
Folge 4 haben Katja und Alex am späten Samstagabend direkt nach dem Halbfinale von Chefsache ESC 2025 aufgenommen. Am 22. Februar 2025 sangen 14 Acts zum ersten Mal ihren möglichen ESC-Song, neun kamen ins Finale am 1. März. Mit einem Ein-Minuten-Timer gehen die beiden ihre Favoriten und Enttäuschungen durch: Moss Kena, Lyza und Benjamin Braatz auf der einen Seite, Cloudy June, Jonathan Henrich und Julika auf der anderen. Und dann ist da noch „Baller“ von Abor & Tynna, das Stefan Raab begeisterte, die beiden Hosts aber noch nicht.
Die wichtigsten Aussagen
Moss Kena bleibt Alex‘ Nummer eins
Moss Kena sang „Nothing Can Stop Love“ und trug eine weiße Federboa. Alex notierte vor allem „Wow“, Katja beschreibt die Stimme so:
„Eine sehr durchdringende, glasklare Stimme. Und wenn er singt, dann hört man wirklich zu.“
Lyza: guter Song, aber Sorge vor dem ESC
Lyza, die in der Vorrunde mit „Voilà“ glänzte, sang „Lovers on Mars“, einen poppigen Song mit Country-Einschlag. Katja erinnert er an Taylor Swift und Miley Cyrus.
„Aber ich habe so ein bisschen Angst, dass der beim ESC untergeht.“
Alex hat der Song erst in der zweiten Hälfte gepackt, als die Country-Elemente stärker herauskamen.
Benjamin Braatz und die Berghütte
Katjas dritter Favorit war Benjamin Braatz mit „Like You Love Me“. Er begann im Publikum mit Gitarre und ging singend auf die Bühne, dazu Lockenkopf, 70er-Sakko und geblümte Krawatte. Alex fand den Einstieg und die Bühnenshow stark, den Song selbst weniger:
„Aber ich finde, der Song ist sehr unauffällig.“
Daher auch der Folgentitel: Katjas Timer-Signal „Berghütte“ klingt für Alex genau wie dieser Song.
Wirkt in der Halle, aber auch im Fernsehen?
Bei Jonathan Henrich mit „Golden Child“ stand das Publikum auf, Katja und Alex hörten vor allem Töne, die nicht saßen. Alex hat eine Erklärung, die Stefan Raab in der Sendung selbst angedeutet hat: Im Saal klingt ein Auftritt durch Hall und Stimmung anders als am Fernseher. Für eine Jury direkt in der Halle sei das heikel:
„Aber die meisten Punkte geben ja nicht die Leute in der Halle beim ESC, sondern eben vor dem Fernseher.“
Auch Cloudy June mit „If Jesus Saw What We Did Last Night“ und Julika mit „Empress“ konnten die beiden nicht überzeugen. Bei Julika erkennt Alex immerhin eine deutliche Steigerung gegenüber der Vorrunde.
„Baller“: Raab begeistert, wir eher nicht
Zum Schluss geht es um Abor & Tynna, die Geschwister aus Wien. Den Refrain finden beide stark:
„Der hat auch richtig reingeballert im Hook, also im Refrain.“
In den Strophen hörte Katja aber Unsicherheiten, und ihr fehlten aufwendige Dance-Sounds, wie man sie vom ESC kennt. Raabs Hinweis auf das Potenzial bei der Gen Z hat Alex kurz bei TikTok nachgeprüft und keinen viralen Trend gefunden. Katjas Fazit:
„So, also Raab war sehr begeistert, wir eher nicht.“
Unsere Einordnung
Ins Finale kamen Feuerschwanz, Benjamin Braatz, Cosby, Abor & Tynna, Leonora, Julika, Lyza, Moss Kena und The Great Leslie. Ausgeschieden sind Cloudy June, Jaln, From Fall to Spring, Jonathan Henrich und Cage. Mit unserem Urteil über „Baller“ lagen wir an diesem Abend daneben, zumindest was das deutsche Publikum angeht: Abor & Tynna gewannen eine Woche später den Vorentscheid mit einer überarbeiteten Fassung des Songs. Wie wir das gesehen haben, hörst du in Folge 6. Beim ESC in Basel landeten sie mit 151 Punkten auf Platz 15. Mehr zum Duo steht auf der Seite zu Abor & Tynna.
