
Diesmal ganz spontan bei uns zu Gast: wavvyboi, der mit „Black Glitter“ beim deutschen ESC-Vorentscheid 2026 antrat. Wir hatten schon länger angefragt, dann rief er Katja einfach selbst an. Für uns gehörte wavvyboi zu den Favoriten im deutschen Feld, und im Gespräch wird schnell klar, warum: Er denkt beim ESC zuerst an Bühne, Kamera und Inszenierung. Wir sprechen über seine geplante Rockshow, darüber, warum ein ESC-Auftritt ein One-Take ist, und warum man ESC-Potenzial vom eigenen Musikgeschmack trennen muss. Außerdem verrät er seine stärksten Konkurrenten und einiges über seine Discord-Community.
Die wichtigsten Aussagen
1. Eine Rockshow mit Band und Gitarren
Katja fühlte sich bei wavvyboi an den ukrainischen Beitrag aus dem Vorjahr erinnert, vor allem wegen Look und Inszenierung. Was er selbst auf die Bühne bringen will, beschreibt er so:
„Ja, es wird bunt auf jeden Fall. Es kommt drauf an. Also ich glaube, es wird auf jeden Fall wild. Es wird eine Rockshow. Es gibt natürlich viele Gitarren. Es gibt eine Band.“
2. Die Rampensau, die man nicht erwartet
Auf Katjas Frage, ob er eine echte Rampensau sei, antwortet wavvyboi mit einem Ja, das ihn selbst ein bisschen überrascht.
„Ich glaube, ja. Ich glaube, man denkt es nicht. Aber ich denke, ich bin es irgendwie, weil sobald ich irgendwie auf dieser Bühne lande mit einer Gitarre, es verändert sich.“
3. Jeder Frame ist geplant
Hier trifft wavvyboi genau unser Thema. Ein ESC-Auftritt ist eine Fernsehshow, kein Konzert. Er erzählt, dass er mit dem Stage-Design-Team fast täglich im Austausch ist und jeder Schritt festgelegt wird.
„Also für die Fernsehshow, da bereiten wir alles komplett, also wirklich jeder Frame ist vorbereitet.“
„Also das ist, glaube ich, ganz, ganz essentiell und, oh Gott, wenn ich daran denke, dann werde ich auf jeden Fall sehr aufgeregt, weil es ist ein One-Take. Du musst es hitten, es muss alles perfekt sein.“
4. Gewinner sehen aus wie ein Musikvideo
Alexander ordnet das ein: Genau diese Planung sehen wir bei den Siegerbeiträgen der letzten Jahre.
„Ist es wirklich, wirklich, das ist einer der wichtigsten, also auch in den letzten Jahren, was wir beobachtet haben, die Gewinner-Songs hatten immer einen sehr gut durchchoreografierten Auftritt und mit programmierten Kameras. Also es sah eigentlich mehr aus wie ein Musikvideo als wie eine Live-Show.“
„Du hast ja nur knapp drei Minuten, um die Leute zu überzeugen und ihnen zu zeigen, was du kannst und jeder Frame zählt da einfach dazu, es muss perfekt sein und das ist auch irgendwie das Spannende oder irgendwie Interessante davor in der Vorbereitung.“
5. Musikgeschmack ist nicht ESC-Potenzial
Katja erklärt, wie wir im Podcast bewerten: Was wir privat hören, spielt keine Rolle.
„Wir haben, ich sag mal, einen privaten Musikgeschmack und wir trennen das immer komplett von dem ESC-Potenzial eines Künstlers.“
6. Die Konkurrenz: Ragazzki, Sarah Engels, Molly Sue
Die Frage nach seinen drei stärksten Gegnern findet wavvyboi „schrecklich“. Er nennt dann aber Ragazzki, Sarah Engels und Molly Sue und lobt die Stimmen der anderen.
„Ich glaube, ich nehme jetzt einfach mal Ragazzki, weil, hm, keine Ahnung. Wen nehme ich noch? Sarah Engels vielleicht? Vielleicht. Oder Molly Sue, wegen der Stimme einfach.“
Unsere Einordnung
wavvyboi bringt mit, was wir bei deutschen ESC-Beiträgen seit Jahren vermissen: ein visuelles Konzept, eine Auftrittsplanung für die Kamera und die Lust, auf der Bühne alles zu geben. Das ist für uns eines der wichtigsten ESC-Erfolgskriterien, und genau hier sehen wir die größte deutsche Schwäche. Mehr dazu in Warum verliert Deutschland beim ESC?
