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Folge 22: Nemos verstörender Auftritt …

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ESC-Podcast: Germany 12 Points!
Folge 22: Nemos verstörender Auftritt ...
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Nemo beim ESC 2025: Im Finale in Basel war der Sieger von 2024 gleich zweimal zu sehen, und der zweite Auftritt mit dem neuen Song „Unexplainable“ hat uns ratlos zurückgelassen. In Folge 22 sprechen wir darüber, warum uns dieser Auftritt verstört hat. Vorher schauen wir hinter die Kulissen der Produktion, verraten unsere persönlichen Top 3 des Jahrgangs 2025 und erzählen ein Gerücht, nach dem Nemo 2024 beinahe für Deutschland angetreten wäre. Wichtig vorab: Wir bewerten nur den Auftritt, nicht Nemo als Person und nicht Nemos Identität.

Die wichtigsten Aussagen

Der ESC ist eigentlich drei Shows

Katja hat recherchiert, wie die Live-Sendung entsteht. Die Auftritte der Teilnehmer, die Show-Acts wie Nemo oder der „Eurodab“ von Käärijä und Baby Lasagna und die Punktevergabe werden getrennt geplant und erst im Finale zusammengeführt:

„Der ESC, das sind tatsächlich drei Produktionen in einer.“

Katja, 1:54

Alex beeindruckt vor allem die Koordination mit den vielen Sendern, die alle pünktlich aus ihrem eigenen Programm in die Eurovision-Übertragung einsteigen müssen.

Die Proben sind die Versicherung

Was im Fernsehen nach drei Shows aussieht, sind in der ESC-Woche täglich mehrere komplette Durchläufe. Die Generalproben werden aufgezeichnet:

„Das wird schon alles mit aufgezeichnet, weil wenn beim Halbfinale was schief geht, dann nehmen die auch fürs Halbfinale schon das von der Probe.“

Katja, 5:39

Katja nennt als Beispiel Tynna: Hätte ihre Kehlkopfentzündung im Finale zurückgeschlagen, hätte man auf eine Probe zurückgreifen können. Aus dem Podcast von Moderatorin Hazel Brugger weiß Katja außerdem, wie erschöpft das Moderationsteam nach dieser Woche ist.

Unsere Top 3 des ESC 2025

Katja setzt Israel mit Yuval Raphael und „New Day Will Rise“ auf Platz 1, vor Malta mit Miriana Conte und der Ukraine mit Ziferblat. Bei Alex steht VÆB aus Island auf Platz 3, Yuval Raphael auf Platz 2 und ganz oben der spätere Sieger:

„Meine Nummer 1 war JJ mit Österreich, also über die Stimme müssen wir ja gar nicht reden, der ist Countertenor.“

Alexander, 10:10

Nemos Auftritt mit „Unexplainable“

Bevor wir über den Auftritt reden, schickt Katja einen redaktionellen Hinweis voraus:

„Wir bewerten hiermit Nemo nicht als Person noch seine sexuelle Orientierung.“

Katja, 10:51

Uns beiden hat die Inszenierung nicht gefallen. Katja beschreibt Perücke, High Heels und einen fast durchsichtigen Bodysuit und hatte beim Zuschauen vor allem ein Gefühl:

„Also ich hatte eigentlich nur Fragezeichen im Kopf und dachte, was ist das bitte?“

Katja, 11:23

Sie vermutet, dass Nemo eine schwierige Phase der eigenen Entwicklung darstellen wollte, und sagt selbst, dass Kunst nicht gefallen muss. Alex fand das Kleid beim Siegerauftritt 2024 dagegen ästhetisch gelungen und den ersten Auftritt im Finale 2025 richtig stark. Für ihn war die neue Inszenierung schlicht „eine Schippe zu viel“. Ob der Auftritt Nemos Image geschadet hat, können wir nicht messen. Katja glaubt, dass er nicht geholfen hat.

Das Gerücht: Nemo für Deutschland?