Unsere Grundsatzkritik bleibt: Was in der Halle funktioniert, muss nicht im Fernsehen funktionieren, und beim ESC zählen Jury und Publikum vor dem Bildschirm grob je zur Hälfte. Dass Stefan Raab und die Jury diesen Unterschied zu wenig beachten, ist einer der Gründe, die wir unter Warum verliert Deutschland beim ESC? beschreiben.
Häufige Fragen zur Folge
Wer kam im Halbfinale von Chefsache ESC 2025 ins Finale?
Wer ist im Halbfinale von Chefsache ESC 2025 ausgeschieden?
Die Folge auf YouTube
Transkript der Folge
Automatisch erstellt und redaktionell geprüft; kleine Abweichungen zum gesprochenen Wort sind möglich. · Transkript herunterladen (.vtt)
Ganzes Transkript lesen
Katja: Samstagabend, 23.49 Uhr. Alex und Katja hier mit dem ESC-Podcast Germany 12 Points. Schön, dass ihr dabei seid. Alex und ich haben für euch heute hart gearbeitet, damit ihr auf die Piste gehen könnt und trotzdem wisst, was im Halbfinale des deutschen ESC-Vorentscheids lief. Und Alex, der hat jetzt noch gar nicht Hallo gesagt, weil der ist jetzt nochmal in seine Küche gegangen und muss den Kühlschrank ausstecken. Der dröhnt nämlich hier ins Mikro im Hintergrund rein und der weiß jetzt gar nicht, dass ich eigentlich schon angefangen habe mit dem Podcast.
Alexander: Ich höre dir zu. Ich bin da. Ich habe einfach mal ein bisschen zugehört und habe dich einfach mal ein bisschen reden lassen, weil du machst das hier eigentlich ganz gut. Und der Kühlschrank, der fährt jetzt so langsam runter. Das Hintergrundgeräusch sollte jetzt bald weggehen. Ah, jetzt ist es, glaube ich.
Katja: Das hört man, glaube ich, nur ganz genau, wenn man sehr gute Kopfhörer hat. Ja, schön, dass ihr dabei seid. Chefsache ESC 2025 mit Stefan Raab ist gerade zu Ende. Wir mussten, also wir haben uns das angeschaut und haben sogar durchgehalten. Es war schwer, ehrlich gesagt.
Alexander: Es war harte Arbeit. Das habe ich tatsächlich gerade per WhatsApp an Katja geschrieben. Also wir müssen hier wirklich richtig arbeiten.
Katja: Genau, und ihr habt Spaß hier am Sonnabendabend. Und ihr wisst dann trotzdem Bescheid, was abgeht. Ja, ein Wunder, dass wir noch wach sind, beziehungsweise ich wach bin. Ich habe ja schon gar keine Lust mehr gehabt und wäre am liebsten ins Bett gegangen nach der Hälfte der Show, weil, oh man, mich hat es nicht so weggehauen.
Alexander: Es kam schon, also ich hatte tatsächlich, als der Auftritt von Cosby kam, da waren ja so ein paar emotionale Highlights, so ein paar kleine, ganz kleine emotionale Highlights drin, hatte ich so die Hoffnung, dass es ab jetzt, ab jetzt muss. Es ist ja besser werden und dann kam aber lange nichts mehr, bis zu dem einzig wahren, dem wunderschönen Gesicht.
Katja: The Face, das Gesicht, genau.
Alexander: The Face, Mr. Face Man. Moskina.
Katja: Alex, lass uns nochmal kurz erklären, was ist heute Abend abgegangen beim Halbfinale des deutschen ESC-Vorentscheids. 14 Bands, beziehungsweise Sänger standen auf der Bühne, aus denen neun ausgewählt wurden fürs Finale am nächsten Sonnabend. Wann und wo, die Sendetermine findet ihr bei uns. Auf esc-podcast.de, da wisst ihr, wann was zum ESC im Fernsehen zu sehen ist.
