WEBVTT

00:00:00.000 --> 00:00:02.340
<v Katja>Alex, wie heißt eigentlich unser Podcast? Weißt du das noch?

00:00:02.900 --> 00:00:10.220
<v Alexander>Germany 12 Points, der ESC-Podcast mit Katja Feller und Alexander Scharff. Wir sind zurück.

00:00:11.100 --> 00:00:49.740
<v Katja>Das war jetzt natürlich nur eine Frage mit Augenzwinkern. Und wir haben heute einen tollen Gast bzw. eine tolle Gästin, die eigentlich unsere Geheimfavoritin war beim deutschen ESC-Vorentscheid. Nachdem wir sie auf der Bühne gesehen hatten, vorher zugegebenermaßen haben wir sie gar nicht auf dem Schirm gehabt. Molly Sue! Hallo! Hallihallo! Dankeschön! Liebe Molly! Ja, ich freu mich! Schön, dass du hier bei uns im Podcast heute bist. Wir sprechen mit dir über Sex, Drugs und Rock'n'Roll.

00:00:50.600 --> 00:00:55.760
<v Katja>Die normalen Themen. Die normalen Themen oder vielleicht auch einfach den ESC.

00:00:56.500 --> 00:00:59.780
<v Alexander>Ich wollte gerade sagen, wir sind doch der ESC-Podcast, habe ich doch gerade gesagt jetzt.

00:01:01.200 --> 00:01:03.000
<v Einspieler>Wo bist du denn jetzt am gewohnt?

00:01:04.000 --> 00:01:22.260
<v Katja>Germany 12 Points. Aber vielleicht sprechen wir auch mit dir über Dieter Bohlen und die peinlichsten Momente. Wir wollen Gossip von dir, Molly. Gossip, Gossip, Gossip. Über alles, was wir rausquetschen können aus dir. Wir haben allerdings nicht viel Zeit. Weißt du, wie lange unsere Folge geht jeweils, Molly?

00:01:23.100 --> 00:01:32.020
<v Molly Sue>Tatsächlich weiß ich nur, was angegeben wurde. Wie lange? Wie lange wir ungefähr aufnehmen. Und das waren, glaube ich, bei mir in dem Chat 60 Minuten. Achso. Ist das korrekt?

00:01:32.400 --> 00:01:34.620
<v Katja>Ich glaube, so lange werden wir nicht brauchen. Bis zu, ja.

00:01:35.300 --> 00:01:37.120
<v Molly Sue>Bis zu 60 Minuten, ja.

00:01:37.300 --> 00:02:00.340
<v Katja>Ich glaube, so lange werden wir nicht brauchen, denn bei uns geht keine Folge länger als 20 Minuten. Und unsere Mission lautet, wir wollen, dass Deutschland den ESC gewinnt. Und deswegen haben wir dich hier, liebe Molly. Bei uns gibt es fachliche tiefe Analyse. Bei uns bekommt ihr tiefe Fachwissen. Fachliche Analysen und Hintergründe immer auf den Punkt. Und Alex, was wissen wir?

00:02:01.500 --> 00:02:17.240
<v Alexander>Wir wissen, wie man den ESC gewinnt. Wir haben nämlich die Erfolgskriterien anhand unserer tiefen Analyse vor drei Jahren aufgestellt und immer weiter erweitert. Aber das Ganze verpacken wir in Unterhaltung und Spaß. Und wir stellen auch Fragen, die sich keiner traut zu fragen.

00:02:18.000 --> 00:02:21.200
<v Katja>Genau, genau. Da kannst du neugierig sein, Molly.

00:02:21.300 --> 00:02:23.340
<v Molly Sue>Ich bin gespannt. Ich bin sehr gespannt.

00:02:24.900 --> 00:02:36.600
<v Katja>Ja, liebe Molly, du kommst tatsächlich aus Norddeutschland. Das hat man in deinem Video auch gesehen. Aus La Boe. Singst du nachher noch für uns eigentlich? Fällt mir gerade ein.

