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Folge 12: Michael Dierks – Raab schmeißt mich raus – doch Harry Styles liebt mich!

Cover: Michael Dierks über Raabs Rauswurf und Harry Styles
ESC-Podcast: Germany 12 Points!
Folge 12: Michael Dierks – Raab schmeißt mich raus – doch Harry Styles liebt mich!
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Folge 12 ist der zweite Teil unseres Gesprächs mit Michael Dierks, dem Schauspieler und Sänger, den Stefan Raab beim ESC-Vorentscheid „Chefsache ESC 2025“ nicht genommen hat. Nachdem es in Folge 11 um Bewerbung und Absage ging, erzählt Michael diesmal, wie er vom Tonstudio seines Vaters Dieter Dierks nach Los Angeles und zu RTL kam, warum ihn Harry Styles beim Joggen angesprochen hat und wie er Michael Jackson knapp verpasst hat. Eine sehr launige Folge, in der Katja und Alex vor allem eins tun: staunen.

Die wichtigsten Aussagen

Ausbildung in Los Angeles

Nach einem Gespräch im Garten mit seinem Vater flog Michael mit der Band Mother’s Finest, die gerade im Studio aufnahm, nach Kalifornien. Drei bis vier Jahre blieb er dort und machte eine breite Entertainment-Ausbildung an der UCLA:

„Und da habe ich Acting for the Camera und sogar Regie gelernt.“

Michael Dierks, 2:58

Dazu kamen Produktion, Postproduktion und Stand-up-Comedy, inklusive eines Auftritts in einem Club am Sunset Boulevard.

Marko Mommsen und „TV Kaiser“

Zurück in Deutschland drehte Michael ein selbst geschriebenes Parodie-Video, das über Umwege bei einer Autorin landete. Daraus entstand seine Rolle Marko Mommsen in der RTL-Comedy „TV Kaiser“, die Talkshows der 90er parodierte. Michael sieht darin ein Vorbild für eine bekannte Figur aus Raabs Kosmos:

„Und darüber, lange Rede, kurzer Sinn, wurde dann diese Rolle Marco Mommsen kreiert. Für mich ist die Rolle Marco Mommsen eigentlich der Vorreiter von Elton, der bei TV Total dann der TV-Assi wurde.“

Michael Dierks, 3:58

Das ist Michaels persönliche Sicht, er sagt selbst: „Für mich ist das so.“ Später kam ohne Casting die Rolle des Sascha in „Hausmeister Krause“ dazu.

Harry Styles statt Stefan Raab

Die Geschichte, die der Folge ihren Titel gibt: Beim Joggen in Hampstead im Norden Londons spricht ihn ein Mann an und lobt seinen Groove. Erst nach mehrmaligem Nachfragen gibt er sich zu erkennen. Michaels Fazit:

„Harry Styles hat mich erkannt und Stefan Raab nicht.“

Michael Dierks, 8:31

Mit ESC-Bezug: In London hat Michael nach eigener Aussage auch die irischen Zwillinge Jedward getroffen, die 2011 und 2012 für Irland beim ESC angetreten sind, und ein Foto mit ihnen gemacht.

Aufgewachsen zwischen Rockstars

Michael beschreibt seine Kindheit als bodenständig. Er half seiner Oma in der Küche und brachte den Bands, die im Studio aufnahmen, das Essen an den Tisch, darunter laut Michael die Toten Hosen und Herbert Grönemeyer. Mit der Familie reiste er auch zu einem Konzert der Scorpions in Leningrad:

„Da kann ja keiner hin in diese Welt und die Band da spielen zu sehen und in diesem Land sein zu können, wo man ja eigentlich da nicht so hinkommt, das war schon krass und natürlich auch schön, mit der Familie die ganze Zeit zusammen sein zu können.“

Michael Dierks, 13:03

Wie Michael Michael Jackson verpasste

In Los Angeles lief Michael Jackson einmal zufällig an ihm vorbei. Als der Star später ins Studio nach Pulheim kommen sollte, war Michael zum Einweisen eingeteilt:

„Und dann auf einmal hieß es halt, Michael Jackson käme ins Studio und ich sollte aufpassen und den Wagen nach hinten lotsen. Und er kam und kam irgendwie nicht. Und es war so kalt.“

Michael Dierks, 15:33

Michael fuhr weg, und Jackson kam natürlich doch. Katja kann es kaum fassen.