Auf Social Media kursiert die Behauptung, Nemo habe 2024 eigentlich am deutschen Vorentscheid teilnehmen wollen und sich dann für das Angebot der Schweiz entschieden, direkt anzutreten. Katja ordnet ein, dass das zur professionellen Schweizer Vorbereitung passen würde, betont aber:

„Wenn das Gerücht dann stimmt, das wissen wir ja nicht.“

Katja, 17:22

Unsere Einordnung

Fakt ist: Nemo hat den ESC 2024 in Malmö mit „The Code“ für die Schweiz gewonnen, deshalb fand der ESC 2025 in Basel statt. Dort eröffnete Nemo das Finale mit „The Code“ und präsentierte später als Pausen-Act den neuen Song „Unexplainable“. Gewonnen hat 2025 JJ für Österreich mit „Wasted Love“. Alle Siegertitel findest du in der ESC-Gewinner-Liste.

Das Gerücht um eine deutsche Bewerbung ist nicht bestätigt, wir geben nur wieder, was online erzählt wird. Spannend finden wir es trotzdem, weil es eine Frage berührt, die uns ständig beschäftigt: Wie gut ist Deutschland organisiert, wenn es um Inszenierung und Proben geht? Unsere Antworten stehen im Artikel Warum verliert Deutschland beim ESC? Wie Proben, Jury-Show und Abstimmung offiziell ablaufen, erklären wir auf der Seite zu den ESC-Regeln.

Häufige Fragen zur Folge

Welchen Song hat Nemo beim ESC 2025 gesungen?
Im Finale des ESC 2025 in Basel eröffnete Nemo die Show mit dem Siegersong „The Code“ von 2024 und präsentierte später als Pausen-Act den neuen Song „Unexplainable“.
Wollte Nemo 2024 für Deutschland beim ESC antreten?
Das ist ein unbestätigtes Gerücht aus den sozialen Medien. Nemo trat 2024 für die Schweiz an und gewann den ESC in Malmö mit „The Code“.

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Transkript der Folge

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Einspieler: Wow. Dab, dab, dab, dab, dab. Thank you, Europe. Schon wieder getappt.

Katja: Hallo, hier sind Anja...

Einspieler: Jetzt weiß ich meinen eigenen Namen nicht mehr.

Alexander: Hier sind Alex und Katja mit dem Podcast Germany 12 Points mit richtiger Partystimmung. Es ist so, als würden wir mitten in so einer Crowd stehen. Ich rede auch so laut, als würden wir in so einer Crowd stehen.

Katja: Aber hast du es auch gerade so laut gehört? Kerja und Bete Lasagna. Total laut gehört.

Alexander: Und ich habe vorhin auch den Hampelmann gemacht. Es ist wirklich gerade so, als würde ich aus so einer Disco kommen. Das ist der Euro-Depp.

Einspieler: Germany 12 Points für euch.

Katja: Genau, das ist der Euro-Depp. Und weißt du auch, warum sie die beiden auf die Bühne geschickt haben? Kerja und Bete Lasagna?

Alexander: Ja, weil das die Party-Geheimfavoriten aus den beiden Vorjahren gewesen sind.

Katja: Ja, die haben beide die zweiten Plätze belegt. Und du weißt ja, der Zweitplatzierte kriegt ja meistens immer nicht so den Fame. Nemo haben sie wieder auf die Bühne gestellt. Aber die Zweitplatzierten kommen nicht. Die kommen ja meistens zu kurz. Aber das waren ja die Geheimfavoriten. Ja, total. Und die geheimen Publikums, nicht die Geheimpublikumslieblinge, es waren die Publikumslieblinge. Und hier haben sie noch mal ihre große Show gehabt.

Einspieler: Das war also Hammer. Und wir sind direkt gut drauf.

Katja: Schaut euch das auch gerne an. Wir verlinken euch das wieder, so wie in der letzten Folge.

Einspieler: Da haben wir uns das ja auch angehört und haben festgestellt, das ist so unser ...

Alexander: So fangen wir jeden Podcast ab jetzt.

Katja: Ich glaube, die Leute denken nachher. Wir haben irgendwie uns was eingeworfen.

Einspieler: Dabei haben wir nur den Euro-Dab oder den Euro-Dab gehört. Ja, das brauchen wir nicht. Wir brauchen nur diesen Song. Genau.

Katja: Das ist auch euer Energy-Drink. Wenn ihr ein bisschen Power braucht, hört euch das an. Kerja und Baby Lasagna, den Euro-Dab. Also Hammer.