Gewonnen hat den deutschen Vorentscheid am Ende Sarah Engels. Mit Molly Sue, die wavvyboi wegen ihrer Stimme nennt, haben wir später drei Folgen aufgenommen: Interview mit Molly Sue. Alles zu wavvyboi findest du auf der Seite zum Interview mit wavvyboi.
Zum Gast
wavvyboi trat beim deutschen Vorentscheid 2026 mit „Black Glitter“ an. Er steht am liebsten mit Gitarre auf der Bühne, mag die Musik der 70er, etwa Jimi Hendrix und The Doors, und denkt Musik immer zusammen mit Bühne und Bild. Seine Community trifft sich auf einem Discord-Server, auf dem laut wavvyboi rund 5.800 Leute sind.
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Transkript der Folge
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Katja: Alex ready? Ready. Wavvy ready? Yes. Mega, ich freue mich. Germany 12 Points, der ESC-Podcast mit Alexander Scharff und Katja Feller. Wir sind mit unserem Podcast am 9. Mai auf der Landesgartenschau in Neuss. Und wir freuen uns, ihr könnt live dabei sein. Und wir haben einen ganz besonderen Gast heute bei uns. Ich wollte gerade sagen, im Studio. Wavvyboi. Wavvyboi. Hallo, hallo, hallo. Guten Tag. Hallo. Mensch, das war jetzt ganz spontan tatsächlich, das Interview. Wir hatten schon vor einiger Zeit angefragt und es war noch gar nicht so richtig klar, ob das jetzt klappt oder nicht.
Das war ganz lustig. Du hast mich ja tatsächlich gerade eben angerufen und gefragt, Katja, wie sieht es aus?
wavvyboi: Genau, ich dachte einfach mal, ich probiere es mal. Ich habe es hier in meinem Kalender drin.
Katja: Und deswegen finden wir uns jetzt tatsächlich ganz spontan zusammen. Aber wenn Profis auf dem Weg sind, dann kriegen wir das hin. Ich freue mich auch total, weil, lieber Wavvy. Wir flüstern das jetzt mal ins Mikrofon. Bist du so ein bisschen einer unserer Favoriten für den ESC-Vorentscheid am 28.02.?
wavvyboi: Das liebe ich natürlich sehr. Das höre ich sehr gerne. Vielen Dank.
Alexander: Das ist aber ein Geheimnis. Nicht weiter sagen. Ich sage es niemandem.
Katja: Es hört ja auch keiner, weißt du, so. Also das hat tatsächlich auch einen Grund, warum wir dich so ein bisschen als Favoriten mit auserkoren haben, weil wir da ganz, ganz großes Potenzial hintersehen, beim großen ESC-Finale in Wien dann da auch weit vorne zu liegen. Und weißt du, an wen du mich erinnert hattest? Ich hatte deinen Song gehört und ich hatte dich gesehen.
Alexander: 12. Mai ist das Halbfinale und 16. Mai das große Finale. Ah, okay.
Katja: Hast du dich tatsächlich an einen Teilnehmer vom letzten Jahr erinnert? Jetzt bin ich gespannt. Und zwar an die Ukraine und Zifferblatt mit Bird of Prey.
wavvyboi: Ja, ich glaube die Looks waren so. Waren die Haare auch ein bisschen ähnlich da?
Katja: Vom Gesicht her seht ihr euch ähnlich. Der hat auch blonde Haare.
wavvyboi: Ja, ich habe mal auf Pinterest lustigerweise nach so Moods geguckt von so Anzügen und so und dann habe ich glaube ich genau, wie war der Name nochmals? Zifferblatt. Zifferblatt, ja. Gesehen, ja. Cool. Ich fand die Looks auf jeden Fall sehr nice. Den Song habe ich gar nicht mehr so im Kopf.
