Beim ESC 1979 holte Deutschland mit der Gruppe Dschinghis Khan und dem Song „Dschinghis Khan“ Platz 4 von 19 mit 86 Punkten, am 31. März 1979 in Jerusalem. Den Song schrieben Ralph Siegel (Musik) und Bernd Meinunger (Text). Die Gruppe war eigens für den ESC zusammengestellt worden.
- Interpreten: Dschinghis Khan
- Song: „Dschinghis Khan“
- Komponist/Autoren: Ralph Siegel (Musik), Bernd Meinunger (Text)
- Platz: Platz 4 von 19
- Punkte: 86
- Austragungsort: Jerusalem, Israel (International Convention Center), 31. März 1979
- Vorentscheid: „Ein Lied für Jerusalem“ am 17. März 1979
Wie Dschinghis Khan entstand und ausgewählt wurde
Dschinghis Khan war keine gewachsene Band. Produzent Ralph Siegel stellte die Gruppe 1979 in München für den ESC zusammen, laut SRF nur acht Wochen vor dem Vorentscheid. Auf der Bühne standen sechs Leute: Louis Hendrik Potgieter, Edina Pop, Henriette Heichel, Wolfgang Heichel, Leslie Mándoki und Steve Bender.
Der Vorentscheid hieß „Ein Lied für Jerusalem“ und lief am 17. März 1979, ausgerichtet vom Bayerischen Rundfunk. Dschinghis Khan gewann mit 4.807 Stimmen. Die Musik des Songs schrieb Ralph Siegel, den Text Bernd Meinunger.
So lief der ESC 1979 in Jerusalem
Der ESC 1979 fand am 31. März 1979 im International Convention Center in Jerusalem statt. 19 Länder traten an. Deutschland hatte Startnummer 9.
Am Ende standen 86 Punkte und Platz 4. Gewonnen hat Gastgeber Israel: Milk and Honey holten mit „Hallelujah“ 125 Punkte. Für Deutschland war Platz 4 das beste Ergebnis seit dem dritten Platz von Mary Roos 1972.
Was von „Dschinghis Khan“ bleibt
Zu Hause wurde der Song ein großer Erfolg: „Dschinghis Khan“ erreichte Platz 1 der westdeutschen Singlecharts.
Für den deutschen ESC war 1979 der Auftakt zu einer starken Phase. 1980 und 1981 wurde Deutschland Zweiter, 1982 gewann Nicole mit „Ein bißchen Frieden“. Die Gruppe Dschinghis Khan selbst löste sich 1985 auf. Alle Ergebnisse seit 1956 findest du in unserer Übersicht ESC-Platzierungen Deutschlands.
ESC 1979 bei uns im Podcast
Dieser Abschnitt ist unsere Einordnung als Podcast „Germany 12 Points!“. Eine eigene Folge über Dschinghis Khan gibt es bei uns noch nicht.
Über den Komponisten und Produzenten Ralph Siegel hat Katja im Gespräch mit Molly Sue gesagt:
„Er ist eigentlich die ESC-Legende.“
Katja in S2 E11, 04:11
In Folge 14 ging es um die Frage, wie Deutschland den ESC wieder gewinnen kann. Einer von Katjas Tipps passt aus unserer Sicht gut zu Dschinghis Khan:
„Bring, ich sag mal, so ein bisschen Folklore rein, optische Folklore, aber interpretiere sie modern.“
Katja in Folge 14, 14:37
Unsere Einschätzung: Dschinghis Khan war ein Konzept-Act mit Kostümen, Choreografie und einem Refrain zum Mitrufen. Genau dieser Mut zur klaren Idee fehlt vielen deutschen Beiträgen der letzten Jahre. Mehr dazu auf Warum verliert Deutschland beim ESC?
Deutschland beim ESC: davor und danach
Drei Jahre vorher sangen die Les Humphries Singers „Sing Sang Song“: Deutschland beim ESC 1976. Ein Jahr später wurde Katja Ebstein mit „Theater“ Zweite: Deutschland beim ESC 1980. Die ganze Geschichte seit 1956 steht auf Deutschland beim ESC.