00:02:37.100 --> 00:02:42.880
<v Molly Sue>Also ich kann, ich weiß nur nicht, ob es überscheidet. Ich bin sehr laut. Also wir können es ausprobieren. Wenn es doof klingt, könnt ihr es halt rausschneiden.

00:02:43.700 --> 00:02:51.140
<v Katja>Das kriegen wir irgendwie geregelt. Was glaubst du, Alex? Wissen alle, wo La Boe liegt? Weißt du, wo das ist? Nö, keine Ahnung.

00:02:51.800 --> 00:03:00.820
<v Molly Sue>Also ich habe mir Mühe gegeben, es überall zu erwähnen, damit die Leute es ein bisschen mehr auf dem Schirm haben. Aber grob gesagt ist es in der Nähe von Kiel, falls ihr das was sagt.

00:03:01.100 --> 00:03:06.840
<v Katja>Und direkt an der Ostsee, ne? Direkt. Habt ihr das Video da eigentlich auch gedreht zu deinem Song?

00:03:07.300 --> 00:03:29.380
<v Molly Sue>Ja, tatsächlich. Wir haben es direkt am La Boe-Strand gedreht. Und es hat sogar der Bürgermeister geholfen, dieses Klavier mit an diesen Strand zu bringen mit einem Trecker. Also ganz La Boe-weit involviert. Hat der einen Trecker? Ja, also natürlich. La Boe hat einen Trecker. Und er hat seine Leute aktiviert, damit die mit dem Trecker den Flügel an den Strand liefern. Das war Teamwork.

00:03:30.900 --> 00:03:36.420
<v Katja>Super. Nochmal kurz zum Hintergrund, damit alle wissen auch, wie der Song heißt. Liebe Molly, wie heißt er?

00:03:37.000 --> 00:03:39.420
<v Molly Sue>Er ist Optimist in Klammern. Hahaha.

00:03:40.700 --> 00:04:08.200
<v Katja>Gut, das muss ja nochmal gesagt werden, damit alle wissen, wovon wir reden. Kann man sich auch gerne bei YouTube oder bei den anderen ganzen Plattformen, wie sie auch alle heißen, ansehen und anhören, um nochmal zu wissen, wie es geht. Und da kann man sich ja auch nochmal deinen Auftritt ansehen. Sehr zu empfehlen. Ja, sehr zu empfehlen. Sehr, sehr zu empfehlen. Du hast uns wirklich zu Fans gemacht und wirklich vom Hocker gerissen. Und die Sprache, ja, also wir waren wirklich sprachlos nach deinem Auftritt.

00:04:08.300 --> 00:04:14.260
<v Katja>Du hast uns da komplett gecatcht. Das war der Wahnsinn. Würdest du dich eigentlich selber als Rampensau bezeichnen, Molly?

00:04:15.000 --> 00:04:34.520
<v Molly Sue>Das ist witzig, weil mir wurde die Frage kurz vorm ESC gestellt. Und da war ich so, oh je, was ist eine Rampensau? Also wie definiert man eine Rampensau? Und jein, ich würde sagen, ich habe super viel Spaß auf der Bühne und ich versuche, mein Bestes zu geben. Aber Rockstar-Rampensau, dass ich jetzt da irgendwie Headbanging mache oder so, das wiederum nicht.

00:04:35.400 --> 00:04:43.360
<v Katja>Das passt. Also wenn wir uns jetzt Optimist ansehen zu dem Song, passt das ja auch nicht. Aber wie ist so deine restliche Musik, die du machst?

00:04:44.200 --> 00:05:00.740
<v Molly Sue>Relativ ähnlich tatsächlich. Also es gibt ein paar mehr Upbeat-Songs. Also in die poppigere Richtung, aber es sind schon viele Pop-Balladen auch dabei. Also ich liebe Balladen und ich liebe emotionale Themen und Songs und verpacke die auch gerne in meinen eigenen Songs, ja.