Katja: Ihr seht euch vom Gesicht her ein bisschen ähnlich. Der hat blonde Haare, aber kurz, du ja lang. Und vom Look her, da bist du glaube ich mehr so Glam und Glitter. So heißt ja auch dein Song, mit dem du auftrittst. Sag es uns nochmal allen, wie er heißt. Black Glitter. Ja. Und der heißt ja Bird of Prey und das war ja alles sehr bunt und tatsächlich war da so ein, Alex, wie heißt dieser Filter, der da drauf lag?
Alexander: So ein Blur, der so eine schöne Weichzeichnung hat. Ja, der hat den Song, aber auch gleichzeitig die Farben so ein bisschen nach vorne gebracht hat.
Katja: Also ist eigentlich auch vom Song her unterschiedlich, aber so vom Stil, weil dein Song ist ja auch so speziell, nämlich dass der sich aufbaut, der variiert und irgendwie hatte ich das sofort im Gefühl und das war auch einer unserer Favoriten im letzten Jahr, weil das so eine tolle Inszenierung war, mit der man da gar nicht gerechnet hatte. Man wurde immer wieder überrascht. Jetzt sind wir natürlich gespannt, was erwartet uns dann bei dir, bei deinem Auftritt?
wavvyboi: Ja, es wird bunt auf jeden Fall. Es kommt drauf an. Also ich glaube, es wird auf jeden Fall wild. Es wird eine Rockshow. Es gibt natürlich viele Gitarren. Es gibt eine Band. Ich glaube, das darf ich schon mal so verraten. Also wenn man mich schon mal so auf der Bühne gesehen hat, dann hat man schon mal so ein bisschen ein Gefühl dafür gekriegt, aber das soll halt wirklich plus 1000 Mal stärker dann irgendwie rüberkommen als so ein Live-Auftritt. Ich freue mich auf jeden Fall sehr, das live auf der Bühne, so auf so einer großen Bühne zu spielen.
Katja: Das macht uns tatsächlich auch neugierig, denn Alex, was haben wir identifiziert? Als einer unserer ESC-Erfolgskriterien? Der Auftritt.
wavvyboi: Das macht Sinn, ja. Ich fühle mich dann meistens eigentlich am besten, glaube ich, auf der Bühne, weil das ist so ein bisschen, wenn ich zurückkomme. Als ich startete, wollte ich immer einfach auf der Bühne stehen. Ich wollte live Musik machen. Und das ist es dann. Und ich glaube, das ist auch das, wo ich dann irgendwie am stärksten die Musik präsentieren kann.
Katja: Also bist du so eine richtige Rampensau?
wavvyboi: Ich glaube, ja. Ich glaube, man denkt es nicht. Aber ich denke, ich bin es irgendwie, weil sobald ich irgendwie auf dieser Bühne lande mit einer Gitarre, es verändert sich. Es verändert sich, glaube ich, irgendwas in mir drin. Das ist schon so ein bisschen. Ich glaube, die meisten denken nicht, dass ich so wild bin. I guess. Ich glaube, ich habe es mir halt auch einfach so lange oft vorgestellt. So kleiner war, habe ich immer diese ganzen Auftritte geguckt, Rock am Ring und so, wie man sie live präsentiert.
Und ich halte mich da nicht zurück. Ich mache einfach, was ich will dann. Das ist einfach, ich nehme diese Energie dann wahr, wie sie kommt live. Und dann kann da auf jeden Fall alles mögliche passieren.
Katja: Das macht uns auf jeden Fall sehr neugierig auf deinen Auftritt, wenn der deutsche ESC-Vorentscheid in der ARD läuft. Nur ist es ja im Fernsehen noch immer so ein bisschen anders. Also für uns ist das auf jeden Fall ein Erfolgskriterium. Um beim ESC weit vorne zu liegen, muss man einfach eine Rampensau sein. Man muss Bock auf die Bühne haben. Man muss natürlich auch Bock aufs Fernsehen machen, weil am Ende ist es eine Fernsehshow, die ja dann noch mal so ein paar andere Regeln hat.