Alexander: Ihr könnt jetzt von den Amphetaminen runterkommen, Leute. Es gibt diesen Song. Ihr braucht den Scheiß nicht mehr.

Katja: Aber weißt du was, was ich herausgefunden habe? Weil das war ja sozusagen die Zwischenschau. Also zwischen den Teilnehmern und der Punktevergabe. Der ESC, das sind tatsächlich drei Produktionen in einer. Also das ist nicht eine Gesamtproduktion, sondern es gibt eine Produktion der ganzen Teilnehmer. Dann gibt es eine Produktion dieser ganzen Zwischensachen. Also diese ganzen Auftritte mit Nemo und auch jetzt mit Kerja und Baby Lasagna und was da noch alles gezeigt wurde.

Und die dritte Produktion ist tatsächlich die Punktevergabe. Das wird getrennt voneinander. Wie meinst du das mit Produktion? Das wird getrennt voneinander, geplant und auch durchgeführt. Und erst auf der Bühne nachher, beim Finale, kommen diese drei Produktionen tatsächlich erst zusammen.

Alexander: Also es gibt quasi drei große Teams, die das dann planen und konzipieren.

Katja: Der Auftritt von Nemo am Anfang, das gehört eben auch in diese eine Produktion für die Show Acts. Ich sag's mal so. Da gehört das mit rein.

Alexander: Wenn man die Teams quasi in Units unterteilt, ja so macht man das ja auch professionell. So machen das wirklich die Profis. Da kann wirklich sich auch andere Leute und andere Unternehmen sich noch mehrere Scheiben von abschneiden. Da muss ja wirklich alles ineinander greifen. Und da kann man sich wirklich total viel abgucken. Also natürlich nicht genau in der Umsetzung, aber von der Organisation her. Und da aber live, da darf ja wirklich gar kein Fehler passieren.

Und da muss man sich eigentlich die Sachen abgucken.

Katja: Genau, weil jede Unit kann sich dann auf ihren Teil fokussieren. Zum Beispiel auch mit der Punktevergabe. Das muss ja auch technisch alles übereinstimmen, dass das dann auch übermittelt wird, dass alle das Gleiche sagen und so. Das hört sich so einfach an, beziehungsweise das klingt so einfach, aber wenn es dafür eine eigene Produktion gibt, dann spricht das ja eigentlich schon Bände.

Alexander: Das ist total schwierig, das alles zu koordinieren, weil das ja auch so viele Datenquellen sind, die da zusammengeführt werden müssen.

Katja: Das sind ja auch Leute, die das seit Jahren betreuen. Da sind auch immer wieder die gleichen Mitarbeiter. Und ich habe erfahren, dass da wohl an dieser gesamten Produktion, ringsherum mit allem drum und dran, sollen da wohl bis zu 10.000 Leute mitarbeiten.

Alexander: Auch das alles zu synchronisiert zu bekommen. Ich habe tatsächlich auf YouTube gesehen, da gab es so einen Zusammenschnitt von 21 Sendern, wie die sich zusammen synchronisiert haben gleichzeitig. Also man hat das Live-TV-Bild gesehen und wie die alle in den ESC reingestartet sind. Das fand ich total beeindruckend, weil es läuft ja bei allen, alle Sender haben ja andere Timings. Du weißt ja, du kommst ja vom Radio, wie schwer das ist mit den Timings.

Und man sieht halt in diesem Zusammenschnitt, dass das halt gar nicht so einfach ist, weil manche geben ein paar Sekunden später beim Eurovision-Intro rein, manche ein paar Sekunden früher. Das heißt, es ist gar nicht so einfach, so zeitlich auszusteigen aus der Werbung oder aus der Sendung vorher, dass du halt auch genau in den ESC rein starten kannst. Einige Sender sind ja auch privat, die schalten ja auch noch Werbung, die müssen ja auch nur irgendwo unterbringen.

Das ist ja auch gar nicht so einfach, weil die Show läuft ja die ganze Zeit weiter, da ist ja keine Pause eigentlich. Und das muss alles koordiniert werden. Genau. Weil mit unzähligen Fernsehsendern, also in diesem Zusammenschnitt waren jetzt 21, aber das sind ja noch viel mehr Fernsehsender. Es gibt ja auch noch unzählige Livestreams. Ja. Wirklich ein riesen Aufwand. Du brauchst Ansprechpartner im Prinzip für jeden Sender, damit die Kommunikation auch stimmt.