00:05:01.800 --> 00:05:12.620
<v Katja>So und jetzt machen wir erstmal Themenwechsel, weil du von der Ostsee kommst, spielen wir jetzt mit dir ein schnelles Spiel. Nämlich die schnelle Ostseewelle. Oh je.

00:05:12.800 --> 00:05:18.860
<v Alexander>Wir stellen Fragen, entweder oder und du musst dich für eins entscheiden, ganz schnell. Okay.

00:05:18.900 --> 00:05:22.240
<v Katja>Die schnelle Ostseewelle, los geht's. Los geht's.

00:05:22.300 --> 00:05:24.760
<v Alexander>Nie wieder Kaffee oder nie wieder WLAN?

00:05:25.200 --> 00:05:33.460
<v Molly Sue>Nie wieder WLAN, äh, nie wieder Kaffee. Oh. Also ich sag das, was ich nicht mehr haben will, richtig? Genau. Okay, nie wieder Kaffee.

00:05:34.000 --> 00:05:41.820
<v Alexander>Glamour-Outfit oder Jogginghose? Jogginghose. Nur noch Sprachnachrichten oder nur noch Telefonate?

00:05:42.400 --> 00:05:54.260
<v Molly Sue>Uh, nur noch Telefonate. Ja? Ja, tatsächlich. Also Sprachnachrichten. Sprachnachrichten sind cool, aber ich könnte ja auch noch texten und dann hätte ich die Telefonate lieber. Ich würde auch eher texten.

00:05:54.600 --> 00:05:57.600
<v Alexander>Backstage-Chaos oder sterile Ruhe vor dem Auftritt?

00:05:58.200 --> 00:06:05.420
<v Molly Sue>Hm, ja, puh, also ich hab auch die Stille im Chaos, deswegen finde ich Chaos irgendwie spannender. Chaos.

00:06:07.100 --> 00:06:10.460
<v Alexander>Immer fünf Minuten zu früh oder 20 Minuten zu spät?

00:06:11.300 --> 00:06:15.220
<v Molly Sue>Immer fünf Minuten zu früh. Zu spät sein ist mir ganz doll unangenehm.

00:06:15.700 --> 00:06:17.340
<v Alexander>Genau das Gegenteil von uns, Katja.

00:06:19.000 --> 00:06:20.220
<v Katja>Nein, natürlich nicht.

00:06:22.800 --> 00:06:24.520
<v Alexander>Streiten wir ab, streiten wir ab, hab ich nicht gesagt.

00:06:25.200 --> 00:06:36.660
<v Molly Sue>Ich glaube, meine Freundinnen würden jetzt auch sagen, was redest du da, du kommst oft zu spät, aber es ist mir auch tatsächlich jedes Mal unangenehm. Wenn ich mir aussuchen dürfte, ob ich lieber zu früh oder zu spät komme, komme ich lieber zu früh. Okay, jetzt haben wir es rausgekitzelt.

00:06:40.600 --> 00:06:49.340
<v Katja>Also eigentlich bist du dann doch zu spät, wusstest du, es ist unangenehm und deswegen sagst du das, was dein Ziel ist, zu erreichen. Dann kann ich nämlich fünf Minuten zu früh kommen. Jep.

00:06:50.600 --> 00:06:52.460
<v Molly Sue>Wahrscheinlich kam ich sogar dann zu spät.

00:06:56.500 --> 00:07:26.220
<v Katja>Bonnie, wir müssen dir eine Story erzählen, wir müssen dir eine Story erzählen. Der Alex und ich, wir haben ja zusammen studiert und wir hatten da auch immer so Gruppenarbeiten und die Gruppe hatte sich irgendwann beschwert, weil wir zu spät kamen. Und weißt du, was wir dann gemacht haben? Wir haben, weiß ich, Termin war auf um elf gesetzt, Gruppenmeeting und für Alex und mich wurde das Meeting auf zehn Uhr dreißig gesetzt.