Sprich, man muss mit der Kamera interagieren können. Beim großen Finale ist ja auch alles so ein bisschen vorgegeben, beziehungsweise man hat verschiedene Kameraperspektiven. Im Prinzip dreht man da ja ein Live-Musikvideo. Habt ihr euch da schon darauf vorbereitet, so innerlich, dass euch das dann doch bevorsteht, dass man dann gar nicht so spontan vielleicht sein kann, sondern die Kameraperspektiven sich alle erarbeiten muss?
wavvyboi: Ja, also es ist schon spannend, weil es ist ja eigentlich ein One-Take in dem Sinne. Also man muss, klar, wenn ich eben so ein Musikvideodreh habe, den hatten wir ja jetzt gerade auch, da merkst du natürlich, ah, du hast ja verschiedene Takes. Wenn du da mal etwas nicht perfekt machst, dann ist das so und okay. Oder auch in der Studioaufnahme kannst du ja ab und an einfach mal Layers machen und einen weiteren Take. Also für die Fernsehshow, da bereiten wir alles komplett, also wirklich jeder Frame ist vorbereitet. Also mit dem Team, die das ja vorbereiten, Stage-Designing und so, wir sind da in fast täglichem Austausch, wo wir einfach, wann will ich die Gitarre haben, wie möchte ich es am Anfang, also da ist eigentlich jeder Schritt genau getaktet und wieso und warum, damit es einfach auch den besten Frame für die Show hergibt.
Also das ist, glaube ich, ganz, ganz essentiell und, oh Gott, wenn ich daran denke, dann werde ich auf jeden Fall sehr aufgeregt, weil es ist ein One-Take. Du musst es hitten, es muss alles perfekt sein.
Alexander: Das klingt aber auch schon mega gut durchgeplant.
Katja: Ja, du machst uns auch gerade, ne Alex, der macht uns gerade total glücklich, mir laufen gleich die Tränchen.
Alexander: Ist es wirklich, wirklich, das ist einer der wichtigsten, also auch in den letzten Jahren, was wir beobachtet haben, die Gewinner-Songs hatten immer einen sehr gut durchchoreografierten Auftritt und mit programmierten Kameras. Also es sah eigentlich mehr aus wie ein Musikvideo als wie eine Live-Show. Ja. Da bist du, glaube ich, auf derselben Wellenlänge wie wir.
wavvyboi: Definitiv, also das ist auch essentiell einfach. Du hast ja nur knapp drei Minuten, um die Leute zu überzeugen und ihnen zu zeigen, was du kannst und jeder Frame zählt da einfach dazu, es muss perfekt sein und das ist auch irgendwie das Spannende oder irgendwie Interessante davor in der Vorbereitung. Es ist einfach noch anstrengender, aber irgendwie dann auch cooler, I guess.
Alexander: Und wenn es gelingt, dann… Ja, dann.
Katja: Oh, mir laufen gleich die Tränen runter. Du kannst dir das nicht vorstellen, weil wir genau dieses Engagement… Und diesen Perfektionismus, der wirklich dazugehört, um nachher da performen zu können, um beim härtesten und größten Musikwettbewerb, was gleichzeitig die größte Fernsehshow der Welt ist, mit über 160 Millionen Zuschauern, genau diese Einstellung braucht es und die haben wir leider so vermisst in den letzten Jahren. So, wie kam das eigentlich, dass du jetzt zum ESC gekommen bist? War das jetzt schon immer ein großer Traum oder ist das spontan passiert?
wavvyboi: Es haben einfach immer wieder Leute gesagt, hey, das wird doch passen bei dir, du passt da irgendwie rein. Du fängst alles mit, weil du so visuell denkst und ich glaube, deswegen kam es dann auch so für mich. Ich halt Stage-Design so cool finde auch und irgendwie das in wirklich… Versuch das in drei Minuten alles runterzubrechen, um die perfekte Show zu machen, das ist einfach so ein Konzept, was ich irgendwie schon sehr cool finde. Und die ganze Message hinter dir, was du machst und diese Dinge, für die du stehst und dann gibst du diesen Sachen einen Raum und du lässt es atmen und das finde ich ist, warum wir Musik haben und warum wir Bühnen haben, denke ich.
Katja: Okay, also was ich jetzt gerade raushöre. Ja, und wofür ich jetzt auch wäre, wir brauchen eigentlich den Vorentscheid gar nicht mehr.
wavvyboi: Wir haben entschieden. Wir haben entschieden. Sehr gut.
Katja: Du bist jetzt von uns gesetzt, weil genau diese Einstellung braucht man einfach und genau das haben wir uns die ganze Zeit gewünscht.
Einspieler: Du bist auf jeden Fall gesetzt. Sehr gut.