Alexander: Und auf der Webseite findet ihr jetzt auch ganz neu unseren Spenden-Link, denn wenn ihr nämlich uns dabei unterstützen wollt, dass wir für euch die Show gewinnen durch diesen Podcast, dann solltet ihr auch auf die Spenden-Links klicken. Dort könnt ihr euch mit dem Zahlungsmittel eurer Wahl, wir haben sogar 150 Kryptowährungen hinzugefügt für die ganz Ausgefuchsten unter euch. 150 Kryptowährungen. Das ist eine Ansage, auch für diejenigen, die uns vielleicht nicht ganz so offen unterstützen möchten und uns vielleicht lieber so ganz nebenbei eine anonyme Spende rüberschieben wollen.
Also die Kryptowährungen sind da und das bleibt jetzt unter uns. Also 5 Dollar habt ihr übrig und ihr schiebt das einfach rüber. Aber wir wollen gewinnen, lasst uns zurück zu Show zurückziehen.
Katja: Übrigens gleich, pass auf, bevor wir anfangen. Ich habe ja jetzt gerade so hier im Hintergrund gelacht und wir haben da so viel Feedback bekommen zu den ersten drei Shows, beziehungsweise Folgen zu unserem Podcast.
Alexander: Ich bin immer noch überwältigt von dem ganzen Feedback.
Katja: Ja, ich auch, das war total viel, wirklich krass. Was war bei dir, Alex, so das krasseste Feedback vielleicht auch?
Alexander: Also Katja Feller hat eine wunderbare Stimme und der Alex, der war auch dabei, das haben die meisten gesagt. Was? Was? So Durchhörbarkeit habe ich jetzt so viel gehört, dass es Spaß macht, da draußen den Podcast zu hören und das hat mich wirklich sehr gefreut. Was hast du so gehört, Katja?
Katja: Ja, danke auf jeden Fall für das Feedback. Wir freuen uns natürlich auch über mehr und dadurch, dass wir jetzt auch bei YouTube sind, könnt ihr uns natürlich auch direkt feedbacken bei unserem ESC-Podcast Germany 12 Points. YouTube-Kanal, genau. Alex, ich habe… Den größten Kritiker aller Zeiten in dieser Woche am Telefon gehabt. Nee. Den größten Kritiker, was glaubst du, wer das sein könnte?
Alexander: Stefan Raab.
Einspieler: Nein, meine Mama. Oh, klappt daneben, aber auch vorbei.
Katja: Ja, genau, meine Mama. Und wo ich jetzt die ganze Zeit wieder lache, das war nämlich genau ihr Feedback. Immer dieses Gegackere dazwischen. Muss das denn sein?
Einspieler: Man kann ja gar nicht zuhören.
Katja: Da habe ich gesagt, Mama oder Mutti, das macht man aber beim Podcast so.
Alexander: Ja, wir geben hier unsere ehrlichen Reaktionen wieder, weil das ist ein 100% authentischer Podcast und wir sind zwar professionelle Analysten, aber…
Katja: Es ist ja auch keine Nachrichtensendung. Genau, wir wollen Spaß haben, es ist ja keine Nachrichtensendung. Tut mir leid, Mama. Ich habe es heute wieder.
Einspieler: Sorry, Mama-Fella.
Katja: So, Alex, pass auf. Ich habe einen Vorschlag. Da unser Podcast ja maximal 20 Minuten dauert und wir dadurch nicht so viel Zeit haben, lass uns im Schnelldurchlauf quasi unsere Favoriten des Halbfinales durchgehen und die, die wir halt gar nicht so toll fanden. Das wäre mein Vorschlag an dich und zwar maximal eine Minute. Ich stelle dir gerade nebenbei den Timer ein. Oh, warte mal, warte mal.
Alexander: Ich muss mal ganz kurz durch meine Notizen blättern. Jetzt bin ich gerade tatsächlich ein bisschen in Schwitzen. Ich bin gut sortiert. Warum ist es denn so warm hier gerade?
Katja: Ja, ich habe mir das alles aufgeschrieben. Ersten, zweiten, ich habe mir die Reihenfolge direkt aufgeschrieben.