00:07:28.800 --> 00:07:35.980
<v Molly Sue>Ja, das war auch gerade mein Gedankengang. Also deswegen fünf Minuten zu spät und dann komme ich vielleicht, oder zu früh, dann komme ich wahrscheinlich zwanzig Minuten zu spät.

00:07:36.700 --> 00:07:40.620
<v Katja>So und es hat aber funktioniert, also es hat wirklich funktioniert, wir waren dann pünktlich.

00:07:40.900 --> 00:07:43.220
<v Einspieler>Man muss dann, man muss dann zusagen. Ja.

00:07:43.200 --> 00:07:53.620
<v Alexander>Es ging eine lange Eskalation davor, weil wir sind immer und immer weiter zu spät gekommen. Es wurde immer später. Am Ende waren es vierzig Minuten, glaube ich.

00:07:54.800 --> 00:07:57.280
<v Katja>Du bist vierzig Minuten zu spät gekommen.

00:07:57.700 --> 00:08:02.000
<v Alexander>Nee, nee, nee, nee, nee, an dem Tag sind wir beide vierzig Minuten zu spät gekommen.

00:08:02.300 --> 00:08:04.240
<v Katja>Ist ja auch egal, wir haben das gelöst.

00:08:04.400 --> 00:08:06.580
<v Einspieler>Aber als es dann eskaliert ist.

00:08:08.800 --> 00:08:24.120
<v Molly Sue>Aber das ist wie mit Weckern in der Schule, oder? Was? Also ich hatte morgens auch immer Wecker. In der Schulzeit hatte ich auch sieben Wecker oder so, damit ich irgendwie aufgestanden bin. Sonst hätte ich es auch nicht geschafft. Also ich hatte viel früher einen Wecker, als ich es eigentlich hätte haben müssen, damit ich irgendwie rechtzeitig den Bus kriege.

00:08:25.100 --> 00:08:31.400
<v Katja>Also du brauchst jetzt auch immer noch viele Wecker, ne? Also ich glaube, ich brauche auch eine halbe Stunde bis dreiviertel Stunde, bis ich hochkomme.

00:08:32.300 --> 00:08:53.440
<v Molly Sue>Ja, also bei mir dauert das auch ein bisschen. Nicht mal das Hochkommen, sondern das irgendwie wach werden. Also ich laufe dann so durch die Gegend und ich weiß irgendwie, was ich machen will, aber ich komme nicht dazu. Also das ist es eher. Ich bin so, ja, jetzt sollte ich mich anziehen, aber naja. Und dann dauert es irgendwie doch ein bisschen. Time-Management. Ich glaube, das ist bei zu spät kommen sowieso die Sache.

00:08:55.000 --> 00:08:58.400
<v Katja>So Alex, du machst weiter. Machen wir weiter. Ich muss die Frage wieder finden.

00:08:59.300 --> 00:09:06.040
<v Alexander>Kommen wir zum Frühstück. Süß oder herzhaft? Süß. Tatsächlich. Ja.

00:09:06.600 --> 00:09:10.220
<v Molly Sue>So ein bisschen französisch angehaucht. Oh. Pass auf.

00:09:10.200 --> 00:09:12.560
<v Katja>Und die Frage müssen wir aber stellen. Und Nutella?

00:09:12.900 --> 00:09:40.200
<v Molly Sue>Ich liebe Nutella, aber ich habe eine Haselnussallergie. Aber trotz dessen tatsächlich versuche ich ab und zu Nutella zu essen, um meinen Körper zu überzeugen, dass ich nicht allergisch bin. Dass der Herz nicht so gut funktioniert, aber ich probiere es immer mal wieder. Wollen wir zum Urlaub kommen? Mhm. Berge oder Meer? Meer. Immer das Meer. Erstens kann ich die Berge sowieso nicht besteigen. Also ich bin keine. Mein Körper ist nicht dazu gemacht, irgendwo rumzubleiben.