Unsere Einordnung

Ein klassisches ESC-Gespräch ist diese Folge nicht, und das muss sie auch nicht sein. Sie zeigt, wer sich alles für den deutschen Vorentscheid beworben hat: nicht nur Newcomer, sondern auch Leute mit Bühnen- und Fernseherfahrung. Michael hat seine Absage mit Humor genommen. Unser Standpunkt am Ende der Folge ist klar:

„Und wir hätten dich auf jeden Fall in den ESC gelassen, wenn wir das entscheiden dürften.“

Alexander, 19:56

Wie Raabs Vorentscheid funktionierte und wer am Ende gewann, liest du auf unserer Seite zum ESC-Vorentscheid und im Porträt Stefan Raab und der ESC.

Zum Gast

Michael Dierks lebt in London, ist Schauspieler, Comedian und Sänger und der Sohn des Musikproduzenten Dieter Dierks, dessen Studio in Pulheim bei Köln Bands wie die Scorpions geprägt hat. Bekannt wurde Michael als Marko Mommsen in „TV Kaiser“ und als Sascha in „Hausmeister Krause“. Nach dem ESC-Finale 2025 war er noch einmal bei uns und hat den Siegersong von JJ analysiert. Alle Folgen mit ihm findest du auf der Seite Michael Dierks im Interview.

Die Folge auf YouTube

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Transkript der Folge

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Katja: Mann, was war das für eine wilde Folge. Der Podcast mit Michael Dierks und natürlich mit Alex und Katja hier bei Germany 12 Points. Der ESC-Podcast für Alex.

Alexander: Jetzt habe ich den Einstieg verpasst.

Einspieler: Für Fans von Täter, du weißt nicht, wie dein eigener Podcast heißt.

Alexander: Nee, ich glaube, ich muss nochmal auf die Webseite gehen, um zu gucken wieder.

Katja: Wie ist denn der Link von der Webseite? Vielleicht kannst du das...

Alexander: ESC-Podcast.de

Katja: Super. Dann kannst du das nochmal durchlesen, wie unser Podcast heißt. Ja, siehst du, du bist noch ganz durcheinander, weil wir haben ja heute unseren allerersten Gast im Podcast. Bin total geflasht. Das ist Michael Dierks. Michael Dierks mag jetzt nicht allen von euch ein Name sein. Erstmal schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Und Michael, schön, dass du auch noch da bist. Bist du noch da?

Michael Dierks: Ich bin da und ich freue mich. Hallo Alex, hallo Katja. Ja, schön, dass ihr mich wieder da habt.

Katja: So, also ich stelle Michael vielleicht mal ganz, ganz kurz vor. Für alle, die den ersten Teil nicht gehört haben, den ich euch natürlich dringendst empfehle. Das ist die Folge 11 bei uns im ESC-Podcast. Du selbst bist ja gar keine unbekannte Person. Komme ich gleich zu? Dein Papa ist weltberühmt. Dieter Dierks, ein weltberühmter Musikproduzent. Bei euch zu Hause sind Michael Jackson, Tina Turner, die Scorpions und, und, und, und. Ein und ausgegangen. Und du, Michael, bist ja bekannt geworden mit der Comedy TV Kaiser auf RTL.

Und, und da, das war meine absolute Megakult-Serie. Du hast da ja mitgespielt. Ich bin Ruppertler. Michael, erzähl uns gerne mehr über dich. Wir sind super neugierig. Wie bist du eigentlich von Papas Produzentenhaus zu RTL und TV Kaiser gekommen? Wie war da der Weg?

Michael Dierks: Ja, wir saßen im Garten und haben überlegt beim Papa, was soll der Junge eigentlich machen? Da hat der Papa gesagt, hör mal, du bist so künstlerisch talentiert. Warum gehst du nicht einfach nach Hollywood und lernst da deine Ausbildung? Und das Verrückte war, bei uns im Studio damals, unter anderem war das dann die Band Mother's Finest. Die haben da gerade aufgenommen. Also die meinten, ja Michael, you're always invited, you can come to us. Da sag ich, da komme ich nächste Woche mal mit, wenn ihr zurückfliegt.

Da haben sie erst große Augen gemacht, aber die haben mich tatsächlich mitgenommen und hab dann bei denen gewohnt im Malibu. Und mir alles gezeigt. Die haben dann gesagt, ich sollte zu UCLA immer gehen und fuhren mit mir durch Los Angeles. Und ich meine mal UCLA und ich gucke da aus dem Fenster, ich sehe doch LA. UCLA. Ja, ich sehe es doch. Ich verstehe. Das hat länger gedauert, bis ich es verstanden habe. Gut, dann bin ich halt zu dieser UCLA gegangen und habe da quasi einen Vollround Entertainment Ausbildung.