Katja: Also, dass sie das so hinkriegen, das ist schon eine Wahnsinnsleistung. Und weißt du, was wir gar nicht wissen und mitbekommen? Wir denken ja, da gibt es drei Shows, also zwei Halbfinale und ein Finale. Aber tatsächlich ist das so, das ist ab Montag jeden Tag zwei. Weil es zwei Shows gibt. Ab Montag? Ab Montag schon. Ja, ja. Wir sehen die bloß nicht. Das sind dann sozusagen die Proben. Ach so. Die Proben, ja. Das sind die Gesamtproben. Und die werden dann schon direkt als Gesamtshow produziert.

Und man macht diese Proben, um dann auch für das Halbfinale …

Alexander: Da läuft ja wahrscheinlich auch die Übertragung im Hintergrund schon.

Katja: Das wird schon alles mit aufgezeichnet, weil wenn beim Halbfinale was schief geht, dann nehmen die auch fürs Halbfinale schon das von der Probe. Und so ist das ja auch beim Finale. Ja. Deswegen treten ja auch die gesetzten Länder wie Spanien, Deutschland und so weiter da schon mit auf. Weil da werden die schon direkt mit aufgezeichnet. Das heißt, wenn dann jemand Stimmprobleme im Finale hat, jetzt zum Beispiel von Deutschland, wenn der Töner jetzt nicht hätte singen können, weil die Kehlkopfentzündung zurückgekommen wäre,

dann hätte man das Bild oder die Bilder, den Auftritt vom Donnerstag eingespielt, wo sie ja schon gesungen hatte. Dafür sind diese Sachen da. Aber dann gibt es halt noch eben andere Proben. Wo dann auch schon Kinder mit dabei sind, im Publikum und so weiter und so fort. Das habe ich im Podcast von Hazel Brügger gehört. Die haben da also Vollprogramm und die Moderatoren, die werden da auch drei Wochen komplett eingeschlossen sozusagen. Die dürfen auch gar nicht so raus, die dürfen sich ja nicht verletzen, weil das ein riesiger Produktionsaufwand ist, dass die dann eben auch performen können.

Und Hazel hatte gesagt, dadurch, dass die ja zwei Shows pro Tag dann haben in dieser ganzen Woche, sind die dann so kaputt, weil das sind ja nicht nur einstündige Shows, sondern die gehen ja direkt über mehrere Stunden.

Alexander: Das ist ein kompletter halber Tag ja eigentlich dann.

Katja: Eine Show ist ein kompletter halber Tag.

Alexander: Vier Stunden, glaube ich, oder fünf Stunden fast.

Katja: Und sie hat gesagt, sie hofft, dass sie dann bei der Finalshow dann keinen Fehler macht und bei der Punktevergabe die Länder dann auch richtig vorliest und die Punkte dann auch richtig vorliest, beziehungsweise wiederholt, weil man dann schon so geschafft ist und so fertig. Man hat das auch richtig gemerkt in ihrem Podcast, dass man da eigentlich nur noch beten kann, dass man das durchhält. Und das musst du dir mal vorstellen, weil man sieht ja eigentlich nur drei Shows und das Finale ist ja das Wichtigste.

Aber die sind schon vorher so abgekämpft, dass die dann gefühlt gar keine Kraft mehr haben, um dann da noch zu performen. Wahrscheinlich braucht die jetzt erstmal irgendwie fünf Wochen Urlaub und Auszeit irgendwo auf einer einsamen Insel, um wieder klarzukommen mit der Welt.

Alexander: Ja, dann Hazel, gute Erholung. Ich habe jetzt für uns ein Spiel vorbereitet, Katja. Soll ich dir mal erklären, worum es geht?

Katja: Erst das Spiel oder erst das Gerücht?

Alexander: Erst das Spiel oder, also ich will eigentlich erst das Gerücht hören.

Katja: Nee, dann machen wir das Gerücht, dann machen wir das später, dann machen wir jetzt erst das Spiel.