Alexander: Ich habe mir auch die Reihenfolge aufgeschrieben, aber ich habe so viele Zettel, dass es dann doch wieder unübersichtlich geworden ist. Aber ich werde mich jetzt einfach vordringeln und werde einfach mit meiner Nummer eins…
Katja: Moment, Moment, Moment, Moment. Noch nicht so schnell, noch nicht so schnell. Ich muss hier gerade mal den Bildschirmschoner rausnehmen. Ja, du musst den Zettel sortieren. Ich kenne das. Ich muss den Bildschirmschoner hier aus meinem Timer rausnehmen, beziehungsweise aus dem Smartphone, weil der geht sonst. Wo finde ich das hier beim iPhone?
Alexander: Du meinst ein atomgetriebenes Timer-Endgerät.
Katja: Sozusagen, genau. Dass der nicht dunkel wird nach 30 Sekunden. Wo war denn das hier? Das sieht ja alles anders aus bei dem neuen.
Alexander: Ja, und das war es auch schon wieder von diesem Podcast. Die Zeit läuft gerade ab.
Katja: So, jetzt habe ich es gefunden. Genau, die 20 Minuten sind um.
Alexander: Wir wollten ja auch über Feuerschwanz reden, aber das passt jetzt leider auch nicht mehr rein.
Katja: So, warte, jetzt lass mich auf eine Minute stellen. Und dann kann ich ja auf Start drücken. Ob es deinem Blick standhalten wird. Also, Alex, wir fangen an. Dein Top-Favorit?
Alexander: Mein Top-Favorit ist Moschina. Und eigentlich, das Einzige, was ich mir aufgeschrieben habe, ist, kommt ganz gut rein in der Eröffnung. Dann habe ich nur noch Wow, Boah, das Ende steigt richtig gut aus. Und Stefan Raab hat Gänsehaut aufgeschrieben. Und das ist eigentlich auch schon alles, was ich dazu sagen soll. Gerade auch im Vergleich zu den anderen Teilnehmern, die halt schwach reingekommen sind. Das finde ich. Ist Moschina richtig gut gewesen.
Katja: 30 Sekunden sind um. Ich möchte gerne auch noch was dazu sagen. Also, wir teilen uns die Minute.
Alexander: Ja, aber ich, lalalala, jetzt, okay, das wollte ich noch sagen.
Katja: Wir teilen uns die Minute. Also, Moschina stand heute mit weißer Federboa auf der Bühne. Ein ganz starker musikalischer Anfang schon. Er kam auch im Schnelldurchlauf ganz gut. Eine sehr durchdringende, glasklare Stimme. Und wenn er singt, dann hört man wirklich zu. Das kann man dazu sagen. Minute ist um. Fast. Wir müssen die auch nicht mehr ausfüllen.
Alexander: Schöne Feinheiten in der Stimme drin. So ganz feine Feinheiten. Das hatten wir ja schon in der letzten Folge, wo wir über Moschina gesprochen haben, gesagt. Das war wirklich, wirklich gut.
Katja: So, meine zweite Favoritin war Liza oder Lisa aus Berlin. Die hatte ja letzte Woche schon mit Voila! einen fantastischen Auftritt hingelegt. War ihr erster Auftritt überhaupt auf einer Bühne, weil sie bisher nur im Kinderzimmer gesungen hatte. Und sie hat heute gesungen Lovers on Mars. Da kann man sagen, den Song kann man tatsächlich nehmen. Aber ich habe so ein bisschen Angst, dass der beim ESC untergeht. Der hat schon so typische ESC-Song-typische Elemente drin gehabt.
Man könnte sagen, so ein netter, poppiger ESC-Schlager angehaucht mit ein bisschen Country. Und mich hat sie heute und der Song so ein bisschen an Taylor Swift und Miley Cyrus erinnert.
Alexander: Mich tatsächlich auch ein bisschen. Die sind ja auch beide mit Country groß geworden. Ich fand tatsächlich, in der ersten Hälfte des Songs war ich nicht beeindruckt von dem Song. Das muss ich sagen. Die relativ schwach, das mit dem Country-Elementen ist mir auch tatsächlich erst ans Herz gewachsen, als es dann so in die zweite Hälfte ging. Da kam der Song richtig raus und da fand ich dann auch die Country-Elemente tatsächlich ein bisschen besser.
Okay, jetzt hast du aber sehr viel die Minute vollgequatscht, Kathi. Ja, du ja vorher auch. Nein, kann ich mich nicht daran erinnern. Wollen wir vielleicht auch nochmal die Reaktion der Jury zu den beiden hier reinbringen, weil ich habe hier nämlich was stehen. Hattest du doch gerade schon gesagt. Nö. Doch. Stefan Rapp hat Gänsehaut?