Machen dürfen, genießen können. Mit, jetzt muss ich jetzt ein bisschen angeben, mit 1,4 Minuten Durchschnitt. Und da habe ich Acting for the Camera und sogar Regie gelernt. Produktion, Postproduktion, Comedy, Stand-Up Comedy. Ich bin sogar in Sunset Boulevard in einem Stand-Up Club aufgetreten. Das war so eine Prüfung gewesen. Das waren also drei, vier Jahre in LA. Und kam dann zurück zu Papa und habe dann natürlich ganz aggressiv mich überall beworben.

Und dann habe ich in der Eisdiele, in dem Dorf Pulheim, in der Eisdiele einen Lied selber geschrieben, den Text, der hieß Liebe rahmt mich. Und da hat mich sogar mein Papa und meine Schwester, die ältere Schwester Michaela, gefilmt im Studio, wie ich in einem Smoking so einen abgefragten Schlagerstar irgendwie parodierte mit diesem Liebe rahmt mich Song. Und dann ist das über Umwege zu, ach ey, auf VHS Kassette gekommen. Und da hat mich eine Autorin...

Eine Autorin, die jetzt also eine erfolgreiche Autorin ist, Bettys Diagnose, Annika Höfer, hat zu Produktionsfilmern gesagt, lade doch mal diesen bekloppten Vogel an, der ist so witzig. Und darüber, lange Rede, kurzer Sinn, wurde dann diese Rolle Marco Mommsen kreiert. Für mich ist die Rolle Marco Mommsen eigentlich der Vorreiter von Elton, der bei TV Total dann der TV-Assi wurde.

Einspieler: Das ist abgeguckt.

Michael Dierks: Für mich ist das so.

Einspieler: Sorry, Stefan Rath, du hattest mich nicht genommen.

Michael Dierks: Aber im weiteren Skandal.

Katja: Aber Marco Mommsen sagt mir tatsächlich noch was. Ich hatte damals ab und zu, als ich kleiner war, habe ich TV-Kreiser gesehen. Das war, glaube ich, so eine Parodie auf so die ganzen Talkshows, oder? Richtig.

Michael Dierks: Die haben die ganzen Bärbel Schäfer, Hans Meiser, Andreas Türk parodiert. Das waren Profi-Schauspieler, die dann die Talk-Gäste spielen, die später riesen Topstars wurden. Unter anderem die Anna Loos. Unfassbar. Ganz viele.

Katja: Ganz kurz nur zur Info. Das habe ich ja total vergessen am Anfang zu sagen. Jetzt werden sich einige Leute fragen, was hat denn der jetzt in einem ESC-Podcast verloren? Und zwar die Leute, die den Teil 1 nicht gehört haben, nämlich die Folge 11. Michael Dierks, also du hast dich beworben beim deutschen ESC-Vorentscheid. Wurdest leider nicht genommen. Und deswegen haben wir dich in die Show zu uns eingeladen. Das nochmal ganz kurz zum Hintergrund.

Jetzt möchte ich aber ganz kurz von dir wissen, weil ich bin der absolute Hausmeister Krause-Fan. Der Serie. Wie bist du da dann hingekommen? Da hast du, glaube ich, so einen Schwulen gespielt, ne?

Michael Dierks: Jaja, der hieß Sascha und der wohnte in dem Haus. Und das war ganz lustig. Damals hatte man nämlich diese VHS-Kassetten als Demo-Bänder verschicken müssen. Das ist so, für heutige Zeit, als würde man Rauchzeichen machen und trommeln. Aber das ging dann immer zur Frost. Tom Gerd hat mir später am Set erzählt, die haben immer alle mir gesagt, du, dein Band ist viel zu lang. Das ging, glaube ich, fast 20 Minuten. Wie euer Podcast. Und das Geile war, ich hatte ja als Marco Mommsen ganz viele Leute parodiert.