Katja: Aber da freuen wir uns schon ganz doll auf deine Show dann im Vorentscheid. Das wird bestimmt richtig, richtig cool werden. Bei uns ist das ja so, also bei Alex und mir. Wir haben, ich sag mal, einen privaten Musikgeschmack und wir trennen das immer komplett von dem ESC-Potenzial eines Künstlers. Also du machst zum Beispiel Musik, die ich jetzt nicht höre, privat. Ich schon. Ah, okay. Nice. Ich bin eher die Hausfrau, also Haus mit O-U geschrieben.
Aber nichtsdestotrotz, deswegen die starke Trennung vom persönlichen Musikgeschmack und dem, wo wirklich das knallt für den ESC. Nur das vielleicht nochmal zur Erklärung auch, was auch wichtig ist. Man muss das aus einer übergeordneten Perspektive betrachten.
Alexander: Zumindest, wenn man den Podcast hier macht.
Katja: Wir wollen ja, dass Deutschland gewinnt und wir gehen ja hier nicht nach unserem persönlichen Musikgeschmack. Und dann muss man auch einfach offen sein für andere Musikstile und muss da das Potenzial auch einfach sehen für die Show. Verstehe ich, ja. Vor allem. Deswegen kann ich auch sagen, dass das einfach nicht meine Musik ist und ich kann das trotzdem toll finden. Denn wir sind immer ehrlich, tatsächlich mit den Künstlern auch. Und das macht es dann auch authentisch, wie wir hier miteinander umgehen.
Deswegen, ich hoffe, du kannst das einschätzen professionell. Absolut. Total.
wavvyboi: Nee, das kenne ich ja auch, das Gefühl, dass man etwas toll finden kann, ohne dass man es halt einfach privat immer hört. Also das sehe ich auf jeden Fall bei Musik und Kunst voll.
Katja: Das macht auch den ESC für uns so spannend und so abwechslungsreich und so toll. Ne, Alex? Was? Genau.
Alexander: Es kommen immer Beiträge aus verschiedenen Richtungen, mit denen man auch selber nicht so gerechnet hat vorher. Und dieser Überraschungseffekt finde ich mega. Also dieses Gefühl. Ja, das soll ja auch sein.
wavvyboi: Also deswegen, ich denke, Kunst und Musik ist ja lustigerweise super subjektiv, wie man sie wahrnimmt oder mag oder ob man es fühlt. Aber ich finde, man kann in ganz vielen Kunstformen eigentlich etwas sehen, auch wenn man sagt, okay, ich höre es einfach privat nicht so. Aber ich sehe es in diesem Kontext vom ESC und von der Show und von der ganzen Perspektive. Performance, das hängen ja wirklich alles zusammen, finde ich. Es kann von Stimmfarbe bis zum Outfit, bis zur Performance alles sein, was einem gefällt oder was irgendwie eine Resonanz in der Gefühlswelt erstellt.
Katja: Ja, das ist auch Wahnsinn, was da mittlerweile rausgeballert wird. Im wahrsten Sinne, also im positiven Sinne rausgeballert wird, wie viel Mühe sich da die Künstler und die Länder geben beim ESC. Und genau deswegen sitzen wir da eigentlich immer mit offenen und staunenden Mündern davor und feiern das komplett ab. Wir wollen dich auch noch ein bisschen näher kennenlernen und machen nochmal auch so ein kleines Spielchen mit dir, wavvyboi. Wir haben uns überlegt, wir machen ganz spontan den wavvyboi Wave.
Und das ist? Das ist ganz einfach auch so eine kleine Runde Kaffee oder Tee, wo du einfach sagst, was auf dich zutrifft. Meer oder Berge, wo machst du gerne Urlaub? Oh, Meer.
wavvyboi: Ja, Wellen, absolut immer. Immer Wellen sind schon das, was ich am meisten liebe. Ich glaube, die Beruhigung vom Meer ist untouchable.
Katja: Auf welches Jahrzehnt stehst du mehr? 70er oder 2000er?
wavvyboi: 70er, glaube ich, wegen der Musik. Jimi Hendrix, The Doors etc.