Katja: Ja, hattest du gerade schon gesagt, ja.
Alexander: Aber nicht von Leiser.
Katja: Ja, Rapp kann sich vorstellen, dass der Song viele Menschen erreicht, hat er gesagt. Die Minute ist um. Alex, wenn die Minute um ist, dann ist sie um. Weil sonst quatschen wir uns hier. Wir haben doch nur 20 Minuten. Wir wollen ja auch, dass die Leute oder das Ion…
Alexander: Wir wollen ja auch noch über Feuerschwanz reden.
Katja: Ja, genau. Und wir wollen, dass man uns überall hören kann, mal zwischendurch. Wenn man gerade im Stau steht oder morgens im Bad ist oder mal kurz am Bahnsteig. Die 20 Minuten Verspätung abwartet, dann kann man unseren ESC-Podcast natürlich hören. Hast du noch einen dritten Favoriten?
Alexander: Nein, ich habe tatsächlich alle anderen viel weiter hinten einplatziert, weil die dann tatsächlich stark… Ah doch, ich habe eine Nummer vier. Das ist Cosby, über die hatte ich schon gesprochen.
Katja: Ich habe noch einen dritten Favoriten. Ja, dann sag mal. Benjamin Bratz tatsächlich heute. Beim letzten Mal nicht. Das ist unser junger Beatles-Fan aus Hagen und er hat heute gesungen Like You Love Me. So ein ruhiger Song. Der aber tatsächlich auch an die Beatles erinnert und auch sein Outfit hat uns an die 70er Jahre sehr stark erinnert. Man hat sich eigentlich direkt in der 70er Jahre TV-Show gefühlt, weil er hat so einen Wuschellockenkopf gehabt.
Dazu so ein beigefarbenes 70er Jahre Secondhand-Sacko, ein braunes Hemd und eine geblümte Krawatte. Ich fand das eigentlich einen starken Auftritt, auch wie er den Song schon begann. Er saß zuerst im Publikum, hat Gitarre gespielt und ist dann aufgestanden mit seiner Gitarre singend auf die Bühne gegangen. Also im TV kam das ehrlich gesagt relativ gut rüber.
Alexander: Ja, ich fand den Einstieg auch gut. Das habe ich mir auch so aufgeschrieben und die Bühnenschau war auch sehr stark. Aber ich finde, der Song ist sehr unauffällig. Das kommt eher so rüber wie ein Song, den man auch bei so einem 0815-Romcom-Movie einspielen würde. So kam mir das vor, wie so eine Hintergrundmelodie. Und ich hatte den Eindruck, gerade bei den großen Monitoren auf der Bühne, dass diese großen Monitore, wo er eingeblendet worden ist, dazu dienen, dass man ihn nicht vergisst.
Katja: Ich glaube, ich muss mal das Timersignal ändern. Wo ändert man? Ah hier, statt Wellen. Ich habe jetzt die Wellen. Was ist denn? Berghütte. Wie klingt denn die Berghütte? Das kann man doch jetzt nehmen.
Alexander: Das klingt genau wie der Song von Benjamin Bratz. Aber er ist weitergekommen. Wegen dem 70er-Style. Das könnten wir auch noch dazu sagen.
Katja: Ich nehme die Berghütte als Sound-Element jetzt hier vom Telefon. Das ist doch gut.
Alexander: Benjamin Bratz auf der Berghütte. In den 70ern.
Katja: Okay, dann lass uns doch mal dazu kommen, wer uns gar nicht gefallen hatte. Pick dir eine raus und dann sagen wir beide wieder was dazu. Geht los.
Alexander: Ja, also über Feuerschwanz. Reden wir später.
Katja: Soll ich anfangen? Ja, fang du mal an. Claudie June aus Berlin. Sie hat gesungen If Jesus Won't We Did Last Night. Sie hat eine wirklich tolle Stimme, aber ziemlich viel schief gesungen, wie letzte Woche leider auch schon. Und ich habe das Gefühl gehabt, dass die Jury, also gerade bei dem hatte ich das Gefühl gehabt, die Jury bekommt eine Anweisung, sich nur auf die positiven Dinge zu konzentrieren und Sachen zu ignorieren, die wirklich offensichtlich sind.