Unter anderem Michael Jackson, Tina Turner, Tralala, Mo Salma. Und am Schluss eben auch die Dolly Buster. Das war, ist das A oder B oder K? Was für eine blöde Frage. So, und das hat der wohl gesehen. Das war aber ganz am Schluss vom Band. Und ohne Casting, ohne Vorsprechung, kam direkt die Anfrage, ob ich Lust hätte, da in dem Haus zu wohnen. Und das war dann die Rolle Sascha. Und ich war total baff, dass ich da auf einmal in diesem Set. Und diesen Dackel da sehe.

Diese ganze Familie. War dann wirklich so, sehe ich das, sehe ich das.

Katja: Und dann wohnst du ja auch in einer sehr aufregenden Stadt, nämlich in London. In welchem Stadtteil trifft man dich da? Dürfen wir das überhaupt verraten? Im Zentrum.

Michael Dierks: Aber ich muss euch, diese Geschichte muss ich euch erzählen, leider.

Katja: Der Michael ist genauso eine Labertasche wie wir, Alex. Da haben sich drei gefunden.

Michael Dierks: Ich erzähle euch was Böses, was Krasses. Was ich meine. Mit dem Spirit und der Power und der Energie, die Performance auf der Bühne. Ich jogge mit meinen fetten Kopfhörern im Groove, in Musik und tanze halt dabei, weil ich jogge mich immer von Song zu Song. Sonst schaffe ich das nicht. Auf einmal geht ein Typ neben mir und denke schon, oh, ich jogge ja sehr langsam, dass man im Gehen schon schneller ist. Und gibt mir seine Faust und sagt zu mir, I like your Style, I like your Groove, I like your Energy.

Und dann meinte ich zu dem, weil der so nett und höflich war, ich treib mich damit an, der sagt zu mir, keep it that way, bleib so wie du bist, super. Und dann rede ich so mit dem und sag, hör mal, du siehst aus wie der und er reagiert nicht und wir reden weiter und dann hab ich gesagt, ja, ich mach das halt so, dann sagte ich schon wieder zu dem, hör mal, ohne Quatsch, du siehst doch aus wie der und dann sagt er zu mir, ja, vielleicht bin ich es ja.

Und dann denke ich, okay, komisch. Ich geh weiter und dann denke ich, das ist mir zu blöd. Du bist doch. Und dann sagt er, ja, ich bin es. Er geht dann weg, ich hab ihn auch gehen lassen und hab gedacht, halt, stopp, Moment, Moment, Moment, Moment, sofort das Internet, ob der Typ das wirklich war. Und er war es. Und jetzt müsst ihr kurz einmal raten, wer war das, der nur mich auf meine Ausstrahlung, Power, Performance, Energy auf der Straße angesprochen hat.

Oh Gott. Das ist ja schwierig.

Katja: Das ist ja jetzt sehr schwierig. Ich weiß ja nicht, wer in London im Zentrum wohnt, ja. Soll ich sagen? Er hat. Er hat mich angesprochen. Es war Harry Styles. Nein. Boah. Ist nicht dein Ernst?

Michael Dierks: Harry Styles hat mich erkannt und Stefan Raab nicht. Entschuldigung. Dann hättest du mich doch einmal nur einladen können. Nur das.

Einspieler: Ist nicht dein Ernst?

Michael Dierks: Ist mein Ernst. Der Typ hat mir erst mal drei Monate vergoldet. Ich war nur am Fliegen. Ich war wie ein Adelsritter stark und ging schwarz. Das ist doch brutal. Harry Styles.

Katja: In welchem Park warst du da unterwegs von London? Äh, Hampstead. Da wohnen die da alle.

Michael Dierks: Ich habe übrigens auch diese Jetwads getroffen. Auch von hier. Eurovision Song Contest. Die Zwillinge aus Irland. Ach, die hast du auch getroffen. Ja, ich erinnere mich. Auch getroffen. Das sind Alex Hill. Mit der Sturmfrisur. Mit der Sturmfrisur. Die Blonden. Die so.

Einspieler: Ah, ja, ich erinnere mich.

Michael Dierks: Und mit denen habe ich sogar ein Foto gemacht.

Katja: Ich habe jetzt direkt mal mein Telefon auf Google Maps bin ich gegangen, weil ich wollte wissen, wo diese Hampstead Park ist.

Einspieler: Das muss ich jetzt sehen. Das ist im Norden.

Michael Dierks: Das ist so ein Ort, wie so ein Dorf mitten in London trotzdem. Aber es sieht aus wie ein Dorf, wenn man dort ist.

Katja: Es ist nördlich das Zentrum, sehe ich hier gerade. Genau. Richtig? Das sieht richtig.