Katja: Von den Klamotten zu Hause. Anzug oder Schlafanzug? Boah, immer Anzug. Auch zu Hause. Absolut.
wavvyboi: Ich fühle mich immer besser im Anzug als im Schlafanzug. Essen. Hast du denn auch einen Schlaf? Schlafanzug. Ich habe so einen Seidemäßigen, der so ein bisschen geknöpft ist und so ein bisschen wie Hemd und Hose ist. Also das ist so das Closest, glaube ich. So ein typischer Schlafanzug, so ein bisschen. Vom Essen.
Katja: McDonalds oder Mac-Restaurant sozusagen? Also gehst du ins Restaurant? Oder selber kochen?
wavvyboi: Ich glaube, selber kochen ist irgendwie am romantischsten. Obwohl ich nicht gut kochen kann und gar nicht oft koche, aber ich sollte eigentlich nachher auch noch was kochen. Frühaufsteher oder Nachtmensch? Schon immer mehr jetzt Frühaufsteher, weil ich einfach ein bisschen gelernt habe, dass es mir irgendwie besser tut, wenn ich lebendig unter den Lebenden bin, wenn die Sonne scheint. Also das tut mir einfach meinem Körper besser. Ich glaube, Bowie, ich glaube, um sieben aufgestanden.
Das schaffe ich auf jeden Fall nicht. Aber für mich ist so acht Uhr ideal. Dusche oder Badewanne? Dusche, glaube ich. Ja, weil Badewanne ist echt mühsam mit den Haaren waschen, ja.
Katja: Wie oft wäschst du Haare? Du hast ja lange Haare. Wie oft musst du da ran? Kommt drauf an. Drei, vier Mal.
wavvyboi: In der Woche, glaube ich, ist so mein ideales Ding. Ich glaube, dreimal. Sagen wir sieben Tage. Alle zwei, drei Tage sind so mein way to do it, ja.
Katja: Man sieht dich ja jetzt nicht. Das ist ja das Ding am Podcast, dass wir uns gegenseitig vorstellen müssen. Stylst du dir deine Haare? Ich glaube, das interessiert viele.
wavvyboi: Ja, das Ding ist, heute ist eben ein bad hair day. Also ich musste erst mal noch nachgucken, ist das hier heute hoffentlich ohne Kamera. Und ja, es ist ohne Kamera. Also heute ist bad hair day und heute bin ich, glaube ich, auch beim dritten Tag, ehrlicherweise, wo ich es nicht gewaschen habe. Genau, ich style die immer. Immer eigentlich schon sehr krass. Und lustigerweise habe ich sie gerade zusammengebunden und ich trage die eigentlich fast nie so zusammengebunden,
weil ich mich dann irgendwie so, weiß nicht, ich fühle mich ein bisschen komisch. Ich muss immer die Mähne haben. Ich habe immer das Gefühl, ohne die Mähne will ich es nicht irgendwie. Da bin ich nicht so ich selber.
Katja: Es war auch sehr lustig, als du mich angerufen hattest. Das war über FaceTime, aber Audio. Stimmt, ja. Stimmt. Ja, ja, klar.
wavvyboi: Lustigerweise, ich war halt hier am Laptop und habe einfach so versucht, oh Gott, wie kann ich diese Rufnummer, wie schreibe ich denn da auf WhatsApp direkt? Und dann dachte ich ja, nee, bei Mac kannst du ja direkt einfach, ohne Kamera auf jeden Fall.
Katja: Ich war ehrlich gesagt glücklich.
wavvyboi: Ja, also ich, same, also absolut, ich finde das hier toll. Ich gucke hier einfach mal so herum und passt.
Alexander: Wie geht es deiner Frisur, Katja?
Katja: Ja, ich habe nämlich auch gerade Mähne, aber die sind gerade ziemlich wuschelig, tatsächlich. Deswegen dachte ich mir, Gott sei Dank. Oh Mann, oh Mann. So, eine Frage, die drängelt uns. Beiden, Alex und mir, ganz toll noch unter die Nägel. Weil wir kommen schon wieder langsam ans Zeitlimit, weil keine Folge geht ja länger als 20 Minuten, lieber Baby. Stimmt. Was glaubst du, wer sind jetzt so deine drei stärksten Konkurrenten beim deutschen Vorentscheid?
wavvyboi: Oh Gott, das ist ja so eine schreckliche Frage. Ja, deswegen steht das hier. Nein, ist das schlimm. Es ist so eine schlimme Frage. Geht's noch? Oh Gott, oh my gosh. Oh Gott, was haben Ragatzkis gesagt? Das wollt ihr nicht sagen, oder? Nee, das sagt ihr nicht.
