ist einer seiner liebsten Dinge überhaupt, hat er gesagt. Und er möchte gerne, dass Großbritannien wieder weit vorne mit dabei ist. Denn er vermutet, dass Großbritannien aus politischen Gründen beim ESC nicht so viele Punkte bekommt. Ob das so stimmt, das glauben wir. Das sagen wir eher nicht.

Katja: Also, das sagen ja auch alle Deutschen immer.

Alexander: Ja, das sagen alle Deutschen auch über Deutschland, dass es aus politischen Gründen Deutschland nicht gewählt wird. Das ist wirklich, das ist total witzig, weil er sagt wirklich genau das Gleiche über England. Genau, keiner mag England aus politischen Gründen, keiner mag Deutschland aus politischen Gründen.

Katja: Und die Deutschen kriegen auch immer keine Punkte. Wir kennen ja alle die Beschwerden aus den letzten Jahren und er beschwert sich auch einfach darüber, ob er das mit der Einstellung ändern kann. Ich sage mal, ich weiß nicht, ich vermute mal auch nicht. Denn wir haben ja anhand unserer Bewertungskriterien herausgefunden, dass es eben nicht daran liegt. Ed Sheeran, wir würden dich gerne nächstes Jahr beim ESC sehen und viele andere auch. Und auch gerne im Podcast.

Einspieler: Und auch gerne bei uns im Podcast haben, auf jeden Fall.

Katja: Wen wir aber im Podcast jetzt haben, weil wir haben ihn getroffen vor zwei Wochen in den Dirk-Studios, ist ein wirklich international bekannter Vocal Coach. Und der heißt Ken Tamplin von der Ken Tamplin Vocal Academy. Ja, heißt ja wie er. Ja, uh.

Einspieler: Das ist ja geil.

Katja: Weißt du, wie viele Abonnenten der auf YouTube hat, Alex? Nee. 1,2 Millionen. Boah. Ja, das ist eine richtige Internetgröße. Und der hat knapp 790.000 Follower auf Facebook und er selber hat uns gesagt, so insgesamt zusammen eine Milliarde Views.

Einspieler: Nur so nebenbei, ne?

Katja: Nur so geschätzt, überschlagsmäßig. Eine Milliarde Views seiner Videos. Das heißt, so ganz klein ist er nicht. Und den haben wir heute bei uns im Podcast und wir haben den in den Dirk-Studios getroffen. Und Ken hat auch ziemlich viele bekannte Schüler schon gehabt.

Einspieler: Ja, I've done a lot. I've had a lot of students in a lot of shows. So La Voz, Mexico. The Voice, US. The Voice, Australia. The Voice, New Zealand. Yeah, a lot of shows. A lot of American Idol. What? American Idol? Yes. Oh my god.

Katja: What do you think for a TV show like American Idol or the Eurovision Song Contest, what do you have to bring to win the show? You know, it's really tough.

Einspieler: Because sometimes I wonder if they've already pre-decided who they want. You know what I mean? The shows are not as cut and dried as you'd think. So they have a darling that they want. But maybe if a surprise comes out and it overtakes that, maybe. But for the most part, they kind of already made up their mind who they have before a lot of this starts. Which is unfortunate, but it's true. For me, Eurovision is really cool because it's so international

and it's been around so long. So that's cool. And I love, you know, the fact that everyone goes way out of their way artistically to do something artistic. And it gives an underdog a chance at a worldwide audience as opposed to just being stuck in their country, Greece or Romania or some country. The whole world gets to see what they do. So you as a vocal coach, what do you think, why does Germany never win the contest? I think it depends on the year and what's going on in the world.

They're looking for a specific thing already. And if it's something more poppy, they go with that. If it's something more dance-related, they go with that. If it's something more house or club, they go with that. So just because you're good doesn't necessarily mean you're going to win. I've seen that happen a lot, unfortunately. It's unfair, but it is what it is.

Alexander: Ken Tamplin is an internationally renowned vocal coach. And we are an ESC-Podcast. And of course we played the final performance of Aber und Hinner in order to get an assessment from him.

Einspieler: It's a little bit like if Dua Lipa went to house music or something. You know what I mean? I mean, it's the same thing over and over. Yeah. I personally would like to hear something a little more melodic. I liked it, but I want it to go somewhere else. You know what I mean? It stays in the same thing for a long time. So I would like to have something more melodic, personally. So what do you think?

Katja: Is that a song to win the contest?

Einspieler: I don't think so. I really don't. I don't know that it has the writing to do that. I'm not saying that it won't, but I have to always be honest. I would just like to hear it be more melodic and not so repetitious. You know, something that was a lot of thought and creativity that went into it rather than something that's repeating over and over again.

Katja: And what do you say about her voice?

Einspieler: It's okay. Like I said, it's like a young Dua Lipa. You know, before she first got started, kind of. That's what it sounds like to me. So no mistakes or wasn't it a little bit curious? There was some tone and stuff, but it didn't knock me out. You know what I mean? But you're talking to a vocal coach who pulls things out of people. So, you know, but yeah, I'd love to get more range out of her. I'd love to get more melodic value out of her, you know.

Katja: So, aber und Töna, jetzt habt ihr gehört, was der Vogelcoach sagt. Vielleicht hören sie ja sogar zu, ne? Ja, Alex, im Prinzip hat er das gesagt, was wir ja die ganze Zeit auch schon immer vorher gesagt haben, dass man das Ding vielleicht einfach ein bisschen melodischer hätte singen müssen und ein bisschen mehr Power in der Stimme. Andere kriegen es ja auch hin im Internet. Da sind wir in der letzten Folge schon drauf eingegangen. Aber ich glaube, er fand es jetzt trotzdem nicht so schlecht.

Oder war das die amerikanische Höflichkeit? Was meinst du?

Alexander: Ich glaube, seine Kritik war daran, dass es generell ein House-Track war. Er hat immer wieder gesagt, das ist ja House und das ist ja typisch für House.

Katja: Und es wiederholt sich, ne?

Alexander: Und es wiederholt sich. Also im Prinzip hat er durch die Blume gesagt, es ist langweilig.

Katja: Ja, ich sage ja amerikanische Höflichkeit. Ken Templin, der international renommierte Vocal Coach aus L.A. war das. Den haben wir getroffen in den Dirk Studios vor zwei Wochen. Ja, und Alex, was ist jetzt? Die Zeit ist um, ne?

Alexander: Und damit sind wir wieder am Ende dieser Folge und sagen Ciao, Kakao!

Katja: Wir freuen uns, wenn ihr das nächste Mal wieder dabei seid. Tschüss, sagen Alex und Katja.

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Der ESC-Podcast, der will, dass Deutschland wieder gewinnt.

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