Also offensichtlicher ging es gar nicht mehr.
Alexander: Okay, das lag vielleicht an diesem provokativen Text, dass man halt unbedingt wollte, dass jemand provokativ ist, der auch bei der Gen Z ein bisschen ankommt, so ein bisschen rebellisch, ein bisschen anders ist, dass man das unbedingt dabei haben wollte. Aber sie ist ja dann auch nicht weitergekommen.
Katja: Ja, das hat dann die Jury damit ausgedrückt, wie gut sie das dann fand. Aber sie wurde von Yvonne Katterfeld wirklich doll hochgelobt und das fand ich wirklich merkwürdig. Das stimmt, ja. So.
Alexander: Jetzt waren wir aber gut in der Zeit. Ja, ja, ja, genau.
Katja: Genau. Nächster. Such dir schnell einen raus. Ich habe mir die Leute tatsächlich fortgemacht.
Alexander: Jonathan Henrich ist mein Nächster. Der hat auch, das ist der Sohn von Olli Dietrich. Das haben sie jetzt in diesem Teaser jetzt quasi revealed. Wir wussten es natürlich schon vorher.
Katja: Der übrigens nicht als Sohn von Oliver Dietrich vorgestellt werden wollte, was natürlich dann trotzdem gemacht wurde.
Alexander: Weil man den Fame-Effekt mitnehmen wollte. Aber der hatte versucht, so einen emotionalen Song mit Golden Child zu machen. Also er hat überhaupt mit der Stimme diese Töne gar nicht erreicht. Also die Stimme hat zu dem Song, den er komponiert hat, überhaupt nicht gepasst. Ich fand es auch. Also da waren so Solo-Elemente drin.
Katja: Ich fand es auch ganz schwierig, ehrlich gesagt. Direkt schon zu Beginn wurden die Töne nicht getroffen und das änderte sich leider auch im weiteren Verlauf überhaupt nicht. Es war so ein langsamer Song, den er selber am Klavier begleitet hatte. Es hat mich auch überhaupt nicht gecatcht und das Publikum ist aber aufgestanden.
Einspieler: Aber das Publikum hat es gecatcht.
Katja: Ich habe mich nur gefragt, warum Alex? Warum? Großes Warum?
Alexander: Aber doch, ich habe vielleicht eine Antwort auf die Frage. Und zwar hat Stefan Raab auch schon in der Sendung nämlich angesprochen. Das habe ich mir aufgeschrieben. Und zwar könnte es sein, dass die Sachen in der Halle wahrscheinlich ganz anders wirken als für uns, die wir nur das Audio aus dem Mikrofon auf die Lautsprecher gespielt bekommen. Und in der Halle, durch den Hall-Effekt, wirken die Sachen nochmal ganz anders. Und da ist halt eben die Frage, ob das überhaupt so eine gute Idee ist, wenn die Jury so nah auch beim Publikum direkt in der Halle,
weil sie dann durch die Reaktion des Publikums, durch die Live-Reaktion auch ein bisschen beeinflusst werden in ihrer Wertung. Aber die meisten Punkte geben ja nicht die Leute in der Halle beim ESC, sondern eben vor dem Fernseher. Und das ist vielleicht auch noch so ein Kritikpunkt, den Stefan Raab selber erst in dieser Sendung aufgefallen ist, der für die Wertung schwierig ist.
Katja: Ich hatte noch einen Song, Alex. Sehr, sehr viele ruhige Songs waren tatsächlich in diesem Halbfinale heute Abend, was mich auch sehr zum Einschlafen gebracht hat. Julika aus Düsseldorf, der Song Impress. Das war wieder ein ruhiger Song. Ich habe mir wirklich aufgeschrieben zum Einschlafen. Ich habe keine schönen Vibes gefühlt, obwohl sie ein schönes Kostüm anhatte, so ein Kleid mit Federn. Sie stand auf einer Empore mit schwingenden Tüchern im Hintergrund und man hat versucht, damit der Bühne Leben einzuhauchen,
was auch gut so war, denn meines ging gefühlt zu Ende in diesem Moment. Aber das mit...