00:09:40.200 --> 00:09:41.740
<v Molly Sue>Und zweitens liebe ich das Meer.

00:09:42.100 --> 00:10:13.300
<v Katja>Geht mir auch so. Und weißt du, was witzig ist, Alex? Wenn du vom Meer kommst und ringsherum nur Flachland hast, dann wird schon jeder Hügel, der 20 Meter hoch ist, wird als Berg bezeichnet. Oder Molly? Ja, da stimme ich zu. Das ist jetzt so. Wir haben ja Hörer überall. Also im Süden, im Norden, überall auf der Welt tatsächlich. Ich glaube, die Leute, die jetzt wirklich im Bergland wohnen oder beziehungsweise in den Bergen wohnen. Die lachen sich jetzt kaputt und drehen mit den Augen.

00:10:13.400 --> 00:10:38.000
<v Katja>So hat die Motto. Hä? Das ist doch kein Berg. Das ist nicht mal ein Hügel. Das ist normal. Also normale Landschaft. Das ist Flachland. Leichter Anstieg. Wenn überhaupt. Also die können das gar nicht nachvollziehen. Aber es wird tatsächlich in Norddeutschland wird ein Hügel mit 20 Metern wird ungelogen als Berg bezeichnet. Das ist kein Scherz. Das ist so. Unfassbar. Grüße gehen nach Deutschland. Weißt du? Weißt du wirklich?

00:10:38.400 --> 00:10:45.540
<v Alexander>Grüße gehen nach Deutschland. Grüße gehen nach Norddeutschland. Herrgott.

00:10:48.700 --> 00:10:56.090
<v Einspieler>Was ist denn heute? Was ist denn das für eine Folge heute? Kommen wir zur Küche.

00:10:56.800 --> 00:11:01.230
<v Alexander>Selber kochen oder Sofa und Lieferdienst? Selber kochen.

00:11:01.400 --> 00:11:10.170
<v Molly Sue>Ich komme beim Kochen immer sehr gut runter. Deswegen ja. Und ich finde es ganz unangenehm, Leuten die Tür zu öffnen, die ich nicht kenne und dann zu sagen Dankeschön. Tschüss. Tschüss.

00:11:10.800 --> 00:11:17.870
<v Katja>Aber was wir im Vorgespräch schon rausgehört haben. Du isst ganz besonders gern Sushi und du hast vor, das bald wieder zu essen, richtig?

00:11:18.500 --> 00:11:27.330
<v Molly Sue>Ja, eher nicht. Also eigentlich ist es wirklich so mein allerliebstes Essen. Aber jetzt tatsächlich kurzzeitig mal drauf. Kurzzeitig.

00:11:27.800 --> 00:11:31.750
<v Alexander>Betonung auf kurzzeitig. Zum Hintergrund.

00:11:31.800 --> 00:11:51.650
<v Katja>Du hast gerade eine Lebensmittelvergiftung mit Sushi gehabt. Ja. Lieber nicht nochmal. Ja. Das muss man auch nicht haben. Aber dir geht es ja besser, hast du uns vorher gesagt. Genau. Das merkt man ja auch. Du bist gut drauf und so. Super. Alex, letzte Frage. Was ist schlimmer?

00:11:51.800 --> 00:11:56.150
<v Alexander>Mikro kaputt auf der Bühne oder Text vergessen? Text vergessen.

00:11:57.100 --> 00:12:23.250
<v Molly Sue>Ich habe eine laute Stimme. Also ich glaube, das würde ich eher noch hinbekommen. Und Text vergessen ist schon sehr unangenehm. Vor allem, wenn es der eigene ist. Aber beides passiert den Besten. Ist dir das schon passiert? Den Text zu vergessen? Jein. Also mir ist schon mal doch, aber nicht auf der Bühne. Kurz vorher mal beim Üben. Und dann dachte man sich so, oh Gott, wenn das jetzt auf der Bühne passiert, dann ist aber richtig furchtbar. Aber so richtig auf der Bühne noch nicht.