Michael Dierks: Und das ist eine ganz enge Straße, wie als wäre man in der Eifel in so einem Kuhgraf.

Katja: Und da wohnen die ganzen Stars?

Michael Dierks: Ja, also, dann muss man weitergehen, dann sind da hinten irgendwie dann die Villen. Ah, okay. Also, das ist irgendwie von diesem Dorf, Dorf, wo Cafés sind und so, da ging der halt wahrscheinlich zu seiner Villa.

Katja: Also, die Ecke ist teuer in London. Ja, böse. Und böse.

Michael Dierks: Wäre ich clever gewesen und ich hätte meinen Mund gehalten, ich hätte wahrscheinlich mit denen auch wie unser Podcast 20 Minuten gelabert. Dadurch, dass ich dann so drauf gepocht habe, habe ich den Kot, den habe ich dann geknackt, also kaputt gemacht. Danach ist, ja. Schade. Vielleicht hättest du sonst noch. Ja, aber wie kann man sich selber überlisten?

Katja: Aber vielleicht triffst du den ja dann nochmal. Geh da nochmal. Du musst da wieder joggen gehen. Und vielleicht triffst du ja nochmal Harry Styles. Und ich meine, du bist ja selber Musikerkind. Dein Papa ist ein weltberühmter Produzent. Dieter Dierks hat in Pulheim bei Köln ein weltberühmtes Tonstudio und Michael Jackson aufgenommen, Tina Turner produziert, die Scorpions entdeckt. In dem Studio hängen massenweise goldene Schallplatten. Ich habe es oft in Fotos gesehen.

Michael, wie war eigentlich deine Kindheit, wenn da die Stars ein- und ausgingen? Also, wie war so dein Alltag, an was erinnerst du dich?

Michael Dierks: Meine Oma, wir sind nämlich sehr, sehr bodenständig aufgewachsen und ich habe zum Beispiel damals als Küchenjunge quasi geholfen bei der Oma und habe dann die Teller abgeräumt oder das Essen reingebracht und da saßen untereinander auch die Toten Hosen, die haben ja quasi da auch ganz viele Alben in den Dirk-Studios aufgenommen und die habe ich halt alle gesehen. Dann bin ich zum Grönemeyer und habe dann den Bratkartoffel gebracht, es gab immer schöne Hausmannskostiken.

Meine Oma war auch weltberühmt quasi, leider, wie meine Oma ja dann von uns ging, haben ganz viele, jetzt muss ich auffassen, dass ich nicht emotional werde, weltweite Rockstars, Popstars ihr eine Widmung geschrieben auf Alben, Our Love Goes Out to Ursula Dierks. Heftig. Jetzt muss ich aufpassen, dass ich die Brotkartoffeln…

Katja: Und ihre Bratkartoffeln, die waren ja dann weltberühmt wahrscheinlich. Ja.

Michael Dierks: Die Skorpions und so, das war für uns wie eine riesen Erinnerung. Die Skorpion-Familie, das waren einfach diese Musiker, die immer so lauter mit den langen Haaren, da hatten wir einfach erstmal keine Berührungsängste und das war so normal und man war auch so halt erzogen, dass man da kein Bohei draus macht, die haben sich in dem Ort sicher gefühlt, auch in den Kneipen, die sind ja da immer in die Eckkneipen gegangen. Und jetzt möchte ich eine geile Sache erzählen.

Ja, gerne, gerne. Die Skorpions waren ein Zeitzeuge, also die Skorpions waren die erste Band, die ja in der Sowjetunion hinter dem eisernen Vorhang spielen durften konnten und da waren wir die ganze Familie mit quasi dabei gewesen und das hieß damals Leningrad, also Sankt Petersburg, Leningrad. Wie alt warst du da eigentlich? Weißt du das noch? Kann ich nicht sagen, weil dann weiß man, wie alt ich jetzt bin. Achso. Ah, Katja.

Einspieler: Was hättest du ihnen gehabt? Voll profi. Also es war vor 1900. Es war vor 1900.

Katja: 1990 auf jeden Fall, 1980, aber was war für dich da so besonders, was hast du da so besonders wahrgenommen?

Michael Dierks: Da kann ja keiner hin in diese Welt und die Band da spielen zu sehen und in diesem Land sein zu können, wo man ja eigentlich da nicht so hinkommt, das war schon krass und natürlich auch schön, mit der Familie die ganze Zeit zusammen sein zu können. Vater ist ja ein Workaholic, war ja auch mal schön, dass wir dann alle so immer zusammen waren.