Alexander: Hatte sie nicht diesen Schmetterling im Hintergrund? Das fand ich eigentlich ziemlich schön, tatsächlich.
Katja: Das habe ich gar nicht mehr mitbekommen, weil ich schon Streichhölzer mir zwischen die Augen klemmen musste.
Alexander: Für unsere Zuhörer, um sie nochmal aufzuklären. Katja und ich hätten Julika tatsächlich in der ersten Runde bereits rausgeschmissen. Und das auch völlig zu Recht, weil jemand anders stärker war. Und, ach, es ist die Zeit schon wieder vorbei. Ja, aber sie hat sich trotzdem, das möchte ich noch sagen, gegenüber... Sie hat sich bei ihrer Vorrundensong signifikant verbessert, fand ich.
Katja: Stimmt, das stimmt, ja. Das kann man wirklich sagen.
Alexander: Aber nicht so weit verbessert, dass sie jetzt sich in den ESC verbessert hat. So kann man das nun auch nicht sagen. Also, wir dürfen auch die Auftritte, das ist ganz wichtig, nicht im Vergleich zu ihren vorigen Auftritten werten, sondern...
Katja: Alex, die Zeit ist um. Die Zeit ist um. Ja. Unsere 20 Minuten sind auch gleich wieder um. Ich möchte aber gerne noch auf einen... Über Feierschwanz. Ja, aber vorher wollte ich auf Balla eingehen von Abba und Tünner. Das sind ja Geschwister aus Wien. Und das ist so ein deutscher Dance-Song. Der hat auch richtig reingeballert im Hook, also im Refrain. Kam ganz gut, das Publikum war total begeistert. Aber ihr Gesang, also in der Strophe, das war halt auch total schief.
Da war keine Stimme, da waren ja ganz andere Sängerinnen heute Abend auf der Bühne, die wirklich auch... Mit ihrer Stimme reingeballert hatten. Zum Beispiel die letzte Sängerin Cage aus Köln, Golden Hour. Das war ja auch eine meiner Favoritinnen, aber ich fand den Song eben nicht so gut. Aber Stefan Raab war ja von dem Ballersong total beeindruckt und hatte an die Gen Z gedacht.
Alexander: Ja, total. Tick-Tock-A-Bell, Gen Z. Ja. Aber da habe ich schon gesagt, das ist ja schon disproven by reality, weil das wurde in derselben Sendung gesagt, dass es ja schon Schnipsel auf Instagram gegeben hat. Wo sind die denn viral? Also ich habe tatsächlich eine kurze Google-Suche gemacht. Balabalabala und habe dann geguckt unter Tick-Tock, ob da irgendwas trendet unter diesem Begriff. Und ich habe nichts gefunden. Also wenn einer unserer Zuhörer was findet, einen in Anführungszeichen viralen Clip,
dann Schande über mich, dass ich das jetzt so schnell gefunden habe. Aber ich glaube, das ist nichts mit viral.
Katja: Was mir auch gefehlt hat einfach, sind aufwendige und komplexe Dance-Sounds, die man mittlerweile vom ESC auch gewohnt ist, wo richtig Wumms noch hinter steckt. Das hat man hier. Das hat man hier gar nicht gehabt. Also war viel zu schwach und auch eindimensional, der Track.
Alexander: Aber das kannst du gerne in der nächsten Folge erzählen, Katja. Weißt du, was wir alles für Dance-Songs haben. Lass mich das doch.
Katja: Nein, es gab ja gar keine Dance-Songs und so weiter.
Alexander: Denk an die Fahrtstrecken unserer Zuhörer. Es war der einzige.
Katja: Und sie stand auch viel zu statisch auf der Bühne. Und ich führe das jetzt nochmal zu Ende, Alex. Sonst mache ich dich hier gleich stumm. Katja, die Zeit läuft. Sonst mache ich dich hier gleich stumm, Alex.
Einspieler: Ich kann dich auch stumm schalten.
Katja: Aber ich, ich bin die Chefin. So, also Raab war sehr begeistert, wir eher nicht. Ja. Ende. Tschüss.
Einspieler: Tschüss, schön, dass ihr dabei wart. Bis zur nächsten Folge. Tschüss.
Jetzt reinhören
Der ESC-Podcast, der will, dass Deutschland wieder gewinnt.