Alexander: Ich bin jetzt hier stellvertretend für die Zuhörer, ich will das jetzt wissen. Leute, wir sind doch ein Team, wir wollen alle das Gerücht hören, oder? Also ihr müsst jetzt vor euren Geräten, vor eurem Handy, im Bus, im Auto, wo auch immer ihr gerade seid, an der Ampel, keine Ahnung, ihr müsst jetzt laut Ja schreien. Keine Ahnung. Ja, will ich von euch hören, ihr wollt das Gerücht hören.

Katja: Nee, wir machen jetzt erst das Spiel.

Alexander: Oh, okay, also was waren unsere Top 3 von dem ESC dieses Jahr und warum? Und dann gleichen wir das mit dem Gewinner ab. Du fängst an, Katja.

Katja: Dritter Platz die Ukraine mit Zifferblatt, Bird of Prey. Ich fand den Song einfach wirklich besonders und stark, das hat mich so ein bisschen an die 70er Jahre erinnert und ich fand die Farben toll und die Inszenierung. Dann Platz 2 war Malta mit Miriana Contes, Serving Cunt, Serving Cunt, hey sexy baby. Und ihr Reiten auf diesen ganzen Bällen und im Hintergrund natürlich die Leoparden, die da auch gehüpft sind, also das Bühnenbild und die Visuals, die waren einfach der Knaller, das hat mich sofort mitgerissen.

Alexander: Und deine Nummer 1?

Katja: Platz 1 tatsächlich war Israel mit Yuval Raphael mit New Day Will Rise, weil mich einfach ihre Geschichte so berührt hat. Aber davon mal abgesehen, die ist halt einfach eine grandiose Sängerin, also das ist ja einfach der Wahnsinn aus dem Stand heraus, als hätte die noch nie in ihrem Leben was anderes gemacht.

Alexander: So, jetzt bin ich dran. Meine Nummer 3 ist Island mit dem Song Roar von der Band VAEB, keine Ahnung, wie das so ausgesprochen wird, aber mir haben vor allem die Visuals von dem Song gefallen und dass der so stampfig nach vorne ging.

Katja: Meinst du die beiden Zwillinge, die Blonden?

Alexander: Die beiden Zwillinge, genau, die so eine 3D Visuals hatten. Ah! Das war im Halbfinale, das war im Finale leider nicht mehr so stark, aber im Halbfinale war das so richtig, als würde man sich so in so einem Computerspiel bewegen. Meine Nummer 2 war tatsächlich Yuval Raphael, weil sie eben über die starke Stimme und dieses Bühnenbild mit diesen zwei Etagen, das fand ich total klasse, dass sie da eben hochgegangen ist. Das hatte niemand anderes gemacht, der mal auf Höhe gebaut hat, weil Höhe ist halt eben auch etwas, was auffällt, auch auf TikTok, weil TikTok ist ja 9 zu 16 und in dem Format kommt das eben ganz gut.

Da hatten wir auch einen Short zu gemacht, da sieht das richtig gut aus. Meine Nummer 1 war JJ mit Österreich, also über die Stimme müssen wir ja gar nicht reden, der ist Countertenor. In der Klassik-Szene kennt man Countertenore tatsächlich schon länger, aber für den ESC war das was Neues und die Inszenierung dazu mit dem Boot und dieser Schwarz-Weiß-Inszenierung, das war natürlich richtig stark.

Katja: Ich habe gerade einen Schluck getrunken, ich muss glaube ich nochmal kurz ein Bäuerchen machen. Aber es kommt gerade nicht, dann lass uns weitermachen.

Alexander: Sag mal du Katja, wie fandest du eigentlich Nemos Schocker-Auftritt?

Katja: An dieser Stelle ein kleiner redaktioneller Einwurf. Die folgenden Worte können jetzt sehr heftig für euch erscheinen, gerade wenn ihr Nemo-Fans seid, aber heftig war tatsächlich auch unsere Wahrnehmung von diesem Auftritt. Für euch bitte nochmal als Hintergrund, wir bewerten lediglich den Auftritt vom ESC-Finale von Nemos neuen Song. Wir bewerten hiermit Nemo nicht als Person noch seine sexuelle Orientierung. Wir danken euch für euer Verständnis.

Alexander: Sag mal du Katja, wie fandest du eigentlich Nemos Schocker-Auftritt?