00:12:24.100 --> 00:12:34.390
<v Katja>Aber weißt du, wenn man nicht singt, fragt man sich gerade, wenn es auch der eigene Text ist, wie geht das? Also wie kann man seinen eigenen Text vergessen? Kannst du das erklären? Ja, es ist tatsächlich.

00:12:34.900 --> 00:12:57.190
<v Molly Sue>Ich habe das jetzt auch beim ESC erst so richtig passiert. Und ich habe das dann auch mal mit einem Psychologen verstanden, weil wir da vor Ort einen Mental Coach hatten. Und der hat mit uns über Blackouts gesprochen. Der war dann tatsächlich direkt so, weil ich das angesprochen hatte, meinte so, das ist echt meine größte Sorge. Und er meinte, dass es tatsächlich, wenn man es runterdrückt und nicht annimmt, wenn man aufgeregt ist und Stress empfindet und die ganze Zeit sagt Nein, nein, nein, ich will

00:12:57.200 --> 00:13:20.850
<v Molly Sue>das nicht empfinden. Und ich will jetzt gar keinen Stress haben. Ich will nicht aufgeregt sein. Warum kommt diese Nervosität? Dass der Körper dann einfach irgendwann so überreizt ist und so gestresst, dass man Blackout hat. Also dann verliert man einfach alles. Also das ist, ob es der eigene Text ist oder von jemand anderem. Der Körper kann dann in dem Moment halt durch diese Stressreaktion einfach nicht den Text finden. Deswegen, wenn ihr mal in einer stressigen Situation seid, einfach annehmen und durchatmen.

00:13:21.200 --> 00:13:24.030
<v Molly Sue>Klingt einfacher als es ist, aber es ist das Einzige, was hilft.

00:13:24.600 --> 00:13:26.510
<v Alexander>Oder einfach den Chef anbrüllen. Geht auch.

00:13:28.200 --> 00:13:29.570
<v Molly Sue>Einfach den Stress rauslassen.

00:13:33.300 --> 00:13:38.070
<v Katja>Also das heißt, du warst vor dem Auftritt dann auch nervös? Ja. Ganz schön. Extrem.

00:13:38.100 --> 00:14:03.090
<v Molly Sue>Es war ja ewig her, dass ich meinen letzten Auftritt hatte. Darüber habe ich tatsächlich auch so gar nicht gesprochen. Ich habe das ein bisschen verdrängt und war dann überall in den Medien ja auch so ein bisschen. Man wird als Profi angesehen, weil man einmal auf einer großen Bühne stand, als ich 14, 15 war. Und war dann so, naja, Leute im Fernsehen zu wissen, da gucken gerade irgendwie 2 Millionen Leute zu und es ist live. Und das ist schon eine andere Hausnummer.

00:14:03.200 --> 00:14:05.250
<v Molly Sue>Das ist, glaube ich, ganz normal, dass man da auch aufgeregt ist.

00:14:05.200 --> 00:14:32.270
<v Katja>Ja, definitiv. Deswegen sagen wir ja immer, dass die Leute, die beim deutschen Vorentscheid bereits antreten, die müssen für die Bühne, für die Live-Situation gewappnet sein. Und zwar nicht nur für die deutsche Bühne beim Vorentscheid, sondern eigentlich muss man ja schon direkt draufgehen mit der Situation. Hey, ich trete hier eigentlich jetzt schon vor gefühlt 166 Millionen Zuschauern an. Weil das ist ja das, was dann daraus folgen würde, wenn man da hinfährt.

00:14:32.600 --> 00:14:35.070
<v Katja>100 Prozent. Wie siehst du das? Siehst du das auch so?