Katja: Das ist ein gutes Stichwort Workaholic, denn dein Papa ist ja immer noch Managing Director, also quasi Geschäftsführer der Dierks Studios in Pulheim mit 82 Jahren, das muss man ja auch mal sagen. Mit 82 Jahren.

Michael Dierks: Wenn du vor ihm stehst, siehst es ihn nicht an. Cool. Das ist ja mega.

Katja: Hast du eigentlich auch Michael Jackson, weil dein Papa hat ja Michael Jackson auch produziert. Hast du Michael Jackson mal persönlich kennengelernt, war der öfter bei euch in Pulheim zu Hause?

Michael Dierks: Also er war, wie gesagt, in den 90er Jahren. Er war in dem Studio. Jetzt ist es aber so, meine Geschichte mit Michael Jackson ist eine eigene Geschichte, und zwar jetzt kommen wir zurück zu dieser Bad Mothers Finest, wie ich damals in L.A. lebte, in den vier Jahren, da habe ich in der Frozen Joghurt Store gearbeitet und daneben war so eine Art Porzellanladen und nach Feierabend ging ich dann zu meinem Wagen auf dem Parkplatz und da kam original Michael Jackson nur mit einem Monster Bodyguard, ging der

an mir mit diesem roten Hemd, dem Hut. Und da hatte der schon diese Maske, in schwarz, ging der an mir vorbei mit dem Monster und kam aus so einer Mercedes raus, so eine 80er S-Klasse war das, in Bordeaux Rot, werde ich nie vergessen. Und ging dann in den Laden rein, hat da was gekauft, ging wieder weg, ich ging sofort in den Laden rein, da habe ich sofort gesagt zu der Verkäuferin, ihr braucht mir nichts sagen, Michael Jackson war gerade hier und das hat er gekauft.

Was? Woher wissen die das? Was heißt das? Aber was hat er gekauft? Diese Karawane, diese. Ah. Achso, ja. Diese Figuren.

Katja: Also du hast ihn dann durch Zufall in L.A. getroffen. Zufall. Ging der an mir vorbei. Und in Pulheim selber bei euch zuhause?

Michael Dierks: Jetzt kommt noch eine Geschichte, bevor der überhaupt nach Pulheim kam, dann kannte ich eine Familie, die hatten zwei Töchter, die wollten immer singen, Whitney Houston, Madonna, alles wurde parodiert und nachgemacht. Und dann hat mich diese Familie, die haben mich mitgenommen zu einer geheimen MTV Music Aufzeichnung für Michael Jackson. Und die Tochter zu diesem Earth Song bringt ihnen den Globe auf die Bühne und das kam immer auf MTV und später ging ich nach Deutschland zurück und hab natürlich Los Angeles vermisst

und sah immer dieses Kind, was ich da kannte mit der Erdkugel, das war so komisch, das zu sehen. Und dann auf einmal hieß es halt, Michael Jackson käme ins Studio und ich sollte aufpassen und den Wagen nach hinten lotsen. Und er kam und kam irgendwie nicht. Und es war so kalt. Und ich war sowas von L.A. verbraten und verwöhnt, da hatte ich keinen Bock mehr und bin abgedüst. Weil ich hatte ihn ja eh schon zweimal gesehen, hab ich mir gesagt, dadurch habe ich ihn knallhart

verpasst. Oh nein! Dann komm! Überleg dir das mal!

Katja: Michael Jackson kommt zu dir nach Hause! Drüber!

Michael Dierks: Leider war ich drunter und drüber.

Katja: Michael Jackson, das muss man sich mal reinziehen, das kann man sich ja gerne, das ist ja unreal. Michael Jackson kommt zu dir. Was mich da geritten hat. Kommt zu dir nach Hause. Ich komme nach Hause und du hast keinen Bock mehr in der Einfahrt zu warten, und dadurch hast du ihn verbracht. Er kann nicht kramen. Er kam natürlich.

Alexander: Aber sehr spät wahrscheinlich dann, ne? Katastrophe! Michael!

Katja: Also, also Michael, also wirklich...

Einspieler: Ich verdreck das heute halt vorbeifahren! Was hat dich da geritten? Was hat dich da geritten? Also wirklich! Ey ey!