Katja: Ja, den habe ich tatsächlich auch gesehen und ganz ehrlich, mir ist die Kinnlade runtergeklappt. Also ich hatte eigentlich nur Fragezeichen im Kopf und dachte, was ist das bitte?

Alexander: Ja, das auf der Bühne, was ist das da? Ja, das auf der Bühne, was ist das da? Nemos hat einen neuen Song rausgebracht.

Katja: Unexpectable heißt der. Der ist dann auch in der Pause gelaufen, nein man muss das anders sagen, der ist dann in der Pause über die Bühne gelaufen und hat diesen Song performt. Ganz ehrlich, aus meiner Sicht war das.. ein Unfall ist noch höflich ausgedrückt. Ich fand das ziemlich heftig. So habe ich das jedenfalls empfunden. Das war sicher auch so gedacht, von der Performance her. Ich hätte am liebsten den Fernseher ausgeschalten, vielleicht ein paarommeinhalb Minuten auch.

Das war verstörend. Er hatte eine Perücke auf, so ein Topfschnitt bis zum Kinn, so blonde Haare, die waren unten glaube ich so schwarz oder rot gefärbt. Oder lila. Dann hatte er, ja irgendwie ganz merkwürdig, dann war er geschminkt, dann hatte er High Heels an und hatte so einen Bodysuit an, der total durchsichtig war und nur so ein paar Stellen letztendlich verdeckt hatte. Und er ist da quasi als Frau aufgetreten, aber ziemlich verstörend, so wie so ein, als würde er gerade auf dem Entzug oder so, ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll.

Ja, so ein Drogenstrich. Ja, ganz übel, ganz, ganz übel und einfach, es tut mir leid, aber ich habe das nicht als Kunst empfunden. Es war sicherlich so gemeint, es wird auch in den TikToks und in den Reels, die Leute, die es dann verstanden haben, wir scheinen es dann anscheinend nicht verstanden zu haben, Alex, den Auftritt von Nemo mit Unexpectable. Ich bin immer noch sprachlos, um es ehrlich zu sein. Für mich ist das auch keine Kunst, aber du weißt ja, Kunst muss nicht gefallen.

Er war ja total selber betroffen, ich glaube, der hat ja sein Tiefstes, sein Innerstes gegeben, das war halt nicht so ein, ich sag mal, Spaßsong im Verhältnis zu The Coast. Gut, letztes Jahr, obwohl das ja auch in dem Sinne kein Spaßsong war, aber von der Performance her wirkte das im Vergleich zu dem, was wir da auf der Bühne gesehen haben, wie ein Spaßsong.

Alexander: Vielleicht wollte er auch einfach nochmal einen oben draufsetzen, weil bei seinem Siegersong hat er ja schon so ein Kleidchen an, das war aber sehr dezent, das sah sehr gut aus, muss ich sagen, das fand ich auch hübsch, das hat ihm auch gestanden. Also es war wirklich ästhetisch total toll. Fand ich auch, ja. Und das war jetzt einfach das... Einfach eine Schippe zu viel, aber ich glaube, der wollte noch eine Schippe drauflegen und hat eben gedacht, das muss ich jetzt irgendwie machen.

Ich meine, es ist halt einfach sein Sein, dass er halt eben sicher nicht, ich sag mal, auf ein Geschlecht festlegen möchte, auch optisch, das ist ja auch alles völlig in Ordnung. Aber das war, also diese Drogenopfer-Optik, so könnte man das betiteln, die ging halt eben einfach nicht. Das war eben das, was zu weit ging.

Katja: Ja, wie so ein abgestürzter, ich muss grad so einen abgestürzten... Rockstar oder irgendwie so ein aus den 70ern, irgendwie so, vielleicht, ich glaube, er hat den Prozess seiner inneren Entwicklung da dargestellt, dass es ihm vielleicht auch eine Zeit lang eben nicht gut ging. Ganz ehrlich, ich weiß nicht, ob er sich mit dieser Performance wirklich so eingefallen getan hat, er war ja letztes Jahr gefeiert ohne Ende und die Leute haben ihn sehr positiv wahrgenommen und es sind ja nicht alle immer da diesbezüglich so positiv eingestellt.