Katja: Weiß ich jetzt gar nicht mehr, Alex. Weißt du das noch? Beide Folgen sind aber raus.
Alexander: Man kann sie sich auf jeden Fall anhören. Gut.
Einspieler: Findet man die Frage. Alright.
wavvyboi: Ich glaube, ich nehme jetzt einfach mal Ragazzki, weil, hm, keine Ahnung. Wen nehme ich noch? Sarah Engels vielleicht? Vielleicht. Oder Molly Sue, wegen der Stimme einfach. Weil das Ding ist, gut, das Problem ist, es ist bei Sarah auch bei allen, die können ja alle viel besser singen als ich. Mile auch. Oh Gott, hör doch auf. Ich stehe da manchmal rum und denke so, wieso könnt ihr alle nicht so gut singen alle? Naja, ich nehme einfach die oder die Dreamboys.
Katja: Also das wird schon ein sehr starkes Finale auch werden. Das haben wir von Anfang an auch so gesehen. Sich da zu behaupten, ist, glaube ich, nicht einfach. Na Alex, wir finden, das ist das stärkste deutsche Finale.
Alexander: Seit einer längeren Zeit auf jeden Fall, ja. Das ist auf jeden Fall tatsächlich so.
wavvyboi: Ich befasse mich einfach mit dem Stuff, den ich mache. Meiner Stage, meinen Haaren, mein Make-up. Das soll ja irgendwie gut werden dann.
Katja: Da drücken wir dir ganz, ganz fest die Daumen. Du hast ja auch eine ganz starke Internet-Community, die dich da sicherlich unterstützen wird. Mit deinem Discord-Server, ne?
wavvyboi: Genau, kommt auf den Discord auf jeden Fall.
Alexander: Die Raben und die Fledermäuse. Genau, die Raben. Das haben wir ja da schon mal so ein bisschen.
wavvyboi: Und wahrscheinlich, wenn sie dann den Podcast hier hören, dann wollen sie natürlich, dass ihr auch kommt. Das ist natürlich ganz klar.
Katja: Oh, da würden wir uns ja total freuen. Wie viele Leute hören denn dazu? Würde ich mich jetzt nicht gegen wehren. Nee, wir auch nicht.
wavvyboi: Es ist ja immer lustig. Also es kommt immer drauf an. Wir haben 5.800 Leute da drauf. Aber je nachdem, wie viele dann wirklich reingucken, weißt du ja nie unbedingt.
Katja: Wie oft bist du da dann unterwegs? Also wann kann man dich hören? Hast du da so eine Regelmäßigkeit oder sehen auch?
wavvyboi: Ich gucke eigentlich immer rein. Lustigerweise schreiben wir eigentlich immer morgens alle mal so ein bisschen Hallo rein. Und manchmal springe ich auch einfach in die Voice-Chats rein. Und dann sind alle so, ist da Wavy drin? Ja. Ups. Das klingt doch super. Ja. Ja.
Katja: Wir sind eine Community von uns und wir drücken euch allen zusammen. Also es ist auch toll, dass du da so im engen Austausch mit denen stehst. Die Daumen für den deutschen ESC-Vorentscheid. Du bist auf jeden Fall einer unserer Favoriten. Wir lassen es damit offen.
wavvyboi: Nicht geflüstert sogar. Wow. Alright. Nice.
Katja: Wir drücken die Daumen, dass du oder der andere Favorit oder die anderen Favoriten, also du. Ja.
Einspieler: Dann nach Wien zum ESC fahren.
Katja: Dankeschön, dass du im Podcast ESC. Dankeschön. Germany 12 Points warst. Wavy. Wavy oder wavvyboi. Wie dürfen wir dich nennen? Ich habe dich jetzt mal Wavy genannt. Beides geht.
wavvyboi: Ich bedanke mich auch recht herzlich. Also es ist wirklich, es hat Spaß gemacht und votet für mich und ich würde mich freuen. Es wäre sehr schön. Tschüss.
Jetzt reinhören
Der ESC-Podcast, der will, dass Deutschland wieder gewinnt.