Michael Dierks: Ich bin Hollywood veräußert, ich war drüber und drunter. Sag mal wann... Ich hab gedacht, der Kameraden ist ein bisschen verrückt. Ich hab den zweimal gesehen, mir reicht's, bist du blöd. Reicht auch mal wieder.

Katja: Der ist dann aber auch wirklich gekommen zu euch nach Hause.

Michael Dierks: Ja, klar. Der ist ganz toll gewesen, hab ich gehört. Hast du gehört? Von anderen? Nein, das war extrem krass wohl. Das kann man ja alles nachlesen.

Katja: Waren denn eigentlich dein Papa und Michael Jackson auch befreundet?

Michael Dierks: Die haben ja riesen Sachen gemacht. Der hat ja, das kann man ja erzählen, es gab ja in München ein riesen Konzert und das hat er aufgezeichnet. Er hat Recording Mobiles und da kann man auch die Kameras sehen, da steht Dirk Studios drauf, was dann am Fernsehen lief und so, das ist das Bildmaterial von Dirk Studios. Krass. Ich will jetzt nicht zu viel erzählen.

Einspieler: Ja, deswegen bist du hier, wir wollen das natürlich wissen, die Storys. Wir wollen alles hören.

Michael Dierks: Laura, dann müsst ihr vielleicht mit meinem Papa einen Podcast machen. Ja, wenn wir den

Einspieler: wenn du den

Katja: einladen würdest für uns oder den mal fragen würdest. Du bist eigentlich schon wieder die nächste Folge.

Michael Dierks: Ja, ich hörte erst mal das ab, was ich erzählt habe und dann kriege ich meine Idee.

Katja: Kriegst du eins auf den Dötz von ihm? Weiß ich nicht. Aber das wäre doch mal ein Ding, Alex. Wir könnten doch mit deinem Papa zusammen, Michael, könnten wir in seinem Studio, in seinem weltberühmten Studio, den Podcast aufnehmen. Das wäre doch eigentlich Das wäre krass. Das wäre doch krass.

Alexander: Da müssen wir ein paar Spenden ansollen über unsere Webseite.

Katja: Michael, du hast jetzt einen Job.

Einspieler: Du hast jetzt einen Job.

Katja: So kommen wir dann vielleicht doch noch an unsere Aufnahme in den weltberühmten

Einspieler: Dierks Studio mit Papa Dierks persönlich. Das wäre der Hammer.

Michael Dierks: Ich kann mir das auch sogar sehr gut vorstellen und mein Papa ist wirklich der Hammer. Der ist, super cool, super easy.

Katja: Also, das ist jetzt nicht, ich meine das jetzt wirklich ernst. Das ist jetzt nicht nur so dahergesagt. Ich meine das auch ernst. Wenn du das möglich machen könntest, dass wir zu deinem Papa fahren, dort einen Podcast aufzeichnen, mit deinem Papa zusammen, das wäre mir und Alex sicherlich eine riesengroße Ehre und wir würden uns total freuen. Boah, das wäre super.

Michael Dierks: Ja, mit der Aufnahme jetzt muss das ja schon geschehen quasi. Das wäre der Loser. Toll.

Einspieler: Jetzt hast du dich quasi um Kopf und Kragen. Um Kopf und Kragen geredet, aber das macht ja nichts. Dafür bist du ja auch hier.

Michael Dierks: Das finde ich jetzt in der Pflicht. Mach ich gerne, selbstverständlich. Die freuen uns wirklich.

Katja: Michael, wir sind jetzt auch am Ende unserer zweiten Folge mit dir angekommen. Wir danken dir recht, recht herzlich, dass du da warst. Was haben wir alles von dir kennengelernt? Du hast Harry Styles in London im Park getroffen, beziehungsweise er hat dich selber angesprochen, weil du so toll bist. Du hast das aber leider nicht in den deutschen ESC-Vorentscheid gemacht. Aber Harry Styles hat dich entdeckt. Das ist doch viel wichtiger noch.

Alexander: Und wir hätten dich auf jeden Fall in den ESC gelassen, wenn wir das entscheiden dürften.

Michael Dierks: Da will ich es schon einmal vorsteppen.

Katja: Michael, liebe, liebe Grüße zu dir nach London und danke schön, wir freuen uns.

Michael Dierks: Grüße zurück an alle Zuhörer.

Einspieler: Tschüss, macht's gut. Ciao. Ciao.

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Der ESC-Podcast, der will, dass Deutschland wieder gewinnt.

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