Aber trotzdem... Trotzdem wurde er insgesamt sehr positiv wahrgenommen und ich glaube, das hat ihm nicht geholfen, der Auftritt.

Alexander: Sein erster Auftritt in der Sendung, den fand ich richtig klasse, der war toll, der hatte auch ein anderes Kostüm angehabt, der hat auch die Bühne richtig gut genutzt mit dem Auftritt, das war richtig schön.

Katja: So, ja, wie kommen wir da wieder raus aus den Gedanken?

Alexander: Wir müssen nochmal den Partysong hören, Kerja hier mit Dings soll's.

Katja: Aber, pass auf, ne, pass auf, ich hatte ja ein Gerücht angekündigt. Ja. Es geht das Gerücht gerade um auf Social Media, dass wir 2024 fast den ESC gewonnen hätten. Wie das denn? Und zwar gibt es das Gerücht, dass Nemo letztes Jahr, also 2024, beim ESC eigentlich für Deutschland antreten wollte und schon angemeldet war beim deutschen ESC-Vorentscheid. Was? Ja, weil er zu dem Zeitpunkt... Ja, weil er zu dem Zeitpunkt wohl in Berlin wohnte und bei dem Gerücht ging es auch darum oder geht es auch darum, dass er den Track mit einem Berliner produziert hätte, aber ich habe mir die Beteiligten von dem Song mal angesehen, also Produzenten, die das geschrieben haben und so weiter.

Das sind alles Leute aus der Schweiz und Skandinavien, möglich natürlich davon, dass einer gerade auch in Berlin wohnte, weshalb er dann angeblich nicht für Deutschland angetreten ist, weil in der Schweiz gibt es ja keinen landesweiten Vorentscheid, sondern... Gibt es einen Direktkandidaten. Während in Deutschland hätte er sich ja gegen andere Leute durchsetzen müssen in diesem Vorentscheid und das war ihm dann zu heikel, weil die Schweiz hat ihm das Angebot gemacht, dass er direkt starten kann und die Schweiz ist ja seit vielen Jahren auch viel professioneller organisiert, was die ganze Produktion...

Alexander: Wir haben das wahrscheinlich auch direkt gesehen, dass das Potenzial hat.

Katja: Und auch die Bühnenshow angeht und... Meines Erachtens nach hat er da tatsächlich die richtige Entscheidung getroffen, denn ich glaube nicht, dass Deutschland diese Bühnenshow mit dieser Scheibe oder diesem Kegel auf die Bühne gebracht hätte, das glaube ich nicht. Nee, nee, nee. Also da wäre tatsächlich, glaube ich, dieser Song The Code, der ja wirklich fantastisch ist und auch der Auftritt, das wäre einfach verschenkt gewesen und das wäre, glaube ich, verheizt worden.

Das muss man jetzt einfach auch mal so sagen. Die Schweiz hat da einfach einen sehr, sehr guten Job. Letztes Jahr gemacht, der ist ja schon im Januar nach Norwegen geflogen, um da die ersten Proben zu machen und da kann man der Schweiz einfach nur gratulieren, dass sie so clever waren, Nemo abzuwerben. Wenn das Gerücht dann stimmt, das wissen wir ja nicht. Ich gönne ihm auch seinen Sieg letztes Jahr, das war klasse. War ja auch mein Favorit, ne? Richtig.

Letztes Jahr.

Alexander: Ja, wir haben jetzt auch schon wieder keine Zeit mehr, Katja. Schon wieder ist die Zeit einfach abgelaufen.

Katja: 20 Minuten schon wieder um. Ja, 20 Minuten.

Alexander: 20 Minuten, unser Versprechen, keine Folge länger als 20 Minuten, damit ihr die Folge auch schön im Auto auf dem Weg zur Arbeit oder wo ihr gerade sonst unterwegs seid, hören könnt.

Katja: Abonniert uns gerne, wir würden uns freuen, wenn ihr die Glocke klickt oder was auch immer da euch entgegen gezeigt wird. Leuchtet.

Einspieler: Ja, gezeigt wird.

Katja: Und dann bis zum nächsten Mal. Danke, dass ihr dabei wart. Tschüss. Tschüss.

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Der ESC-Podcast, der will, dass Deutschland wieder gewinnt.

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