00:14:35.400 --> 00:15:00.670
<v Molly Sue>Ich sehe das sehr ähnlich. Also ich glaube, diese Zahl kann man tatsächlich gar nicht so richtig greifen. Also ich glaube, niemand kann sich 160 oder 166 oder wie viele Millionen vorstellen. Aber man sollte auf jeden Fall die Bühne, die ja auch schon deutlich größer ist, im Augenfeld behalten. Also ich weiß ja zum Beispiel, Bela hatte da seinen allerersten Auftritt jemals. Und das fand ich schon echt so Hut ab, dass man da direkt seinen allerersten Auftritt

00:15:00.700 --> 00:15:28.090
<v Molly Sue>hatte. Schon krass. Und wenn dann der zweite Auftritt Wien gewesen wäre, wäre auf jeden Fall sehr verrückt. Und ich glaube auch mental gar nicht so einfach. Und da habe ich mich auch sehr viel mit beschäftigt und deswegen auch diese Chance, mit dem Mental Coach zu reden, direkt genutzt und gesagt Hey, wenn du irgendwelche Tipps für mich hast, dass man eben Nervosität runterschrauben kann und so weiter, habe mit dem Meditation gemacht und das einfach versucht in den Griff zu kriegen, dass man eben nicht so nervös

00:15:28.100 --> 00:15:28.290
<v Molly Sue>ist.

00:15:28.800 --> 00:15:41.890
<v Katja>Wie war das dann nach deinem Auftritt? Du warst ja als letztes an der Reihe und es wurde dann gesagt, im deutschen Finale hieß es Sarah Engels fährt nach Wien. Was hast du da gefühlt in dem Moment?

00:15:42.800 --> 00:16:11.730
<v Molly Sue>Tatsächlich trotzdem Freude. Also ich habe mich für sie gefreut. Ich habe mich über die Erfahrung gefreut. Aber natürlich war man auch enttäuscht, weil es ist total eigenartig, was der Körper so macht. Die Hoffnung bleibt wirklich bis zum Ende, auch wenn man schon als D3, also meine Wenigkeit, wavvyboi und Sarah auf der Tafel standen und als Sarah als letzte kam, war mir schon im Hinterkopf bewusst Okay, das ist eine riesen Reichweite. Die Chance ist sehr gering, da jetzt wirklich diesen Telefonentscheid auch zu gewinnen.

00:16:12.000 --> 00:16:21.470
<v Molly Sue>Aber trotzdem hat man bis zum Ende gehofft und war dann natürlich auch enttäuscht. So, aber wenn man da mitmacht, ist es eine Show. Dann muss man auch ein guter Verlierer sein und sagen Gut, ist diesmal nichts geworden.

00:16:23.600 --> 00:16:28.890
<v Katja>Alex, kannst du doch mal wiedergeben, wie das für uns war, der Auftritt, als wir den im Fernsehen gesehen haben?

00:16:29.100 --> 00:16:54.410
<v Alexander>Ja, Katja, bei uns war das ja so. Wir hatten tatsächlich, als wir dich gehört haben, Molly Sue, tatsächlich schon damit gerechnet, dass du auch den Vorentscheid gewinnen wirst und waren dann auch überrascht von Sarah Engels. Also zum Teil natürlich auch nicht überrascht, weil sie eben, wie du schon sagtest, ja die Popularität auch über Instagram und die Fans mitbringt, die dann natürlich auch für sie abstimmen. Aber wir haben dich tatsächlich in dem Augenblick, nachdem wir den Live-Auftritt gesehen haben,

00:16:54.500 --> 00:16:58.930
<v Alexander>tatsächlich ganz vorne gesehen und waren dann tatsächlich überrascht von dir. Das war eine sehr gute Entscheidung.

00:16:59.200 --> 00:17:01.330
<v Katja>Wir hatten tatsächlich Gänsehaut.

00:17:03.200 --> 00:17:04.990
<v Molly Sue>Das freut mich sehr.

00:17:05.200 --> 00:17:20.650
<v Katja>Und ich hatte ja eingangs schon gesagt, wir hatten dich eigentlich gar nicht auf dem Schirm, weil man hatte ja zuvor nur diese Ausschnitte gesehen beim ESC. Und von diesen Ausschnitten her, kann das sein, dass dein Song nochmal verändert wurde?

00:17:21.300 --> 00:17:46.670
<v Molly Sue>Nee, tatsächlich nicht. Aber wir haben ganz bewusst einen anderen Ausschnitt gewählt. Und nicht das Ende jetzt oder irgendwie so. Wir haben ein bisschen an dem Song gearbeitet, hinten weg. Also wir dachten, wenn das jetzt, wir haben ihn eingereicht und gemacht und gesagt, wenn das jetzt wirklich zum Vorentscheid kommt, dann arbeiten wir da auch noch irgendwie dran und haben hintenrum noch den Chor hinzugefügt, ein paar Violinen. Aber das war auch die Version, die dann veröffentlicht wurde.

00:17:48.100 --> 00:18:04.670
<v Molly Sue>Und wir haben uns aber irgendwie auch gedacht, dass wenn man diese Kopfstimme nimmt und nur dieses kleine Snippet, dass man ein bisschen unterschätzen könnte, was da vielleicht noch an Stimme kommt. Weil es ist ja schon nochmal was anderes nachher. Genau, das war schon irgendwie auch ein bisschen gewollt. Lieber unterschätzt als überschätzt.

00:18:05.200 --> 00:18:31.050
<v Katja>Weil du hattest da ja einen rausgeballert. Genau die Punkte, die du jetzt so sagst, wir haben ein bisschen noch dran gearbeitet. Also genau, man muss noch mal sagen, das Snippet kam glaube ich am 1. Februar raus. Kann das sein? Oder 31. Januar, irgendwie so um den Dreh war das. Das hatten wir auch direkt gesehen und dachten so, hm. Hm. Das hat uns jetzt ehrlich gesagt nicht vom Hocker gerissen. Wir sind immer ehrlich mit den Künstlern, hat uns wirklich nicht vom Hocker gerissen.

00:18:31.200 --> 00:18:52.390
<v Katja>Du warst relativ weit unten bei uns auf der Liste. Und dann standst du da auf der Bühne und dann baute sich der Song immer weiter auf mit den Violinen, mit dem Chor und boah, das war der Knaller. Also es war wirklich toll. Ich wiederhole Alex, der gesagt hat, ich habe ESC Vibes. Ja. Yay.

00:18:52.400 --> 00:19:08.330
<v Alexander>Da hatten wir sogar einen Clip draus gemacht auf Social Media. Boah, es ist so spannend mit dir, Molli. Aber wir müssen echt auf die Zeit gucken. Jede Folge hat nur 20 Minuten. Also wir müssen jetzt auch zum Ende kommen tatsächlich für die Folge. Ach weißt du was?

00:19:08.800 --> 00:19:37.670
<v Katja>Ich bin jetzt mal wieder, ich brech mal wieder das Format. Wir brechen hier zwar ab, Molli, aber wir machen einfach spontan noch eine zweite Folge im Anschluss mit dir. Weil ich will noch so viel fragen und wir müssen ja noch zu Dieter Bohlen kommen. Hatten wir versprochen direkt am Anfang. Ja. Also für alle, die noch weiterhören wollen, dieses coole Interview mit Molli Su bleibt dran. Und natürlich zum Abschluss noch der Hinweis. Wir sind am 9. Mai auf der Landesgartenschau in Neuss mit einem Live-Podcast.

00:19:37.900 --> 00:19:47.410
<v Katja>Germany 12 Points. Kommt gerne mit dazu. 9. Mai in den Kalender eintragen. Wir freuen uns, wenn ihr live im Publikum dabei seid. Und Molli, Alex, bis gleich.
